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Frischer Wind bei der Tschirner Wehr

Die Brandschützer gehen mit einem verjüngten Führungsduo ins neue Jahr 2018: Julia Barnickel ist nun Vorsitzende, Michael Schnappauf Kommandant.



Eine große Anzahl an Wehrleuten wurde in Tschirn ausgezeichnet. Darunter waren auch Christian Böhnlein (vorne, Zweiter von links) und Martin Pfadenhauer (vorne, Zweiter von rechts), die für 40 Jahre aktiven Dienst mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet wurden. Das Bild zeigt sie unter anderem mit stellvertretendem Landrat Gerhard Wunder (links) und Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger. Fotos: Michael Wunder   » zu den Bildern

Tschirn - Gleich zwei entscheidende Wechsel hat es bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Tschirn gegeben. Julia Barnickel übernahm den Vorsitz von Günter Böhnlein und Michael Schnappauf löst seinen Vater Harald als Kommandanten ab. Nach 18 Jahre als Vorsitzender, zuvor war Günter Böhnlein 15 Jahre Adjutant und zwölf Jahre Kommandant, endete seine Dienstzeit als Führungskraft der Tschirner Feuerwehr. Wie er sagte, habe er all diese Aufgaben und Tätigkeiten gerne gemacht.

Ehrungen & Neuwahlen

Vereinsehrungen bedeutet auch Größe zu seinen Mitmenschen zu zeigen, meinte Günter Böhnlein bei der Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Manfred Burger, Anton Daum und Rudolf Wachter ausgezeichnet. Bereits seit 50 Jahren halten Reinhard Belling und Werner Schuberth der Feuerwehr die Treue. Für 40 Jahre wurden Christian Böhnlein, Gerhard Kotschenreuther, Christoph Marr und Martin Pfadenhauer geehrt. Seit 25 Jahren sind Paul Letsch und Alexander Punzelt Mitglied in der Feuerwehr. Bei der Gründung der Frauenwehr vor 20 Jahren wurden Luise Eidloth, Almute Förtsch, Helga Förtsch, Veronika Hofmann, Martina Hofmann, Martina Schnappauf, Gudrun Stark, Johanna Wittig und Josefine Zwost aufgenommen, zur gleichen Zeit kam Florian Förtsch und Michael Schnappauf hinzu. Für zehn Jahre Vereinstreue erhielt Gina Holzmann, Thomas Holzmann, Larissa Stark und Laura Stark Urkunden.

Eine völlig neue junge Mannschaft wurde bei den Neuwahlen gewählt. Diese setzt sich zusammen aus: Vorsitzender Julia Barnickel, 2. Vorsitzenden Johannes Lazarus, Kassier Bastian Hofmann, Schriftführerin Sonja Appelmann, Vertrauensleute sind Laura Stark und Rudolf Letsch, Kassenprüfer Patrik Jaksch und Matthias Zwosta.


Günter Böhnlein sah die Weichen für die Zukunft der Tschirner Feuerwehr als gut gestellt. Er versprach, auch weiterhin einer der Wehr zu bleiben und sich mit Rat und Tat zur Verfügung zu stellen. Kommandant Harald Schnappauf und 2. Vorsitzender Georg Barnickel würdigten die Leistung des scheidenden Vorsitzenden. In seinen 65. Lebensjahren stand er über 45 Jahre in einer führenden Position. Höhepunkte waren sicherlich die Gründung der Frauengruppe vor 20 Jahren und der Jugendgruppe im Jahr 1989. Aufgebaut wurde auch eine Atemschutzgruppe und schließlich wurde an Tschirn als einzige Wehr im Landkreis die Ölwehrausrüstung übergeben.

Auch bei gesellschaftlichen Veranstaltungen stand Günter Böhnlein an vorderster Front. Nach einem einstimmigen Beschluss des Vorstandes haben sich auch alle Mitglieder für die Ernennung von Günter Böhnlein zum Ehrenvorsitzenden ausgesprochen. Die entsprechende Urkunde verbunden mit einem einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayrisch Gmain erhielt Günter Böhnlein unter kräftigen Applaus der Mitglieder durch Georg Barnickel und Harald Schnappauf.

Zuvor blickte der scheidende Vorsitzende bei seinem letzten Tätigkeitsbericht auf das vergangene Vereinsjahr zurück. "Gute Freunde, Zeit für den anderen haben, eigene Zufriedenheit und Gesundheit, sind Reichtümer im Leben, die man nirgends auf dieser Welt kaufen kann", sagte er. Eine wichtige Aufgabe, für die es sich auch zu kämpfen lohnt, sei, den benötigten Nachwuchs zu akquirieren, deshalb habe er sich auch immer für die Jugendarbeit eingesetzt. Er meinte, es sei neben dem demographischen Faktor auch die Gleichgültigkeit und fehlende Motivation sowie die rückläufigen Interessen am Vereinsgeschehen allgemein, was die Situation auf dem Land immer schwieriger mache. Mit all diesen Herausforderungen werden sich die neu zu wählenden Führungskräfte auch in Zukunft auseinander setzen müssen.

Der Vorsitzende informierte, dass die örtliche Feuerwehr insgesamt 161 Mitglieder habe. Leider hatte man zwei Sterbefälle im vergangenen Vereinsjahr zu verzeichnen, neu hinzugekommen sei Rudolf Letsch. Lobend erwähnte Böhnlein 28 Bürger, die aus Tschirn weggezogen sind und trotzdem der Wehr noch die Treue halten.

Kommandant Harald Schnappauf berichtete von 34 aktiven Wehrleuten. Etwas Sorge bereite der Atemschutz, hier habe man lediglich fünf ausgebildete Geräteträger. Hier müsse man verstärkt versuchen, die aus der Jugendfeuerwehr hinzugekommenen Kräfte an diese wichtige Aufgabe heranzuführen. Glücklicherweise sei man von größeren Einsätzen verschont geblieben, dennoch wurden 15 Einsätze, meist Verkehrssicherungen oder das Freischneiden der Fahrbahn, registriert.

Die Aufgabe des Kommandanten wurde von den aktiven Wehrmännern seinem Sohn Michael Schnappauf übertragen. Er wird auch künftig weiter von Franz Holzmann vertreten.

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder sah die Versammlungen der Wehren am Anfang des Jahres als Zeichen des Danksagens und der Wertschätzung der Wehrmänner. Mit guten Beispielen sollte man den "Gaffern" bei Unfällen entgegentreten, entsprechend müssten diese Störer, die auch über die neuen Medien gezeigt werden, geahndet werden. Mit Herzblut habe Günter Böhnlein die Aufgaben in den letzten Jahrzehnten in Tschirn begleitet, lobte er.

Die beiden Hauptfeuerwehrmänner Christian Böhnlein und Martin Pfadenhauer wurden durch Gerhard Wunder und Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger für 40 Jahre aktiven Dienst mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Beide haben bei der Leistungsprüfung die Endstufe erreicht und waren im Verein als Kassierer und Fahnenbegleiter tätig. Die Auszeichnung war auch verbunden mit einem Gutschein für das Feuerwehrerholungsheim in Bayrisch Gmain. Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger dankte im Namen der Inspektion. Er meinte, wenn Harald Schnappauf nach zwölf Jahren die Wehr übergebe, sei diese gut gerüstet. Er selbst habe dann für seine Aufgabe als Kreisbrandinspektor und direkter Vertreter des Kreisbrandrates mehr Zeit.

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Michael Wunder
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Veröffentlicht am:
08. 01. 2018
17:12 Uhr

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Michael Wunder

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08. 01. 2018
17:12 Uhr



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