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Kronach

Esel behindern Verkehr bei Mitwitz

Für die drei Esel war es ein gemütlicher Ausflug, für Autofahrer eine anspruchsvolle Situation.



Esel knabbert Sportwagen an
Ein Esel auf einer Weide (Symbolbild)   Foto: Hit Radio FFH/Hit Radio FFH/dpa

Denn drei der Lasttiere sind am Montagmorgen die Straße vom Sonnefelder Ortsteil Wörlsdorf nach Mitwitz entlang gelaufen - zur Überraschung der Verkehrsteilnehmer. Laut Günter Kiesewetter, Sprecher der Polizeiinspektion Neustadt bei Coburg, hatte der Besitzer seine Tiere bis Mittag wieder eingefangen und die Gefahr für Esel und Autofahrer von der Straße geführt. Beamte seien nicht ausgerückt. Darauf hätten ihn seine Kollegen aus Kronach hingewiesen, wie er auf Nachfrage der Neuen Presse mitteilte. Einen Einsatz habe es wegen den lebenden Verkehrshindernissen nicht gegeben, bestätigte Gerhard Anders, Pressesprecher der Polizeiinspektion Kronach: "Bei uns ist nichts eingegangen." Bis es soweit war, mussten alle Verkehrsteilnehmer allerdings eine Gelassenheit aufbringen, wie sie die Esel an diesem Tag zeigten.

Ab dem Ortsausgang von Wörlsdorf waren sehr langsam fahrende Autofahrer in beiden Richtungen zu beobachten. Höchstgeschwindigkeit an der Stelle eigentlich: 70 Stundenkilometer. Nach einigen Metern war der Grund für die Schrittgeschwindigkeit klar und drei, auf der Fahrbahn spazierende Esel zu erkennen. Sie liefen auf der rechten Spur Richtung Mitwitz. Und das stur in ihrem eigenen Tempo, egal wie viele Autos sich gerade hinter ihnen stauten. Feldwege, um die Straße zu verlassen, ließen sie links wie rechts unbeachtet und trabten gemächlich ihrem vermeintlichen Ziel, der Ortschaft Mitwitz, im Landkreis Kronach entgegen. Autofahrer mussten sich gedulden. Denn zwischen den beiden Ortschaften folgen mehrere, enge Kurven und eine nicht einzusehende 90-Grad-Kurve dicht aufeinander. Überholen ist dort kaum möglich - mit drei Eseln vor der Motorhaube noch weniger.

Nach und nach umkurvten Fahrer um Fahrer die Tiere nach einer gewissen Wartezeit dann aber doch. Vorausgesetzt es kamen keine Fahrzeuge entgegen. Auch der Gegenverkehr fuhr Schrittgeschwindigkeit, um die Tiere nicht aufzuschrecken. Eine plötzliche Richtungsänderung der Esel schien jedoch unwahrscheinlich. Denn die Tiere sahen sich auch von großen Traktoren mit Anhängern nicht dazu veranlasst ihre insgesamt zwölf Hufe schneller in Richtung Landkreisgrenze zu bewegen.

Wo die drei Tiere ihren Ausflug begonnen haben, lässt sich wohl nicht mehr klären. Claus Höcherich (Gemeinschaft Unabhängiger Bürger), 2. Bürgermeister der Gemeinde Sonnefeld, erklärte, dass es einen Eselhalter im Ortsteil Zedersdorf gebe. "Er hat aber nur zwei Tiere." Doch egal woher die Esel kamen und wohin sie ziehen wollten: Ihrem Ruf als störrische Tiere wurden sie in jedem Fall gerecht.

Autor

Yannick Seiler
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Veröffentlicht am:
20. 08. 2019
00:00 Uhr

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Autor

Yannick Seiler

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Veröffentlicht am:
20. 08. 2019
00:00 Uhr



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