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Kronach

Eine letzte Chance fürs Klöppelmuseum

Bernd Daum bringt im Marktgemeinderat konkrete Vorschläge ein, wie die Einrichtung gerettet werden könnte. Unter anderem müsse man das Marketing verbessern.



Nordhalben - Die Zukunft des Klöppelmuseums hat erneut den Nordhalbener Marktgemeinderat beschäftigt. Bereits in der Sitzung am 2. April war darüber heftig diskutiert worden. Damals brachte Bernd Daum (FW) Ideen ein, die er nun ausformuliert hatte. Er betonte, man solle den Verantwortlichen noch Zeit geben, um die Ideenwerkstatt und den Betriebscheck aufzuarbeiten. Zwar hänge das Damoklesschwert Stabilisierungshilfe über der Gemeinde, aber man solle doch ein Zeichen setzen und sagen: "Wir wollen das Klöppelmuseum."

Aus dem Gemeinderat

Am 14. Mai findet in Bayreuth die Gerichtsverhandlung zwecks des Wasserrechts der Quellen statt. Die Tempo 30-Schilder im Bereich der Schule und Kirche wurden nun endlich aufgestellt. Die Infoveranstaltung zum Thema Biodiversität wurde gut angenommen. Zehn Kommunen in Bayern nehmen daran teil und alle haben unterschiedliche Ausgangspositionen. "Wir können zwar nicht die Welt retten, aber wir können etwas dazu beitragen", sagte Bürgermeister Pöhnlein.


Daum führte die einzelnen Punkte seines Vorschlages auf. So solle der Nachwuchs auch weiterhin gefördert werden, das heißt, der Schulungsbetrieb der Ganztagesschule wird fortgesetzt. Bei den Klöppelkursen habe es in letzten Jahren sehr wenig Teilnehmer gegeben, es fehle einfach an einem guten Konzept. Man solle nun die Stärken erkennen. Am bestehenden System solle man zwar nicht rütteln, aber für 2020 eventuell die Kurse nur noch über die vhs anbieten. Das Hauptaugenmerk soll sich auf das Museum richten.

Die Hauptaufgabe des Klöppel-Teams werde es laut Daum sein, das Marketing zu verbessern. Der Kulturausschuss solle den weiteren Weg des Museums begleiten und alle drei Monate Rückmeldung an den Gemeinderat mit belegbaren Zahlen geben. Nach einem Jahr werde man Bilanz ziehen und neu beraten, wie es weitergeht.

Die anschließende Diskussion eröffnete Hans Blinzler (CSU), der den Antrag als gut ansah, aber dem Punkt der Klöppelkurse über die vhs nicht zustimmen konnte. Es gebe da keine qualifizierten Lehrer und man könne auch nicht so viel anbieten wie bisher. Eine vollständige Weggabe der Kurse fand er nicht gut. Es bestehe auch die Gefahr, dass diese Klöppelkurse dann einmal einfach einschlafen. Für Bernd Daum (FW) war es kein Problem, bei seinem Antrag diesen Punkt vorläufig auszuklammern. Die Kurse laufen momentan noch wie gehabt und man könne sich im Herbst noch einmal unterhalten.

Der gleichen Meinung war auch Fraktionsvorsitzender Michael Wunder (CSU), der diesen Punkt ebenfalls raushalten wollte. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) sagte, dass es teilweise negative Rückmeldungen bei den Kursen gegeben habe. Hier müssten die Voraussetzungen besser werden, die Kursleiter, das Rahmenprogramm usw. Man solle nun versuchen, bis April 2020 hier wieder alles auf einen guten Kurs zu bringen, sonst müsse man dann Konsequenzen ziehen.

Auch Horst Wolf (FW) meinte, dass man in die Zukunft schauen müsse, der Kulturausschuss und die Museumsleitung sollten mit ihrem Marketing voran gehen und die Marke "Spitzenort am Grünen Band" halten und wieder mehr damit werben. Die Vorsitzende des Klöppelschulfördervereins, Gabriele Taubald-Porzelt, ging kurz auf das Konzept der Kurse ein. Viele Teilnehmer kämen nicht aus dem Landkreis, deshalb gehe man mit ihnen, wenn gewünscht, zum Mittagessen und Kaffeetrinken, mache Besichtigungen und bereite Wanderungen usw. vor. Das Konzept habe sich dahingehend schon sehr verbessert und sei bereits im Jahr 2019 angekommen.

Nach dieser Diskussion wurde der Antrag von Bernd Daum (FW) einstimmig angenommen, das Thema Klöppelkurse wurde davon ausgeklammert.

Der Schwerpunkt der Vorbereitenden Untersuchungen (VU) wird auf die Ortskernentwicklung und die Ortsentwicklung gesamt gelegt. Die Gebiete, auf die man sich konzentrieren wird, sind vor allem der Ortskern und der Bereich um den Bahnhof. Letzterer ist hauptsächlich der Wunsch der Regierung. In der Sitzung wurde nun das Gebiet grafisch vorgestellt. Dieser Vorschlag vom Ortskern bis zur Neuen Welt und der Bereich Bahnhof wurden einstimmig angenommen.

Kämmerer Norbert Neugebauer informierte darüber, dass der Antrag für die Stabilisierungshilfe gestellt wurde und man hoffe, diese wieder zu bekommen, vor allem, um den Schuldenabbau weiter voranzutreiben. Der Haushalt wird gerade erstellt. 2018 konnte er mit einem Überschuss von etwa 200 000 Euro abschließen, die als Rücklage zugeführt wurden.

Einstimmig wurde beschlossen, den Betrag aus dem Nordhalben-Fonds, der jedes Jahr dem Gartenbauverein für die Verschönerung des Ortes bewilligt wird, von 1000 auf 1200 Euro aufzustocken. Im Zusammenhang mit dem "Nordhalben Village" wurden Arbeiten für zwölf Gewerke vergeben. Teilweise haben diese bereits begonnen. Vom Innenputz bis hin zu den Fließen und Sanitär geht es nun voran. Die dringende Sanierung des Sandsteinsockels am Rathaus wurde an die Firma Gehring aus Kronach vergeben.

Autor

Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
18:34 Uhr

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Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
18:34 Uhr



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