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Kronach

Einmal in der Rolle des Chirurgen

Bei der "Langen Nacht der Medizin" gewährte die Frankenwaldklinik Einblicke in die einzelnen Fachbereiche. Und die Gäste durften sogar selbst "Hand anlegen".



Eine Hüftprothese einzusetzen, ist harte Arbeit wie die Gäste in der Orthopädie und Unfallchirurgie an einem Modell selbst nachvollziehen durften. Fotos: Karl-Heinz Hofmann   » zu den Bildern

Kronach - Vertrauen aufbauen durch Kennenlernen und Informieren: Dies war Sinn und Zweck der "Langen Nacht der Medizin" an der Helios Frankenwaldklinik. Geschäftsführer Philipp Löwenstein hieß dabei alle Gäste zu einen Rundgang durch die verschiedenen Fachbereiche willkommen, darunter auch Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein. Der Geschäftsführer wies auf das breite, ausgewogene Spektrum für eine komplexe Regionalversorgung an der Helios Frankenwaldklinik hin, die sich zu einem modernen Gesundheitszentrum in Oberfranken entwickelt habe. In jedem Fachbereich, ob Kardiologie, Gastroenterologie, Geriatrie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Geburtshilfe und Gynäkologie, Radiologie, Anästhesie oder Intensivmedizin sowie in der Belegabteilung Hals Nasen Ohren (HNO), stünden überall moderne diagnostische Verfahren zur Verfügung. Vor allem seien das biplane Herzkatheterlabor mit Elektrophysiologie-Messplatz und ein 40-Zeiler-CT hervorzuheben. Das Personal sei dabei stets um das Wohl der Patienten bemüht, so Löwenstein.

Ärztlicher Direktor Eike Dedow wies besonders darauf hin, dass nicht nur alle Mediziner der Klinik mit allen regionalen und zentralen Ansprechpartnern zusammenarbeiten, kritische Fälle oder besonders schwere Erkrankungen würden in der Klinik auch in einem speziellen Gremium besprochen, um so für den Patienten das optimale Therapiekonzept zu finden.

Beiergrößlein betonte, Vertrauen ins Personal sei enorm wichtig. Dies entstünde nicht nur durch den persönlichen Kontakt mit den Ärzten. Es sei auch wichtig, die Technik an der Klinik besser kennenzulernen. Am besten sei es, man hole sich Informationen ein, bevor man als Patient in die Klinik komme. Insofern sei der Tag der offenen Tür in der Helios Frankenwaldklinik, ein wichtiger Beitrag. Wenn man wisse, wer operiert und wie mit welchen Instrumenten operier t werde, dann nehme das Angst und schaffe das Vertrauen. Er spreche durchaus auch aus eigener Erfahrung, so der er Bürgermeister, der sich beim Rundgang beeindruckt von der instrumentalen Einrichtung und der Technik wie auch von der hohen Kompetenz und Offenheit der Ärzte und des Fachpersonals zeigte. Er dankte, wie schon zuvor der Geschäftsführer, allen, die an der wochenlangen Vorbereitung einer solchen Mammutveranstaltung mitwirken und den Fachkräften, die über fünf Stunden lang geduldig den Gästen Rede und Antwort standen und diesen viele wichtige Informationen auch über Prävention mit auf den Weg gaben.

Ein ganz wichtiges Thema sei die Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs, erklärte Chefarzt Professor Dr. Klaus Mönkemüller und rief prompt Frauen wie Männer ab 50 zur Voruntersuchung auf. "Früh erkannt ist Darmkrebs sehr gut heilbar!", so der Experte. Aus diesem Grund böten gesetzliche Krankenkassen allen Versicherten die Möglichkeit, an der Darmkrebs-Früherkennung teilzunehmen. Dies sei auch für Personen gedacht, die keine Anzeichen und kein besonderes Risiko für Darmkrebs hätten. Es bestehe außerdem eine 24-Stunden-Endoskopiebereitschaft für Notfälle, wie Blutungen im Magen-Darm-Trakt, eingeklemmte oder verschluckte Gegenstände oder eingeklemmte Gallensteine.

Das Besondere an dem Rundgang zur "Langen Nacht der Medizin" war zweifellos, dass Gäste selbst Hand anlegen durften, zum Beispiel konnten sie mit dem Endoskop Darm und Bauchraum eines Modells untersuchen oder einen Herzkatheter fühlen und Stents (Implantate zur Gefäßerweiterung) besichtigt werden. Richtig zur Sache ging es in der Orthopädie und Unfallchirurgie.

In allen Fachbereichen wurde man gut beraten und freundlich empfangen. Das Stadtoberhaupt durfte an einer Puppe eine Reanimationsmaßnahme durchführen. Für die Kinder gab es ein Spielmobil. Für Spannung sorgte bei Erwachsenen eine Quizrallye, bei der eine Ballonfahrt zu gewinnen war. Die St. Georgs-Bläser unterhielten mit Blasmusik, daneben gab es Bratwürste vom Grill. Am Klinikeingang war ein großes begehbares Herzmodell aufgebaut, das über Aufbau und Funktion des Organs im Detail informierte.

Autor

Karl-Heinz Hofmann
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
08. 07. 2019
15:48 Uhr

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Karl-Heinz Hofmann

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Veröffentlicht am:
08. 07. 2019
15:48 Uhr



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