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Kronach

Geocacher entdecken Rauschgift-Versteck

Wegen Drogenhandels muss ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Kronach in Haft. Enttarnt worden war er durch einen Zufall.



Kronach - "Geocaching" bedeutet Schatzsuche mit Hilfe eines GPS-Gerätes. Ein Päckchen mit rund 60 Gramm Marihuana fanden zwei dieser Schatzsucher im Sommer 2016 in einem Erdloch im Wald nahe Kronach. Zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln wurde am Mittwoch der 24-jährige "Rauschgiftverstecker" vom Kronacher Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Claudia Weilmünster verurteilt, auch wegen weiterer Straftaten in Verbindung mit Drogen.

DNA-Spuren auf der Verpackung hatten zum Angeklagten geführt. Mit weiteren Rauschgiftstraftaten belastete ihn sein Kumpel im Laufe der Ermittlungen bei der Polizei. Der inzwischen arbeitslose Angeklagte saß bis zur gestrigen Verhandlung in Untersuchungshaft. Staatsanwalt Dr. Michael Koch warf dem 24-Jährigen vor, dass dieser bereits im Mai 2016 mit dem jetzigen Hauptbelastungszeugen sowie einem weiteren Bekannten, alle aus dem Landkreis Kronach, bei einem Autohaus einen Wagen gemietet hätten. Das Trio sei damit zum Rauschgiftkauf nach Nordrhein-Westfalen gefahren. Rund 1,1 Kilogramm Marihuana und Amphetamine im Wert von rund 2800 Euro habe es nach Kronach gebracht. 750 Gramm zum Weiterverkauf soll der Angeklagte erhalten haben. Den Rest hätten sich die beiden Mitfahrer geteilt. Weiter wurde dem Angeklagten vorgeworfen, dass er innerhalb eines Jahres von einem "namentlich nicht bekannten Rauschgiftverkäufer" in Kronach mindestens vier Kilogramm Marihuana erstanden und dieses zum Teil weiterverkauft haben soll.

Die Einkaufsfahrt mit dem Mietwagen gab der Angeklagte zu. Sein Verteidiger erklärte, dass damals jedoch nur die Hälfte der angegebenen Rauschgiftmenge geholt worden sei. Den Kauf von vier Kilogramm Marihuana bestreite sein Mandant. Zum Fund im Wald erklärte der Angeklagte selbst, dass dies Restbestände aus der Einkaufsfahrt gewesen seien.

Belastet wurde er von seinem 23-jährigen Beifahrer. Er gab an, dass der Angeklagte große Mengen gekauft habe. In Widersprüche verwickelte sich der Zeuge, als es um die vier Kilogramm Marihuana ging. Zwar habe bei dem Angeklagten in der Wohnung jede Menge Rauschgift herumgelegen, wie oft und wo dieser Drogen gekauft habe, könne er aber nicht mehr genau sagen. Zeugen, zwei von ihnen inzwischen ebenfalls in Untersuchungshaft, nahmen ihr Zeugnisverweigerungsrecht in Anspruch. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren. Ein Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten wollte Verteidiger Werner Brandl.

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Dagmar Dietrich
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2017
16:57 Uhr

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Dagmar Dietrich

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2017
16:57 Uhr



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