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Kronach

Eine Party mit Tradition

Vom 25. September an feiert Nordhalben wieder seine Kerwa. Das junge Organisationsteam hat erneut so einiges geplant. Schließlich soll es ein Fest für Jung und Alt werden.



Die beiden "Macherinnen" der Nordhalbener Kerwa Julia Schnura (links) und Aileen-Vic Hönisch freuen sich schon auf das bunte Treiben. Foto: Michael Wunder  

Nordhalben - Die "Kerwamaala" und "Kerwabuum" aus Nordhalben haben wieder ein festes Ziel vor Augen: Sie wollen auch in diesem Jahr die Kirchweih als traditionelles, gemeinsames, ausgelassenes Fest für Jung und Alt, in dem der Zusammenhalt untereinander gestärkt werden soll, auf die Beine stellen. Die 2015 gegründete Kerwagesellschaft hat 61 aktive und 26 Fördermitglieder. "In jüngster Zeit kamen wieder drei neue, junge Mitglieder hinzu", freut sich die Vorsitzende Julia Schnura.

Heuer wolle man das Programm der letzten Jahre im Großen und Ganzen beibehalten, erläutert sie die Pläne für das kommende Großereignis. Schließlich sollen die Veranstaltungen zur Tradition werden, auch wenn es natürlich immer wieder kleinere Verbesserungen im Laufe der Zeit geben werde.

In diesem Jahr beginnt man bereits am Mittwoch, 25. September, mit dem künstlerischen und kulinarischen Auftakt. Um 19 Uhr steht die Vernissage "Kerwa young faces" mit musikalischer Untermalung an. Am Donnerstag wird man um 18 Uhr von der Kirche zum Dreschhallenplatz, wo die offizielle Eröffnung stattfindet, marschieren. Anschließend gibt es im Gasthaus Wagner Livemusik mit "Bumsi & the Pimperboyz". Am Freitag startet man um 15 Uhr mit der Kerwarunde. Am Abend ist Scheunen-Party mit Barbetrieb beim Christoph angesagt. Einen Tag später, am Samstag, beginnen bereits um 8 Uhr die Kirchweihständchen. Parallel dazu gibt es ab 9 Uhr einen musikalischen Weißwurstfrühschoppen beim "Bondi".

Zum Kerwa Heimspiel empfängt um 15 Uhr die SG Nordhalben die SG Kleintettau/Buchbach. Ab 20 Uhr spielen die "Ghostriders" zum Kerwatanz der Generationen im "Haus des Gastes". Höhepunkt wird am Sonntag um 10 Uhr der festliche Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Bartholomäus sein. Bereits um 9.45 Uhr trifft man sich zur Kirchenparade.

Am Sonntagabend ist das "Kerwa-Wirtshaussingen des Frankenwaldvereins" in der Klöppelschule geplant. Der Kerwa-Ausklang am Montag beginnt um 9 Uhr beim "Spündfleischfrühschoppen" im Gasthaus Wagner. Zeitgleich wird die Musikkapelle noch einmal Kerwaständchen spielen. Am Nachmittag gibt es neben dem Vergnügungspark am Dreschhallenplatz auch wieder Kaffee und Kuchen im "Haus des Gastes". Ab 18 Uhr findet dann nach dem gemeinsamen Kerwaumzug der Ausklang im "Hotel zur Post" statt. Die Nordhalbener Gaststätten laden mit diversen Kirchweihspeisen zum Genießen ein.

Vor 300 Jahren musste man sich aufgrund des schlechten Zustands der Nordhalbener Pfarrkirche für ein neues Gotteshaus entscheiden. Die Grundsteinlegung der ehemals barocken Kirche war am 4. Mai 1707, die Einweihung rund acht Jahre später am 25. Juli 1715. In dieser Zeit hatte die Nordhalbener Bürgervertretung ausdrücklich bestätigt, dass bei einem Kirchenbau die Pfarrei das Geld für die Handwerker und das Material gibt, die Bewohner der Marktgemeinde aber seit alters dabei Frondienste verrichten.

Vor mehr als 150 Jahren wurde das Gotteshaus beim großen Brand von Nordhalben, bei dem die ganze Gemeinde bis auf wenige Häuser den Flammen zum Opfer fiel, zerstört. Sofort danach begann man mit dem Wiederaufbau, der Grundstein an der südwestlichen Ecke der Kirche trägt die Jahreszahl 1858 als Grundsteinlegung.

Bereits in den 20er Jahren des vorhergehenden Jahrtausends war die Seelenzahl der katholischen Pfarrgemeinde größer geworden, sodass die Kirche längst zu klein war, um die Gläubigen zu fassen. Im Sommer an den Sonn- und Feiertagen war dies nur möglich, wenn die Türen offen blieben. Im Winter hingegen bei eisiger Kälte war dies unmöglich. In der schweren Zeit nach der Inflation setzte die ganze Pfarrgemeinde ihre Kraft ein und erweiterte um 1928 das Gotteshaus.

In den folgenden Jahrzehnten wurde das Gotteshaus immer wieder der Zeit angepasst, so veranlasste der ehemalige Pfarrer Hans Martin in 1987/88 die Umgestaltung des Chorraumes. Der alte Altar wurde mit der dunklen Marmorverkleidung des Chorraumes entfernt und an seine Stelle ein Wandtabernakel errichtet. Zur neuen Ausstattung zählen Altar, Ambo, Taufbecken und Osterleuchter sowie zwei Stelen für Evangeliar bzw. Öle und Ewiges Licht. Anfang dieses Jahrtausends wurde das Gotteshaus von Grund auf renoviert. Vor einigen Jahren konnte nach weiteren Umbau- und Sanierungsarbeitern die neue Rieger-Orgel ihren Dienst aufnehmen.

Autor

Michael Wunder
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Veröffentlicht am:
19. 09. 2019
18:04 Uhr

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Michael Wunder

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Veröffentlicht am:
19. 09. 2019
18:04 Uhr



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