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Kronach

Eine Familie zum Totlachen

Ein schräger Haufen, eine Leiche und viel Tohuwabohu: Die Theaterfreunde Wallenfels begeistern rund 500 Zuschauer mit einer rabenschwarzen Komödie.



Der Erfinder und sein Werk (von rechts): Albert, die Leiche (Henry Stöcker), Hubbi (Markus Haderdauer) und Willi (Udo Schlee).   » zu den Bildern

Wallenfels - Was ist das Rezept für einen erfolgreichen Theaterabend? Ganz einfach: Man nehme ein tolles Stück, würze es mit hervorragenden Schauspielern und garniere das Ganze mit einem gut gelaunten Publikum. Das alles kam auf der Kümmelswiese in Wallenfels bei der Premiere der schwarzen Komödie "Für die Familie kann man nichts" zusammen.

Darsteller & Karten

Die Rollen und Darsteller:

Friedhelm Beierle: Andreas Gleich; Hermine Beierle: Gaby Stöcker; Willi Beierle: Udo Schlee; Hubert Beierle, genannt "Hubbi": Markus Haderdauer; Gundula Strauß: Birgit Brehl; Gerd Hollerbichel: Engelbert Stadelmann; Gertrud Wollensiek: Sabrina Heibl; Traudel Siebert: Tina Krump; Doris Stüber: Jaqueline Hahn; Albert, die Leiche: Henry Stöcker. Regie Gisela Düthorn. Souffleuse Ute Schlee.

Für die zweite Vorstellung an diesem Samstag, 6. Juli, um 18 Uhr gibt es noch Karten. Erhältlich sind sie bei der Raiffeisenbank und der Sparkasse Wallenfels. Außerdem können Kartenanfragen gestellt werden an Gisela Hänel, Telefon 09262/1616, oder Isabella Leipold, Telefon 09262/1781. Erwachsene zahlen acht, Kinder bis zu zwölf Jahren fünf Euro.

Vom Marktplatz aus wird ein kostenloser Fahrdienst ab 17 Uhr angeboten.

Einlass ist eine Stunde vor Aufführungsbeginn. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt.

Falls das Wetter nicht mitspielt, ist als Ausweichtermin Sonntag, 7. Juli, um 17 Uhr vorgesehen. Die Veranstaltung wird nur bei äußerst schlechten Wetterbedingungen und nur kurzfristig verschoben.

Infos in Facebook oder auf der Internetseite der Theaterfreunde:

www.theaterfreunde-wallenfels.de.


Dabei geht es um eine ganz normale Familie, könnte man anfangs zumindest meinen, wenn man Friedhelm Beierle begegnet. Doch seine Familie ist, gelinde gesagt, schon etwas "ungewöhnlich". Da ist der Bruder Willi, ein Computerexperte, der immer mit einem Bein im Knast steht und auch schon mal die griechische Flotte auslaufen lässt. Oder der andere Bruder Hubert Beierle, genannt Hubbi, ein erfolgloser Erfinder, der ein kleines Sprachproblem hat und dadurch oft für Missverständnisse sorgt, sowie natürlich die Schwester Hermine. Sie wäscht sich seit ihrem Indienurlaub vor einem halben Jahr nicht mehr und verteilt ihre "Aura" in den empfindlichen Nasen ihrer Mitbewohner und Besucher. Aber es gibt immer noch eine Steigerung, wovon sich die Freunde und Nachbarn der Beierles überzeugen können. Denn Unruhe bringt eine Leiche ins Haus, die aus Gründen, die man lieber nicht nennt, plötzlich zum Leben erweckt werden muss. Wem das alles zu verwirrend erscheint, dem sei gesagt: Es ist eigentlich alles ganz einfach und das Stück, das von Gisela Düthorn inszeniert wurde, sagt das aus, was viele Zuschauer denken werden: "Für die Familie kann man nichts."

"Warum strouft mich dä Herrgott mit su ane Familie?", fragt sich dann auch Friedhelm Beierle jeden Tag. Nun hat er seine Traumfrau gefunden, muss Farbe bekennen und die Familie vorstellen. Das ist gar nicht so einfach, sorgen doch seine Brüder Hubbi, der Erfinder und Willi, der Computerhacker, für allerlei Chaos im Haus. Seine Schwester Hermine hingegen setzt auf Geisterbeschwörungen, wäscht deshalb ihre "Aura" nicht ab und verbreitet überall ein, naja sagen wir mal, etwas strenges Aroma. Und da ist noch Gundula Strauß, eine Freundin, die dringend einen Mann sucht und das durch eine Beschwörung erreichen will. Aber da geht alles schief und plötzlich liegt ein toter Mann im Zimmer. Der sorgt nachfolgend für allerlei Verwirrung. Um ihn loszuwerden, setzt man ihn in die Bushaltestelle, obwohl der "Coburg-Hof" nicht mehr fährt. Er kommt deshalb wie ein Bumerang immer wieder an den Ort des Geschehens zurück. Die Rolle der Leiche spielt Henry Stöcker so überzeugend, dass man zweimal hinschauen muss.

Nach vielen Missverständnissen, tollen Erfindungen von Hubbi, wie zum Beispiel dem Auto ohne Benzin oder dem "Schöpfkoter" und einer "Gazzorgie" von Gundula und Hubbi lichtet sich so nach und nach der Nebel. Und so muss zum Schluss die Frage von Friedhelm Beierle beantwortet werden: "Woa dä Dued jetzt dued ode woa dä Dued lebendich?"

Voll besetzt waren die Bänke auf der Kümmelswiese, als Bernhard "Schupf’n" Gleich und der kleine Toni die 500 Zuschauer begrüßten. Das Lied "Wir sind eine große Familie" von Toni und Katharina bezog das Publikum sofort in das Geschehen mit ein. Die Premiere von "Für die Familie kann man nichts" sorgte anschließend für lang anhaltende Lachsalven, als die Supertruppe der Schauspieler zu Höchstform auflief. Die Vorsitzende der Theatergruppe, Birgit Brehl, die selbst großartig die Gundula Strauß spielte, dankte zum Schluss allen Schauspielern für ihr Engagement.

Einen großen Anteil daran hatte Gisela Düthorn, die bereits seit 23 Jahren bei den Theaterstücken Regie führt. Auch Bürgermeister Jens Korn zeigte sich begeistert von der Vorstellung und meinte, dass man wirklich Einblick in den Alltag einer "ganz normalen Familie" erhalten habe. Er dankte dem Ensemble im Namen des Publikums.

Autor

Susanne Deuerling
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
01. 07. 2019
17:50 Uhr

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Autor

Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
01. 07. 2019
17:50 Uhr



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