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Kronach

Gelungener Auftakt einer kreativen Premiere

Organisatoren und Künstler eröffnen den "Ersten Nordhalbener Kunstsommer". Zu finden ist er im reich bestückten, lebendigen Künstlerhaus.



Grußworte für die Künstler sprach Volker Ullenboom. Foto: Peter Müller  

Nordhalben - Wunder gibt es immer wieder. Eines ist gerade für Volker Ullenbom, einem Künstler aus Essen, in Erfüllung gegangen. Seit er 2015 erstmals die Einladung Ingo Cesaros zur "HolzArt" in Kronach annahm, lernte er dessen Projektschmiede und seine engagierte Vorreiterrolle in Sachen Kunst und Kultur für den ganzen Landkreis Kronach kennen. Mit Otmar Adler, dem Initiator der Bürgerinitiative NohA, die sich für ein lebendiges, neu aufblühendes Nordhalben einsetzt, träumte er von einem Projekt, das mit den Künstlern Besucher und Touristen in die Stadt lockt.

Leerstehende Ladengeschäfte und Häuser boten sich für das erträumte Projekt als Unterkünfte für die Künstler gerade aus dem Westen Deutschlands an, die als Großstadtmenschen wenig echte Kontakte bekommen. In Oberfranken und im Landkreis Kronach hatte Volker Ullenboom gerade die menschliche Zuwendung und das persönliche Interesse gefunden, das einsamen Künstlern aus Nordrhein-Westfalen abgeht.

Otmar Adler hatte als Urgestein des Holzart-Projekts, der von Anfang an Künstlern bei sich Wohn- und Arbeitsmöglichkeit bot, die richtige Einstellung für diese Zukunftsvision. Das Ursprungsprojekt erhielt dann eine ungewöhnliche Eigendynamik. So wurde das Maxhaus 2016/17 von 35 engagierten Bürgern zu einem Künstlerhaus um saniert, in dem Künstler wohnen, arbeiten und ausstellen können. 2018 wurde es eingeweiht und erlebte im ersten Jahr einen ersten Durchlauf von Kunstschaffenden.

Doch erst dank der Initiative zweier Kunstenthusiasten, des Ehepaars Diana und Kai Deckelmann, die aus Bamberg nach Nordhalben zurückgezogen waren, wurde das eigentliche Wunder wahr. Das Projekt "Kunstsommer in Nordhalben" war geboren und wurde dank ihrer Aktivitäten tatkräftig angepackt und in allen Teilen organisiert. Aus den eingeplanten acht wurden über Mundpropaganda und die finanzielle Hilfe des Landkreises 16 Künstler, die über ein Holzart-Projekt hinaus Grafiken, Plastiken, Keramik, Graffiti und Spray Art, Objektkunst und Collagen bis zu Malerei und Lichtinstallationen in das Künstlerstädtchen bringen. Die "Werkstätten" und Gasthäuser liegen alle in einem begehbaren Bereich von knapp 150 Metern.

Die Eröffnung fand bemerkenswert großen Zuspruch. Als Ehrengäste sprachen der Bürgermeister Nordhalbens, Michael Pöhnlein, der den Kunstsommer offiziell eröffnete, der stellvertretende Landrat Gerhard Wunder und Volker Ullenboom stellvertretend für die bewirteten Künstler. Neben fast allen Künstlern freuten sich Ingo Cesaro mit Gattin Gisela Gülpen als Ehrengäste über einen weiteren Ableger ihrer Vorarbeiten.

Während des Kunstsommers bis zum 10. August findet ein vielfältiges Rahmenprogramm statt, bei dem am 4. August um 19.30 Uhr Ingo Cesaro mit Kai D. am Piano "Poesie trifft Piano" präsentiert. Den krönenden Abschluss des Events bildet die Ergebnisausstellung am Samstag, 10. August, ab 11 Uhr an allen Kunstorten und das Abschlussfest ab 18.30 Uhr mit Jazz. Bis dahin sind alle Ateliers täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Autor

Peter Müller
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Veröffentlicht am:
29. 07. 2019
16:58 Uhr

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Peter Müller

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29. 07. 2019
16:58 Uhr



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