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Kronach

Frische Kraft für ein blühendes Wallenfels

Die Freien Wähler nominieren ihre Kandidaten für die Wahl 2020. Das Team um Marco Fischer hat sich so einiges auf die Agenda geschrieben.



Voll motiviert zeigten sich die Kandidaten der Freien Wähler. Es fehlen Marcus Schön und Michael Braunersreuther. Foto: Jürgen Schlee  

Wallenfels - "Die Freien Wähler wollen die Flößerstadt wieder attraktiver machen. Dabei gilt es, auch die Leidenschaft der Bürger zu wecken", so der neu gewählte Vorsitzende Marco Fischer , der auch an der Spitze der Bewerberliste der Freien Wähler für die Kommunalwahl 2020 steht. Die Liste verdeutliche, so Fischer bei der Vorstellung der Kandidaten, dass man mit einer neu zusammengestellten Mannschaft auf den Platz gehe, die hoch motiviert sei. Vier Frauen und zehn Männer gehen an den Start. Der Alterspegel bewegt sich zwischen 22 und 60 Jahren.

Die Kandidaten

Als Stadtratskandidaten gehen in der Flößerstadt ins Rennen: Marco Fischer (Schnappenhammer), Jennifer Schmitt, Sieglinde Stumpf (Schnaid), Marcus Schön (Wolfersgrün), Frank Müller, Daniele Fleischer, Dominik Stumpf, Uwe Detsch, Michael Braunersreuther (Wolfersgrün), Sascha Reuther, Elke Kleylein-Feuerstein, Jörg Gutseel (Schnaid), Werner Wich (Schnappenhammer), Andreas Simon.

Ersatzkandidaten sind Marga Müller, Jürgen Fleischer.


Viele der Bewerber brächten sich bereits ehrenamtlich in das Gemeindeleben ein. Man habe auch mehrere Vertreter der Ortsteile gewinnen können und nach intensiven Beratungen sich bewusst dafür entschieden, keinen eigenen Bewerber um das Amt des Bürgermeisters zu stellen, so Fischer. Die Zusammenarbeit im Stadtrat solle so auch in Zukunft konstruktiv und harmonisch weitergeführt werden.

Das gemeinsam erarbeitete Wahlprogramm sei geprägt von der Zuneigung zur Heimat. Man habe sich zum Ziel gesetzt, die Flößerstadt wieder aufblühen zu lassen. Dabei gehe es nicht nur darum, möglichst viele Blumen zu pflanzen. Es gelte, wieder Verantwortung für Wallenfels zu übernehmen und mit anzupacken. Die großen Erwartungen, die vor sechs Jahren bei der letzten Wahl geweckt worden seien, seien nicht oder nur zum Teil erfüllt worden. Es werde viel geredet, aber zu wenig verändert. Durch Visionen alleine könne man das Morgen nicht gestalten, so Fischer in einem beherzten Statement. Der Blick müsse nun voraus in die Zukunft gerichtet werden.

Bei der Stadtkernsanierung sei besonders die Stagnation spürbar. Nach beginnender Euphorie durch erste wahrnehmbare Ortsbildveränderungen wie dem Abriss von maroden Gebäuden, sei Ernüchterung durch den aktuellen Stillstand eingetreten. Die architektonisch fragwürdige und überteuerte Sanierung des ehemaligen Becker-Hauses am Marktplatz müsse nochmals auf den Prüfstand gestellt werden. Viele Bürger sähen größere Notwendigkeiten in einer Verbesserung der Gehsteige im Ortskern. Auch befänden sich die Ortsstraßen in einem teilweise desolaten Zustand. Jedes Jahr nur eine Straße zu sanieren, dauere einfach zu lange. Sinnvoll wäre in der Stadtverwaltung ein Bauexperte, der die vielen anstehenden Probleme professionell und steuernd angehen könne.

Im Bezug auf das Bildungszentrum (BIZ) werde es höchste Zeit, dass die energetische Sanierung der Schulturnhalle und die Nutzung des Schwimmbades in Angriff genommen würden. Der Erfolg des BIZ sei in erster Linie auf das engagierte Wirken des früheren Bürgermeisters Peter Hänel zurückzuführen.

Auch bei der ärztlichen Versorgung bestehe noch Handlungsbedarf. Sie werde aktuell nur durch eine Landarztpraxis im Kulturzentrum aufrechterhalten. Öffentlichkeitswirksam angekündigte Projekte wie das Demenzzentrum im ehemaligen Kindergarten seien bisher leider nicht verwirklicht.

Der Tourismus zusammen mit der Flößerei sei ein Standbein der Stadt. Aber durch Wettereinflüsse sei es immer schwerer, die für Wallenfels so wichtige Flößerei zu erhalten. Es müssten aber weiterhin alle Anstrengungen unternommen werden, dieses touristische Highlight als Alleinstellungsmerkmal für Wallenfels zu sichern. Es gebe viele leer stehende Wohnungen, die man durchaus als Ferienwohnungen offensiv vermarkten könne. Auch die Online-Vermarktung des Zeltplatzes einschließlich der benachbarten Freizeitmöglichkeiten habe Potenzial nach oben. Ein besonderes Anliegen sei aber den Freien Wählern der Erhalt und die grundlegende Modernisierung des städtischen Freibades.

Wallenfels werde gedanklich von den Verantwortlichen bereits als möglicher Hochschulteilstandort gesehen und würde von der Campus-Diskussion sicher profitieren. Es müsse versucht werden, Bauland vor allem im Kernbereich zu generieren und Bauträger für Miet- und Eigentumswohnungen zu begeistern.

Weiterhin gelte es, vorhandenen Wohnraum zu optimieren und dem Wohnungsmarkt verfügbar zu machen. Dem Rückgang der Einwohnerzahl könne so entgegengewirkt und vorhandene Arbeitsplätze erhalten werden.

Auch die Nahversorgung gelte es zu verbessern. Einkaufsmöglichkeiten und ärztliche Versorgung seien Faktoren, die für die Wahl des Wohnortes entscheidend sein können.

Autor

Susanne Deuerling
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
05. 12. 2019
18:08 Uhr

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Autor

Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
05. 12. 2019
18:08 Uhr



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