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Kronach

Hoffnung am Steig

Die Stadt Ludwigsstadt verhandelt über den Kauf von Grundstücken. Gelingt ein Deal, könnte ein lange schwelender Streit ein Ende finden. Auch andere Projekte kommen voran.



Bei einem Vor-Ort-Termin stellte Bauhofleiter Claus Lindig dem Bauausschuss die verschiedenen Lösungsansätze für die Hangsicherung der Böschung im Siedlungsweg vor. Foto: Heike Schülein  

Ludwigsstadt - Die Sitzung des Ludwigsstadter Bauausschusses hat am Donnerstag nicht im Rathaus, sondern im Siedlungsweg begonnen. Schon seit Jahren rutscht der Hang des Bahngrundstücks infolge austretenden Wassers in Richtung der dort befindlichen Parkplätze, Garagen und Carports. Nachdem die Deutsche Bahn eine geotechnische Begutachtung des Böschungsrutsches hatte vornehmen lassen, stellte Bauhofleiter Claus Lindig dem Gremium nun die darin aufgeführten verschiedenen Lösungsansätze vor. "Das Gutachten empfiehlt eine Hangsicherung mit einer Vernagelung", so der Bauhofleiter. Dabei sollen sechs Meter lange Bodennägel aus Stahl im Abstand von zwei Metern eingebracht werden. Außerdem werden Dränbohrungen für eine gezielte Entwässerung des Hangs und Ableitung in die Loquitz angeordnet.

Wichtige Beschlüsse

Stattgegeben wurde dem Bauantrag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) auf Erweiterung der Nutzung des eingruppigen Kindergartens in Ebersdorf zu einer altersgemischten Einrichtung mit sechs Krippen- und 20 Kindergarten-Plätzen. Der Einrichtung soll während der Bauarbeiten bis zum 31. Dezember die Möglichkeit gegeben werden, in die Schule auszuweichen.

Ebenfalls grünes Licht gab es für den eigenen Bauantrag der Stadt auf Neubau einer Parkscheune in Lauenstein. Die Gesamtkosten von rund 1,34 Millionen Euro werden mit 90 Prozent gefördert. Der Eigenanteil der Stadt beträgt daher etwa 134 000 Euro.

Gerhard Rentsch (CSU) prangerte die beim Gänsefleck geschaffene Querungshilfe für Kinder an. Sollten Lastwagen an der Abzweigung Ottendorf Richtung Steinbach am Wald fahren, befänden sich die Kinder im toten Winkel. Stattdessen regte er einen Übergang im vorderen Bereich geradeaus neben der B 85 an. Dann liefen die Kinder vor den Lastwagen und seien gut sichtbar. Er appellierte, diese gefährliche Fehlplanung umgehend zu beseitigen, bevor ein Unfall passiere. Der Bürgermeister sicherte einen schnellstmöglichen Vor-Ort-Termin mit der Polizei zu.

Die AWO hat mitgeteilt, den Kindergarten Lauenhain auf Sicht weiter aufrechterhalten zu wollen. Zudem äußerte sie den Wunsch auf Nutzung weiterer Räumlichkeiten im Obergeschoss.


Die drei Eigentümer bieten das betreffende Grundstück unterhalb der Böschung der Stadt zu einem leistbaren Preis zum Kauf an, erklärte alsdann Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD). Er verspricht sich von einem Kauf Synergien; könnte doch das Grundstück bei der eventuellen Umsetzung des Steigs vom Siedlungsweg hinauf zum Bahnhof von Vorteil sein. Hinsichtlich des Weges gibt es seit Jahren Unstimmigkeiten mit Anwohner Bernd Krumm, der die sich durch den Steig ergebende Einsicht in seine Räumlichkeiten beklagt (die NP berichtete). Die Stadt wolle nun Kaufverhandlungen mit der Erbengemeinschaft aufnehmen.

In einer Bürgerversammlung war die Freifläche oberhalb des Feuerwehrgerätehauses als geeigneter Standort für ein Dorfgemeinschaftshaus in Lauenhain ausgewählt worden. "Wir können damit einen Treffpunkt für die Zukunft schaffen", verdeutlichte der Bürgermeister. Vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) wurde ein Zuschuss von 90 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt. Mittlerweile wurde die Planungsfreigabe für einen Neubau eingeholt und das Honorarangebot von Müller-Architekten überarbeitet. Man rechnet mit Gebäudekosten von 400 000 Euro und einem Eigenanteil der Stadt von 70 000 Euro. Die Lauenhainer Bürger werden sich kostenmindernd in den Neubau einbringen. Für die Verkehrs- und Freiflächengestaltung werden Angebote eingeholt. Die jährlichen Betriebskosten - man rechnet mit rund 2000 Euro - sollen über Nutzungsgebühren gedeckt werden. Entsprechende Planungen für einen Neubau werden konkretisiert, für die Umfeldgestaltung Angebote geeigneter Planungsbüros eingeholt und Haushaltsmittel ab dem Jahr 2020 eingeplant.

Im Rahmen des Sanierungskonzeptes im Bereich der Wasserversorgung beschloss das Gremium den Rückbau eines Schachts am Rathaus sowie die Erneuerung eines Schieberkreuzes im Siedlungsweg/Loquitzweg. Beide Maßnahmen belaufen sich auf netto 25 161,09 Euro. Der Auftrag ging an die Firma RK Rohrleitungsbau Kirchhasel.

Bei zwei Gegenstimmen wurden die Sanierung der Fassade, die Erneuerung der Fenster sowie die Anbringung der Werbeanlagen von Harun Elkol in der Lauensteiner Straße 42 in das Kommunale Förderprogramm aufgenommen. Das Objekt grenzt an das Sanierungsgebiet an, liegt jedoch nicht mehr in dessen Geltungsbereich. Aufgrund der Größe und Lage des Gebäudes hat seine Gestaltung - so Ehrhardt - große Auswirkungen auf das Ortsbild von Ludwigsstadt. Die Kosten sind mit 45 000 Euro beziffert; der Zuschuss der Stadt liegt bei 13 500 Euro. 3. Bürgermeister Hubert Bischoff (SPD) bereitete dieses Vorgehen Bauchschmerzen, da man damit die geschaffene einheitliche Linie des Sanierungsgebietes aufweiche.

Mit dem Abbruch des von der Stadt erworbenen Wohnhauses Orlamünder Straße 32 wurde die Firma Eginolf Reuther zum Angebotspreis von 28 868,51 Euro beauftragt. Den Zuschlag für die Wärmedämmung, Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten ging an die Firma Fischbach für 14 055,79 Euro sowie für die Baumeisterarbeiten - bei einer Gegenstimme - an die Firma Zschach für 42 556,90 Euro brutto. Maximilian Heyder (CSU) erachtete hier die Kosten als zu hoch. Zudem mache es in seinen Augen keinen Sinn, nur eine Gebäudeseite mit einer Wärmedämmung zu versehen. Die beiden Firmen kamen auch bei der Sanierung der Giebelwand Orlamünder Straße 5 zum Zuge.

Die sieben Treppenanlagen im oberen und hinteren Friedhofsareal sind schadhaft und die Geländer haben keinen ausreichenden Stand mehr. Eine Treppenanlage ist wegen Sturzgefahr bereits gesperrt. Der Friedhof wird durch die Errichtung eines Doppelstabmattenzaunes verkleinert. Dadurch können zwei Treppenanlagen zurückgebaut werden, die anderen fünf werden erneuert. Hierfür rechnet man insgesamt mit Kosten von 17 600 Euro. Der Auftrag ging an die Firma Schwab Bau Ludwigsstadt.

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Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
14. 06. 2019
17:40 Uhr

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Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
14. 06. 2019
17:40 Uhr



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