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Kronach

Heimat zum Hören und Fühlen

Der Kulturabend in Reichenbach feiert ein fulminantes Jubiläum. Seit 20 Jahren wird Tradition hier groß geschrieben. Da wird sogar Holger Mück zum Alphorn-Casanova.



Diana Heinz (Zweite von rechts) wurde von Günter Laurer (Mitte) mit dem Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Mit im Bild ist (von links) Landrat Klaus Löffler und Bürgermeisterin Karin Ritter sowie Kulturattaché Reinhard Hertel (rechts).   » zu den Bildern

Reichenbach - In seine 20. Runde ist am Samstag der Kulturabend in Reichenbach gegangen. Bei der Jubiläums-Veranstaltung zauberten die Mitwirkenden einmal mehr ein buntes Potpourri aus Brauchtum und Traditionspflege auf die Bühne. Viele goldene Knöpfe blinkten an den typischen Bergmanns-Uniformen, als nahezu 50 Bergknappen in die Schulturnhalle einzogen und vor der Bühne Aufstellung nahmen. Nach dem "Helm ab zu Gebet" ließ die Original Reichenbacher Blasmusik das berührende Kirchenlied "Ich bete an die Macht der Liebe" erklingen. Der Zapfenstreich war der innig-ergreifende Höhepunkt des Jubiläums.

Die Turnhalle war rappelvoll, als die Original Reichenbacher Blasmusik (ORB) unter Vorsitz von Daniel Grüdl und der Bergarbeiter Unterstützungsverein Reichenbach (BAUV) unter Vorsitz von Diana Heinz zur 20. Auflage des Dauerbrenners einluden. Die vielen Besucher hatten ihre helle Freude am unterhaltsamen Programm unter dem Motto "Immer wieder gern gehört!" Willkommen geheißen wurden diese vom BAUV-Kulturattaché Reinhard Hertel. Sein Dank galt allen, die zum Gelingen der bisherigen 19 Kulturabende beitrugen.

Die Hochachtung vor dem Engagement der Mitwirkenden kam in den Grußworten zum Ausdruck. Reichenbachs Bürgermeisterin Karin Ritter, Landrat Klaus Löffler sowie Helmut Färber, Vorsitzender des Traditionsvereins Thüringer Schieferbergbau Lehesten, würdigten den Idealismus, mit dem die Verantwortlichen schon 20 Jahre die Traditionsveranstaltung aufrechterhalten. "Ohne Euch wäre die Kultur in unserer Heimat nicht so ausgeprägt", bekundete der Landrat die hohe Bedeutung des Ehrenamts als starkes Fundament unseres gesellschaftlichen Lebens. Färber überreichte dem Kulturattaché auch ein Dankschreiben.

Einmal mehr Garant für schmissige Unterhaltung war die ORB unter Leitung von Klaus Schnappauf. Die Gäste bekamen ein stimmungsvolles facettenreiches Programm zu hören, das eindrucksvoll das breitgefächerte Repertoire des Musikvereins unterstrich. Zum Klingen kam ein bunt gemischtes Potpourri der verschiedensten Stilrichtungen - Höhepunkte aus den vorangegangen Jahren, aber auch Neues. Konzertante Kompositionen und berühmte Evergreens, Ausflüge in die Swing-Ära sowie Pop- und Filmmusik wechselten sich mit zackigen Märschen und mitreißenden Polkas ab. Für gesangliche Akzente sorgte Axel Licht.

Querflöten, Lyren, Becken und Pauken brachten die Turnhalle zum Klingen, als der Spielmannszug Nordhalben unter Leitung von Tambourmajor Helmut Beetz einzog und einige Kostproben seines Könnens gab. Sehr harmonisch boten die Mitglieder gemeinsam mit der ORB den berühmten Coburger Marsch dar; ein weiteres Glanzlicht des Abends. Freundschaftlich verbunden ist man auch schon lange Jahre mit Holger Mück. Das Publikum staunte nicht schlecht, als sich der aus Funk und Fernsehen bekannte Leiter seines gleichnamigen böhmischen Blasorchesters mit einem 3,5 Meter langen Alphorn seinen Weg zur Bühne bahnte. Wahrhaft langen Atems bedurfte es, als der Vollblutmusiker auf dem Instrument die zauberhafte Ballade für Solo-Alphorn "Alphorn-Casanova" erklingen ließ. Das Publikum tobte - und so kam er nicht um eine Zugabe herum.

Eingebettet in den festlichen Rahmen des Jubiläum-Kulturabends war die Ehrung der BAUV-Vorsitzenden Diana Heinz sowie langjähriger Aktiver der ORB. Eine hohe Ehre wurde Heinz zu teil, als sie aus Händen des Hauptkassierers Günter Laurer mit dem Ehrenzeichen in Silber des Landesverbands Bayerischer Bergmanns-, Knappen- und Hüttenmännischer Vereine ausgezeichnet wurde. Geehrt wird damit ihr großes Engagement innerhalb einer "reinen Männer-Wirtschaft".

Die Auszeichnung langjähriger ORB-Mitglieder oblag dem Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB), Wolfgang Müller. Sowohl Maximilian Klug (Trompete/Gitarre) als auch Johanna Balazs (Klarinette/Saxophon) konnten für zehnjähriges aktives Musizieren geehrt werden. Sehr freute sich Müller, dem Nachwuchstalent Luisa Licht (Klarinette) das von ihr bestandene Leistungsabzeichen D1 in Bronze überreichen zu können. Müller übermittelte auch Glückwünsche zum Jubiläum.

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Weitere Bilder unter www.np-coburg.de

Autor

Heike Schülein
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 04. 2019
16:36 Uhr

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Heike Schülein

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14. 04. 2019
16:36 Uhr



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