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Kronach

Grabgestaltung wird moderner

In Ludwigsstadt soll es fortan mehr Möglichkeiten für Hinterbliebene geben. Der Stadtrat segnet die Pläne ab. Frischer Wind wird 2020 auch bei der Kommunalwahl wehen.



In Ludwigsstadt gibt es nun zwei neue Grabvarianten. Foto: Stadt Ludwigsstadt  

Ludwigsstadt - Die Stadt Ludwigsstadt geht neue Wege in der Friedhofs-Gestaltung. Das wurde am Donnerstag im Stadtrat beschlossen. In Zukunft sind daher auch Erdwiesengräber und pflegefreie Urnengräber möglich.

Keine Fortschritte bei Hotel und Arztpraxis

Michael Löffler (SPD) verwies auf starke Beschädigungen der Pflasterfläche bei der Buswendeschleife. Die Stadt wird dem nachgehen. Carlo Schwab (SPD) prangerte Graffiti-Schmierereien an. 3. Bürgermeister Hubert Bischoff (SPD) erfragte den Sachstand zur Schließung des Posthotels in Lauenstein. Laut Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) hat die Stadt keine neuen Informationen. Er bemühe sich seit Längerem mit dem Eigentümer in Kontakt zu treten, bislang erfolglos. Das Hotel liegt im Sanierungsgebiet, wodurch sich bei eventuellen Maßnahmen steuerliche Vorteile auftäten. David Martin (CSU) erkundigte sich nach der Suche eines neuen Arztes. Diese verlief bislang erfolglos.


"Die Familienstrukturen haben sich gewandelt", verdeutlichte Friedhofsreferent Thomas Rebhan (SPD). Dieser gab zunächst einen Überblick über seit 2014 durchgeführte Maßnahmen auf den städtischen Friedhöfen, bevor er die Möglichkeit neuer Grabformen vorstellte. "Heute leben Familienmitglieder oft weit voneinander entfernt, sodass sie die Gräber ihrer Verstorbenen nicht selbst pflegen können", erläuterte er. Ihnen wäre in diesem Falle bislang nur die Beauftragung einer Friedhofsgärtnerei geblieben. Um diesem Wandel zu begegnen, wolle man zwei neue Bestattungsformen auf dem Friedhof in Ludwigsstadt umsetzen.

Bis auf dem Friedhof in Steinbach an der Haide können Hinterbliebene ihre Verstorbenen in einem Urnen-Gemeinschaftsgrab (Wiesengrab) beisetzen lassen. An einer Lerchen-Stele kann auf Wunsch eine kleine Schiefer-Namenstafel mit Namen, Geburts- und Sterbetag angebracht werden. Nun möchte man diese Form auch für die Erdbestattung anbieten - sprich eine Beisetzung mit Sarg in der Erde, ohne die Errichtung einer Grabanlage. Die Ruhezeit beträgt 25 Jahre. Solange würde auch die Namenstafel am Holzkreuz verbleiben.

Wie auch im Urnenwiesengrabfeld soll eine kleine Ablagefläche für Blumen und ein Lerchenholzkreuz errichtet werden. Als optische Trennung soll eine Hecke gepflanzt werden. Angebote zur Errichtung einer kleinen Blumenablagefläche, dem Holzkreuz und der Heckenpflanzen werden von der Friedhofsverwaltung eingeholt. Mit der Beisetzung von Särgen könnte bereits ab dem 1. Oktober begonnen werden. Die Grabgebühr für ein Erdwiesengrab wird auf 1000 Euro festgelegt; eine Namenstafel kostet 30 Euro.

In Lauenhain kann im linken Feld des Urnenwiesengrabfeldes - direkt über der Urne - eine personalisierte Granitplatte gelegt werden. Diese Bestattungsmöglichkeit wird nun ebenfalls in Ludwigsstadt angeboten. Durch die Platte ist die Grabstätte gekennzeichnet und personalisiert. Ein Grabbeet soll nicht angelegt werden. Hinterbliebene können aber eine Schale vor der Granitplatte aufstellen; das Einpflanzen von Stöcken und Blumen ist jedoch verboten. Die Gebühren für diese Grabvariante werden wie beim Urnenwiesengrab auf 350 Euro festgesetzt.

Der Beschluss über die Errichtung der beiden neuen Grabformen erfolgte ebenso einstimmig wie über die dafür notwendig gewordene Änderung der Friedhofs- und Gebührensatzung. Nach Prüfung der Möglichkeiten möchte man diese Angebote flächendeckend auch auf den Friedhöfen in den Ortsteilen anbieten.

Rebhan verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Bestatter-Vertrag mit dem Bestattungsunternehmen Krässe seit 1. Januar 2017 aufgehoben wurde. Seitdem kann für alle städtischen Friedhöfe der Bestatter freigewählt werden, sofern dieser mit der Stadt eine Vereinbarung geschlossen hat. Derzeit sind dies fünf Bestattungsunternehmen. Aufgrund großer Unterschiede sowohl bei der Preisgestaltung als auch bei der Betreuung im Trauerfall sei ein Vergleich sinnvoll.

Für die Kommunalwahl am 15. März 2020 wurden anschließend die Modalitäten abgeklärt. Insgesamt sind acht Urnen- und drei Briefwahllokale vorhanden. Zum Wahlleiter wurde Bernd Leiter, zum Stellvertreter Frank Ziener bestellt. Das Erfrischungsgeld wurde für den Wahlvorsteher und die Beisitzer auf 40 Euro sowie für die Hilfskräfte auf 25 Euro angehoben. Erstmals kommen bei der Wahl Barcode-Lesestifte zum Einsatz. Diese beschleunigen die Auswertung und Ergebniszusammenstellung. Zudem helfen sie, Fehler bei der Übertragung und Übermittlung der Ergebnisse zu vermeiden. Für die Erfassung in den Wahllokalen werden 20 Lesestifte und USB-Sticks angeschafft. Die einmaligen Gesamtkosten betragen rund 2200 Euro. Bei den Notebooks sollen private Geräte von Wahlhelfern zum Einsatz kommen, wofür diese jeweils eine Aufwandentschädigung von zehn Euro erhalten.

An der Grundschule "Am Grünen Band" wird eine Einsatzstelle für zwei Beschäftigte für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) eingerichtet, die jedoch immer nur mit einer Person besetzt werden soll. Der Stelleninhaber wird das Team der Schule sowohl im hausmeisterlichen als auch im pädagogischen Bereich unterstützen und erhält dafür ein Taschengeld von 300 Euro.

Autor

Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
27. 09. 2019
14:28 Uhr

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Autor

Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
27. 09. 2019
14:28 Uhr



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