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Gedenken unter freiem Himmel

Hoch über Wallenfels wird ein besonderer Gottesdienst gefeiert. Im Mittelpunkt stehen sehr ernste Themen - und sehr traurige.



Bei strahlendem Sonnenschein waren zahlreiche Gläubige zum "Open-Air-Gottesdienst" zur Schloßbergkapelle gekommen. Foto: Susanne Deuerling  

Wallenfels - Hoch über der Stadt Wallenfels thront die Schloßbergkapelle und grüßt weit ins Tal der Wilden Rodach. Seit 96 Jahren schon steht die im Gedenken an den Ersten Weltkrieg erbaute und 1923 eingeweihte Kapelle. Ein Serpentinenweg führt hinauf, auf dem sich die Kreuzwegstationen befinden. Außerdem auch zahlreiche Ebereschen, die in Gedenken an die Gefallenen der Weltkriege gepflanzt wurden. Der Gedenktag der "Sieben Schmerzen Mariens" wird in Wallenfels traditionell an der Schloßkapelle gefeiert, auch im Gedenken an die vielen Schmerzen und das Leid, das die Kriege ausgelöst haben. In einer Prozession zogen zahlreiche Gläubige feierlich hinauf zur Kapelle, wo Pater Jan Poja die Heilige Messe zelebrierte. Um auch denen, die nicht so gut zu Fuß sind, die Teilnahme zu ermöglichen, hatte die Freiwillige Feuerwehr einen Fahrdienst eingerichtet. Der Gottesdienst selbst wurde vom Musikverein Wallenfels musikalisch umrahmt.

Schmerz der Mutter

Bei diesem Open-Air-Gottesdienst griff Pater Jan Poja in seiner Predigt das Fest der sieben Schmerzen Mariens auf. "Auch der September ist in gewisser Weise ein Marienmonat", stellte der Geistliche fest und wies auf die anderen Gedenktage im September hin - Mariä Geburt und Mariä Namen. Besonders in ihrem Leiden sei Maria den Gläubigen nahe. Als Beispiel berichtete Poja aus seiner persönlichen Erfahrung. Eine Mutter habe ihm von ihrem Sohn erzählt, der im Wachkoma liege.

Es gibt laut Poja keinen größeren Schmerz für eine Mutter, als ihr Kind leiden oder sterben zu sehen. Maria hat all diese Erfahrungen auch durchmachen müssen. Es sei kein Zufall, dass auch das Ave Maria mit der Bitte an die Gottesmutter ende: "Bitte für uns jetzt und in der Stunde unseres Todes." Maria, unsere Mutter, sei Trost und Halt zugleich. Am Ende des Gottesdienstes sprach Pater Jan allen seinen Dank aus, die zu dieser Messe gekommen waren. Außerdem dankte er den Beteiligten, die durch ihre Arbeit und ihren Einsatz diese Feier ermöglicht haben.

Autor

Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
17. 09. 2019
17:56 Uhr

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Autor

Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
17. 09. 2019
17:56 Uhr



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