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Kronach

Freie Wähler stellen die Weichen

50 Frauen und Männer schaffen es auf die Liste der Kreistags-Kandidaten. Darunter ist auch ein bekannter Name, der viele Jahre bei einer anderen Partei zu finden war.



50 Kandidaten und vier Ersatzleute hatten es auf die Liste der Freien Wähler für die Kreistagswahl 2020 geschafft. Foto: Maria Löffler  

Haig - Die Freien Wähler haben sich am Freitag im Gasthof Detsch in Haig zur Nominierung ihrer Kreistagskandidaten getroffen. Sie präsentierten eine Liste von 50 Personen plus vier Ersatzleute.

Die Kandidaten

So sind die Plätze der 50 Kandidaten für die Kreistagsliste der Freien Wähler der Reihe nach verteilt: Stefan Wicklein (Kronach), Tino Vetter (Kronach), Rainer Detsch (Stockheim), Gerhard Löffler (Tettau), Hans Pietz (Pressig), Wolfgang Beiergrößlein (Kronach), Bernd Steger (Küps), Peter Hänel (Wallenfels), Hermann Feuerpfeil (Ludwigsstadt), Siegmund Katholing (Mitwitz), Uwe Zipfel (Steinbach am Wald), Norbert Gräbner (Marktrodach), Martin Wachter (Wilhelmsthal), Michael Gödel (Weißenbrunn), Roland Funk (Pressig), Harald Schnappauf (Tschirn), Michael Zwingmann (Kronach), Stefan Häfner (Stockheim), Michael Pöhnlein (Nordhalben), Carsten Löffler (Tettau), Nikolai Hiesl (Küps), Michael Hebentanz (Teuschnitz), Herbert Clerico (Wilhelmsthal), Barbara Bayer (Kronach), Elisabeth Baierlein (Stockheim), Wolfgang Götz (Mitwitz), Ingo Holzmann (Pressig), Hans Haase (Ludwigsstadt), Hubert Bähr (Marktrodach), Laura Zipfel (Steinbach am Wald), Uwe Detsch (Kronach), Heiko Meusel (Küps), Dirk Kreul (Stockheim), Thomas Müller (Pressig), Gerhard Sesselmann (Küps), Cordula Söllner (Tettau), Martin Heidenbluth (Mitwitz), Hedwig Klinger (Stockheim), Carolin Wicklein (Wallenfels), Christian Spindler (Weißenbrunn), Harald Bauernsachs (Mitwitz), Karl Heinz Hühnlein (Küps), Andreas Wohlfahrt (Ludwigsstadt), Rudi Jaros (Stockheim), Anette Christel (Tettau), Winfried Bayer (Mitwitz), Andrea Fiedler (Kronach), Jens Schick (Kronach), Bernd Redwitz (Weißenbrunn) und Michael Linke (Marktrodach).

Nachrücker sind: Christian Scheidig (Ludwigsstadt), Martin Schülein (Tettau), Marina Zwingmann (Kronach) und Helga Mück (Küps).


Humorlos, verbissen und unflexibel zeigten sie sich dabei nicht, denn während auf der Bühne hinter dem großen roten Vorhang das "Fotoshooting" für den Flyer lief, funktionierten sie kurzerhand "a Speiamela" zur Wahlurne um. Dabei hatte Versammlungsleiter Klaus Hannweber "höchstes Protokoll", viele Formalien und rechtliche Grundlagen angekündigt. Das hörte sich erst einmal nach einer trockenen Veranstaltung an. Dass dennoch alles etwas lockerer und vor allem zügig über die Bühne ging, dafür waren alle Anwesenden dankbar. So wurde "en bloc", also im Ganzen und vor allem geheim abgestimmt. Festgelegt habe man im Vorfeld auch die Regularien wie "keine Mehrfachnennungen" oder die "Aufrückung der ganzen Liste", falls ein Ersatzkandidat zum Tragen käme. 30 Wahlberechtigte schritten am Ende zur Urne, und das Ergebnis war wenig verblüffend. Für die Liste der 50 Kandidaten stimmten 29 mit einem "Ja". Eine Streichung wurde gewünscht. Bei den Ersatzleuten kam es ebenfalls zu 29 Ja- und einer Nein-Stimme.

Zu einer kurzen Rechenaufgabe geriet Punkt fünf der Tagesordnung: "Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten". Klaus Hannweber: "Wenn man jedem nur fünf Minuten Redezeit einräumt, dann kommt man auf? Genau - auf viel zu viel Zeit. Aber ich muss erwähnen, dass diese Möglichkeit existiert. Man muss sie aber nicht wahrnehmen." So kam es, dass alle auf ihr Rederecht verzichteten, und Hannweber übernahm diesen Part.

Sah man sich den zwölften Platz auf der Vorschlagsliste an, dann traf man auch hier auf einen bekannten Namen. Der stand allerdings viele Jahre auf einer anderen Liste. Norbert Gräbner, langjähriges SPD-Mitglied, fand bei den Freien Wählern eine neue, politische Heimat. "Allerdings habe ich darum gebeten, dass ich ‚parteilos anständig‘ bleiben darf." Eine Bauchentscheidung sei es gewesen, in gegenseitigem Einvernehmen. Er bleibe also "politisch klimaneutral, aber ich bin mir bewusst, dass man vor allem als Kreisrat etwas bewegen kann. Und dazu muss man eben auf einer Liste stehen." Warum er zu den Freien Wählern ging, erklärte er ebenfalls: "Die politischen Inhalte sind gar nicht mehr sehr weit voneinander entfernt. Man kann sich mit vielem identifizieren."

Eingangs hatte Kreisvorsitzender Tino Vetter über eine "Weichenstellung" gesprochen und darüber, dass man sich im Vorfeld schon Gedanken über die Liste gemacht habe. "Uns beschäftigten dabei Fragen wie: Wer führt die Liste an? Wer bekommt Spitzenplätze? Sind alle Funktionsträger berücksichtigt? Sind alle Ortsverbände gerecht verteilt?" Das Ergebnis, das an diesem Abend präsentiert wurde, werde allen gerecht, meinte der Kreisvorsitzende. Der einzige Punkt, an dem man noch arbeiten könne, sei die Frauenquote, aber auch da bleibe man dran.

Autor

Maria Löffler
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Veröffentlicht am:
20. 10. 2019
17:10 Uhr

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Maria Löffler

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Veröffentlicht am:
20. 10. 2019
17:10 Uhr



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