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Kronach

Gesang, der Hoffnung schenkt

Der evangelische Kirchenchor der Christuskirche Kronach feierte sein 110-jähriges Bestehen. Im Rahmen eines würdevollen Gottesdienstes wurden langjährige Aktive geehrt.



Im Kantate-Gottesdienst wurden langjährige Aktive ausgezeichnet. Das Bild zeigt (von links): Helmut Richter, Frieda Wagner, Dekanin Dorothea Richter, Else Dauer, Chormutter Heidi Diller, Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Knörr, Ellen Götz und Kirchenmusikdirektor Marius Popp. Fotos: Heike Schülein   » zu den Bildern

Kronach - Wunderschöne Musik erklang am Sonntagvormittag wieder in der Kronacher Christuskirche. Von der Empore herab ließen Mitglieder des Kirchenchors, des Dekanatschors sowie des Posaunenchors Kronach, verstärkt durch Bläser des Posaunenchors Unterrodach, musikalische Glaubensbekenntnisse durch das Kirchenschiff schweben.

Ehrungen

Eine große Freude war es Dekanin Dorothea Richter, einigen Sängern und Musikern die Ehrenurkunde des Verbands "Singen in der Kirche" überreichen zu dürfen. Für jeweils 40 Jahre aktives Singen geehrt wurden Frieda Wagner, Ellen Götz und Helmut Richter sowie für fast unglaubliche 65 Jahre Else Dauer. Ausgezeichnet wurde auch "Chormama" Heidi Diller, die dieses Amt voller Herzblut seit über 25 Jahren ausübt. Seitens des Posaunenchors wurde Karl-Heinz Pfosch für 50 Jahre treuen Bläserdienst geehrt, davon 25 Jahre als Chor-Obmann. Für alle gab es ebenso warmherzigen Applaus wie auch am Ende des Gottesdienstes für die musikalische Umrahmung - unter anderem mit Werken von Haydn, Rutter sowie Händel.

 

"Wir feiern an Kantate ein Fest der Kirchenmusik", erklärte Dekanin Dorothea Richter eingangs des Gottesdienstes. Die Apostelgeschichte 16, 23-34 sei wohl deshalb als Predigt für Kantate ausgesucht worden, weil hier vom Singen des Paulus und des Silas im Gefängnis erzählt wird - und insbesondere wegen des einen Satzes "Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott". Beide waren auf ihrer Mission ins Gefängnis geworfen worden. Sie hätten allen Grund gehabt, frustriert und verzweifelt zu sein. "Aber sie singen Psalmen - Loblieder mitten im Dunkeln", so die Dekanin.

 

Auch heute noch würden Menschen ihres Glaubens wegen verfolgt und ins Gefängnis geworfen. Es gebe aber auch bei uns viele persönliche Gefängnisse: Stress, immer der gleicht Trott und Streit mit den Kollegen, schwere Krankheiten mit quälenden Schmerzen, Fesseln der Angst, aber auch das Gefangensein in Selbstsucht und Egoismus. "Singen ist der Herzschlag der Kirche", zeigte sie sich sicher. Allen "gefangenen" Menschen wünschte sie, die Musik möge die Türen ihres Gefängnis öffnen und ihnen neue Hoffnung schenken - so wie bei Paulus und Silas "Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Und sogleich öffneten sich alle Türen, und von allen fielen die Fesseln." Sie dankte allen Sängern und Musikern, die - teilweise seit Jahrzehnten - anleiteten zum Lob Gottes und mit ihrer Kirchenmusik die Menschen erfreuen.

Viele Worte des Dankes gab es auch beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus, bei dem stellvertretender Landrat Bernd Steger die Glückwünsche des Landkreises sowie der CSU-Fraktionsvorsitzende im Kronacher Stadtrat, Jonas Geissler, der Stadt übermittelte. Beide lobten den Idealismus der Geehrten und insbesondere von Marius Popp, den sie zur Ernennung zum Kirchenmusikdirektor beglückwünschten. Der Landkreis und die Stadt wüssten es zu schätzen, ihn in der Kirchengemeinde zu wissen. Das Präsidiumsmitglied der Dekanats-Synode, Horst Moser,würdigte die Geehrten für die Zeit und Kraft, die sie für die Gemeinde aufbrächten. Als Teil des Gottesdienstes sei die Musik Verkündigung des Evangeliums. Größten Respekt zollte er dem Dekanatskantor für dessen aufopferungsvollen Dienst.

"Wir wissen, was wir an Marius Popp haben und was er alles für uns tut", stellte Chormama Heidi Diller bei der anschließenden internen kleinen Feier heraus. Hierfür benötige es viel Energie und Nerven wie Drahtseile. Für den Chor sei es eine große Ehre, einen solchen A-Musiker als Dirigent zu haben. An die Mitglieder appellierte sie, weiterhin bei den Proben konzentriert mitzuarbeiten, damit der Chor zu Ehren Gottes noch lange Bestand habe.

Ein Herzensanliegen war Dekanin Dorothea Richter insbesondere der Dank an Susanne Popp für die große Unterstützung ihres Ehemannes im Vorder- wie auch Hintergrund.

Autor

Heike Schülein
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
21. 05. 2019
11:46 Uhr

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Heike Schülein

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21. 05. 2019
11:46 Uhr



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