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Kronach

Freie Wähler schicken Katholing ins Rennen

Der frisch nominierte Kandidat fürs Mitwitzer Bürgermeisteramt trägt Fliege und gibt sich bescheiden. Doch als Sportler wisse er, so der FW-Vorsitzende, wie man Rennen gewinnt.



Sigi Katholing (Mitte) geht als Kandidat für die Freien Wähler an den Start. Er möchte 2020 Bürgermeister der Marktgemeinde Mitwitz werden. Unterstützung bei seiner Kandidatur bekommt er von (von links) Bernd Steger, Harald Bauersachs, Wolfgang Götz und Timo Vetter. Foto: Maria Löffler  

Mitwitz - Sie haben ein deutliches Zeichen gesetzt, die Freien Wähler (FW) in Mitwitz: Sigi Katholing wurde einstimmig als Kandidat für das Bürgermeisteramt nominiert. Mit ihm steigt auch gleichzeitig der erste FW-Kandidat im ganzen Landkreis in den Ring. Wie die Wahl 2020 ausgehen wird, weiß zwar noch niemand, aber Katholing ist sich sicher: "Es wird eine große Überraschung geben."

In seiner Nominierungsrede betonte er, dass er sich keinen Wahlkampf, sondern einen Wahlwettbewerb wünsche, aber da holte ihn Kreisvorstand Timo Vetter augenblicklich auf den Boden der Tatsachen zurück: "Meine Erfahrung zeigt, es wird in einem Kampf enden. Aber das hat auch sein Gutes. Nur so erkennt man die wahren Charakterzüge der Kandidaten." Und einen weiteren Tipp hatte er noch für Sigi Katholing: "Mit großen Emotionen kommt man nicht weit. Man muss gelassen und besonnen agieren. Schaumschläger sind noch nie Bürgermeister geworden." Auch Bernd Steger vom Kreisvorstand sicherte Katholing seine Unterstützung zu: "Allerdings nicht als Landrat, da kriege ich eins auf die Mütze." Aber ich unterstütze persönlich sehr gerne einen Menschen, der voller Ideen und Tatendrang ist."

Katholing selber gab sich ziemlich locker. Seinen Werdegang von der Geburt bis heute ließ er als Bildausdrucke an eine Wäscheleine klammern. Als Ausdauersportler sei er es gewohnt, sehr lange durchzuhalten, versicherte er. Dies gelte auch für den Wahlkampf und für alles, was danach komme. Katholing, der 1964 als drittes von vier Kindern geboren wurde, ließ sein bisheriges Leben in Stichpunkten Revue passieren. Zwei Schicksalschläge hätten ihn verändert: "Als meine Mutter und mein Bruder gestorben sind, wurde ich nachdenklich, ernst und reserviert."

Aus dem Schatten seiner Trauer sei er beim Sport getreten. Fußball, Leichtathletik und Volleyball habe er gespielt und er erzählte auch vom Schachclub und seiner Musikerkarriere. Bei den Sportveranstaltungen, die er organisiert habe, hob er vor allem den Wasserschloss-Mitwitz-Lauf hervor. Auch seine beruflichen Tätigkeiten (Straßenbau- und Wasserwirtschaftsamt) wären gute Voraussetzungen für das angestrebte Amt. Katholing überlegte laut, was ein Bürgermeister denn an Eigenschaften so mitbringen müsse. "Er muss zuhören, Dialoge suchen, Menschen ernst nehmen, Ideen annehmen und Projekte umsetzen. Und ich möchte die Mitwitzer Bürger zu jedem Zeitpunkt einbeziehen. Außerdem verfüge ich über eine gute Portion Lebenserfahrung, gesunden Menschenverstand und Organisationstalent. Und ich möchte kein Solounterhalter sein."

Katholing hob im Anschluss besonders auch die Verdienste der Freien Wähler in Mitwitz hervor und lüftete das Konzept, das ihm den Sieg über den Bürgermeistersessel bescheren soll: "Wir wollen offene Teilbereiche abschließen, damit der Ortskern noch attraktiver wird. Weiter werden wir die Infrastruktur verbessern und in den Dialog mit Gewerbetreibenden treten. Tourismus, Kultur und Gastronomie wollen wir fördern und das Potenzial Wasserschloss als Aktivposten einen noch größeren Stellenwert verleihen. Wir werden neue Ideen für Kirchweih und Märkte erarbeiten, energiesparende Techniken platzieren und uns um eine ökologische Unterhaltung der gemeindlichen Fließgewässer kümmern." Außerdem wolle man der Flächenversiegelung entgegentreten. "Wir stehen zudem für ein lebendiges Vereinsleben und einen guten Zusammenhalt und wollen wir die Kommunikation in der Gemeinde verbessern." Katholing verwies in diesem Zusammenhang auf seine guten Kontakte zu politischen Größen, auch über Parteigrenzen hinweg. Wahlleiter Harald Bauersachs informierte zudem , dass es mit den Freien Wählern keinen gemeinsamen Wahlvorschlag mit anderen Parteien oder Gruppierungen geben werde.

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Maria Löffler
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Veröffentlicht am:
16. 05. 2019
13:34 Uhr

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Maria Löffler

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16. 05. 2019
13:34 Uhr



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