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Kronach

Große Rettungsaktion für ein Pferd

Das Tier bricht auf einer Holzbrücke bei Au ein. Zahlreiche Helfer rücken an, um es aus seiner misslichen Lage zu befreien. Auch schweres Gerät kommt zum Einsatz.



Zahlreiche Helfer bemühen sich um das Pferd. Ein Tierarzt hatte ihm eine Beruhigungsspritze gegeben.   Foto: Feuerwehr » zu den Bildern

Au - So einen Einsatz hat Thomas Müller, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Au, auch noch nicht erlebt. Am Sonntag um 10.20 Uhr ging bei der Auer Wehr eine Alarmmeldung ein: Großtierrettung bei der Krienesschneidmühle in Au. Ein Pferd war auf der Leßbachbrücke mit beiden Hinterläufen durch die Bretter durchgebrochen und wurde dabei so eingeklemmt und verletzt, dass es sich nicht mehr selbst befreien konnte. "Das Tier war anfangs sehr nervös", erinnert sich Thomas Müller gegenüber der NP . Es habe die Gefahr bestanden, dass es noch weiter einbricht und sich dabei womöglich noch mehr verletzt. Schließlich ragten aus den Brettern Schrauben und Nägel heraus. Zudem habe die Brücke gedroht, einzustürzen. Allein das Pferd habe etwa 650 Kilogramm gewogen, dazu seien noch die zahlreichen Helfer gekommen.

Was dann folgte, war eine großangelegte Rettungsaktion, an der auch das THW Kronach und die Bergwacht Rennsteig beteiligt waren. Der Leiter der Bergwacht Rennsteig empfahl eine Rettung mit Drehleiter und Greifzug. Deshalb wurde die Drehleiter der Küpser Feuerwehr angefordert. Die Steinberger Feuerwehr unterstützte die Aktion mit einem speziellen Pferde-Rettungs-Geschirr.

Nachdem das Pferd durch einen Tierarzt eine Beruhigungsspritze erhalten hatte, konnte die laut Müller komplizierte und aufwendige Rettung des Tieres beginnen. Zuerst habe das THW die Brücke abgestützt, dann habe man das Pferd stabilisiert. Mit Hilfe der Drehleiter und einer Seilwinde habe man das Tier nach gut einer Stunde schonend befreien können. Es habe auf eigenen Beinen stehen und auch zu seinem Pferdeanhänger laufen können, sei aber mitgenommen gewesen. Das verletzte Tier wurde anschließend durch den Eigentümer in eine Tierklinik gebracht. Warum das Pferd eingebrochen ist, ist unklar. Das Holz sei nicht morsch gewesen, sagt Kommandant Müller. Seines Wissens nach sei der Belag auch erst kürzlich ausgewechselt worden.

Für eine kleine Ortsfeuerwehr wie Au war die Rettungsaktion laut ihrem Kommandanten kein alltäglicher Einsatz, den man üben kann. Es sei aber auf alle Fälle eine tolle und hilfreiche Erfahrung gewesen, freut er sich über die sehr gute Zusammenarbeit aller am Einsatz beteiligten Hilfskräfte. Vor Ort waren die Feuerwehren aus Au, Küps, Steinberg und Kronach, die Bergwacht Rennsteig, das THW Kronach, die Polizei Kronach, Bürgermeister Bernd Rebhan und Mitarbeiter vom Bauhof Küps.

Autor

Petra Bordasch
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Veröffentlicht am:
10. 06. 2019
17:40 Uhr

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Petra Bordasch

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10. 06. 2019
17:40 Uhr



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