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Kronach

Erst Corona und jetzt noch ein Einbruch

Für die Theisenorter Turn- und Sportfreunde kommt es knüppeldick: Unbekannte haben fast alle Gerätschaften für die Rasenpflege geklaut. Nun hofft man auf Spenden.



Nur einen fast antiken Rasenmäher haben die Einbrecher zurückgelassen. Thomas Franz, Thomas Resch und Jannik Ultsch vom jungen Vorstandsteam (von links) nehmen es aktuell mit Galgenhumor. Foto: Peter Fiedler   » zu den Bildern

Theisenort - Bei den Turn- und Sportfreunden aus Theisenort ist man fassungslos: In der vergangenen Woche wurde beim Verein eingebrochen, sämtliche Gerätschaften für die Grünpflege haben die Diebe mitgehen lassen, darunter auch zwei Rasentraktoren. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehr als 20 000 Euro. Diese Situation stellt die junge Vorstandschaft knapp ein Jahr nach ihrer Wahl vor eine riesige Herausforderung.

Spendenkonto

Raiffeisenbank Küps-Mitwitz-Stockheim eG, IBAN DE25 7706 9044 0100 5047 00, Verwendungszweck "SpendeTSF Theisenort". Bei Spenden über 200 Euro bitte für die Ausstellung der Spendenquittung die Anschrift mit angeben.

 

Derzeit laufen auch noch die letzten Arbeiten bei der Sanierung der Sportheim-Gaststätte unter Mithilfe von Thomas Franz, Thomas Resch und Jannick Ultsch vom Vorstandsteam. Die Sanierung wurde notwendig, weil Ende des vergangenen Jahres ein schwerer Wasserschaden in den Kellerräumen und der Gaststätte entstanden war. "Der Schaden blieb längere Zeit unentdeckt und die Beseitigung ist deswegen kostenintensiv. Das war noch vor Corona und wir entschieden uns dafür, bei der Gelegenheit die Gaststätte mit auf Vordermann zu bringen und investierten einen mittleren vierstelligen Betrag", so Thomas Resch.

 

Doch dann kam Corona mit seinen Folgen für den Sport. Seit dem Stopp des Spielbetriebs hat der Verein keine Einnahmen mehr. "Die Gaststätte hat nur bei Spielbetrieb geöffnet und kann nur dann Umsatz machen. Zudem können wir geplante Jugendturniere nicht veranstalten", erklärt Thomas Resch. Auch die Jugendarbeit in den Schulen und Kindergärten und viele weitere Aktionen sind ausgefallen. Ein schwerer Schlag für den Verein.

Zu allem Überfluss kommt nun noch der Einbruch am 25. Mai dazu. Thomas Franz erinnert sich: "Ich habe die Garage aufgesperrt und das Tor hat dabei etwas geklemmt. Dann habe ich in eine leere Garage geschaut. Zuerst dachte ich: ‚Vielleicht sind die Geräte zur Wartung und es hat mir niemand gesagt‘. Doch nachdem ich meine Vorstandskollegen angerufen hatte, war klar, dass bei uns eingebrochen wurde."

Ein Fall für die Versicherung? Leider Fehlanzeige. "Im Sportheim ist in der Vergangenheit des Öfteren eingebrochen worden, woraufhin der Versicherungsbaustein seitens des Versicherers gekündigt wurde. Die Suche nach einem neuen Versicherungspartner war für die damals verantwortliche Vorstandschaft leider nicht von Erfolg gekrönt", erklärt Thomas Resch.

Die Polizei war schnell zur Stelle. Die Beamten machten dem Verein allerdings wenig Hoffnung, dass die gestohlenen Geräte wieder den Weg zu den TSF zurückfinden. "Anscheinend haben sich die Diebe auf Gartengeräte spezialisiert und machen diese zu Geld", schätzt Jannik Ultsch. Schließlich ist es nicht so einfach, zwei Rasentraktoren abzutransportieren.

Nun muss sich der Verein Gedanken darüber machen, wie er die rund 20 000 bis 25 000 Euro für die Ersatzbeschaffung der Geräte und den Austausch der Garagentore aufbringen kann. Die Finanzausstattung ist aus den genannten Gründen derzeit mehr als übersichtlich. Für den Verein ist die aktuelle Situation eine Katastrophe. Auf den Sport umgemünzt sei sie mit einem Kreuzband-riss vergleichbar - allerdings bei der gesamten ersten Mannschaft gleichzeitig und jeweils beidbeinig.

Seitens der Bevölkerung ist das Mitgefühl mit den TSF groß. "Viele haben uns darauf angesprochen und auch benachbarte Vereine waren fassungslos", so Thomas Resch. Über die sozialen Medien verbreitete sich die Nachricht in Windeseile.

Aufgeben will man beim Traditionsverein nicht. Gemeinsam mit engagierten Mitgliedern und befreundeten Vereinen hat sich Thomas Resch bereits einige Gedanken gemacht: "Eine Idee ist, Karten für ein virtuelles Fußballspiel zu verkaufen. Ob das nun beispielsweise online stattfindet oder gar nicht ausgespielt wird, sondern der Kartenpreis quasi als Spende gilt, das ist noch offen". Als Erstes haben die TSF dieser Tage einen Spendenaufruf an die Bevölkerung gestartet (siehe Infobox). Der Verein hofft dabei auf die Unterstützung der Bürger, die dem Sport und den TSF wohlgesonnen sind.

Autor

Peter Fiedler
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Veröffentlicht am:
05. 06. 2020
17:38 Uhr

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Peter Fiedler

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Veröffentlicht am:
05. 06. 2020
17:38 Uhr



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