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Kronach

Frischer Wind für die Nordwaldhalle

Thomas Köster hat viele Ideen für den Betrieb. Sorgen bereitet der Sanierungsbedarf des Kanalsystems.



Die Nordhalbener Nordwaldhalle soll belebt werden. Foto: Norbert Neugebauer  

Nordhalben - Nordhalbens größtes Veranstaltungshaus, die Nordwaldhalle, beschäftigte einmal mehr den Gemeinderat in seiner Jahresabschlusssitzung. Zwar konnten die Kosten in den letzten Jahren durch verschiedene Sanierungsmaßnahmen, aber auch organisatorische Anstrengungen, deutlich gesenkt werden, aber demografiebedingt sank auch die Auslastungen kontinuierlich. Dazu gab es Sicherheitslücken und Beschädigungen durch fehlende Personalpräsenz.

Den letzten Schwachpunkt hat das Rathaus mit der Einstellung einer Aufsichtskraft und einer Videoüberwachung weitgehend beseitigt, informierte Bürgermeister Michael Pöhnlein (FWG). Thomas Köstner, der sich in den letzten Monaten mit viel Engagement in den Posten eingearbeitet hat, berichtete von seiner bisherigen Tätigkeit, den weiteren "Baustellen" und Ideen für den zukünftigen Betrieb. So schlug er vor, den kleineren Hallenbereich fest für den Veranstaltungsbetrieb mit Bühne installiert zu lassen, um die aufwändigen Ein- und Ausräumaktionen des Bauhofs zu minimieren. Damit wären auch günstigere Hallenmieten möglich. Der größere Hallenteil soll durchgängig dem Sport zur Verfügung stehen. Für die Hallenfußballturniere und Unterhaltungsgroßveranstaltungen kann der Gesamtbereich weiter eingeplant werden. Neue Nutzungsmöglichkeiten wie Flohmärkte oder W-LAN-Parties und vermehrtes Live-Musik-Angebot sollen die Attraktivität wieder steigern.

Großes Lob für die Möglichkeiten der Einrichtung und ihre Ausstattung zollte Jutta Pecher, die mit ihrem Partner Holger Linß als ortsansässiges Architekturbüro mit ins Boot geholt wurde. Wie Köstner hielt sie eine zeitgemäße Vermarktung der Nordwaldhalle für dringend erforderlich. Die neuen Ideen wurden von den Räten durchgehend positiv aufgenommen und werden nun weiterverfolgt.

Weniger erfreulich war das Ergebnis der letzten Kamerabefahrung des Abwasserkanalsystems im Nordhalbener Norden. Die Rohre aus den 1970er Jahren sind zwar insgesamt noch in einem ordentlichen Zustand, jedoch wurden die Hausanschlüsse teilweise unfachmännisch vorgenommen. Allerdings wird die Sanierung weitgehend ohne den befürchteten Straßenaufbruch machbar sein, gab der Bürgermeister Entwarnung. Dafür wurden auch die Verkabelungsarbeiten abgewartet. Die Arbeiten werden sich über die nächsten Jahre hinziehen.

Ein weiteres Schwerpunktthema war der Friedhof. Dass die bereits 2004 beschlossenen Gräberkürzungen nicht durchgehend beachtet wurden, stellte Geschäftsleitender Beamter Joachim Ranzenberger fest. Das Ratsgremium soll sich mit diesem Thema in nächster Zeit befassen. Bernd Daum (FWG) berichtete für die geplanten Arbeiten, die er mit seinem ehrenamtlichen NohA-"Friedhofsteam" im kommenden Jahr an der Leichenhalle, an der Einfriedung und in weiteren Bereichen durchführen möchte. Dass auch die Marktgemeinde in der Pflicht steht, darüber bestand Einigkeit. Eine Änderung der Kostenerstattungssatzung für die Freiwilligen Feuerwehren mit neuen Verrechnungssätzen wurde einstimmig angenommen. Dagegen wird die angedachte komplette Neuvermessung des Ortskerns aufgrund der hohen Kosten von rund 96 000 Euro zunächst nicht weiter verfolgt. Bei diversen Vorgängen wurden vielfache Überbauungen auf fremden oder öffentlichen Grund festgestellt. Nun wird im Zuge des Stadtumbaus nach Zuschussmöglichkeiten gesucht.

Laut Geschäftsleiter hat die Ausschreibung für das neue Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Heinersberg mit zwei weiteren Landkreisgemeinden ein positives Ergebnis gebracht. Für die rund 60(000 Euro Anschaffungskosten bekommt die Kommune einen Zuschuss von rund 35 000 Euro für den nächsten Haushalt.

Keine Aufnahme in den Fördertopf von "Aufschwung ländliche Entwicklung" fand die Sanierung der "Alten Schule" in Heinersberg. Der Dauerstreit mit dem Landratsamt Kronach wegen der alten Wasserrechte, die für eine Wiedererschließung der eigenen Quellen zur Wasserversorgung erforderlich sind, geht in die nächste Runde. Bei einem Gesprächstermin im Landratsamt Kronach mit den beteiligten Stellen blieben die staatlichen Behörden bei ihrem Negativbescheid. Der Fachanwalt der Gemeinde bekräftigt jedoch weiterhin die Gültigkeit des früheren Wasserrechts. Die Entscheidung, den Klageweg zu beschreiten, soll in einer der nächsten Sitzungen fallen.

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Norbert Neugebauer
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Veröffentlicht am:
07. 12. 2017
18:39 Uhr

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Norbert Neugebauer

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Veröffentlicht am:
07. 12. 2017
18:39 Uhr



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