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Kronach

Im Handwerk seit Jahrzehnten zu Hause

Feierstunde bei Backhaus Müller: Das Kronacher Familienunternehmen zeichnete besonders treue Mitarbeiter aus.



Das Backhaus Müller ehrte langjährige Mitarbeiter. Das Bild zeigt (von links) Tamara Herbst, Edith Müller, Lukas Müller, Claudia Grünbeck, Peter Müller und Ulrich Müller (zweite Reihe), Elke Saal , Klaus Eber, Johanna Stumpf, Michaela Barnickel, Heike Uhl und Hildegard Burger. Foto: Heike Schülein  

Kronach - Es ist Tradition geworden, dass die Inhaberfamilie des Backhauses Müller alljährlich im Herbst im Rahmen einer kleinen Feier ihre langjährigen Mitarbeiter ehrt - so auch am Samstagabend im Gasthaus "s Antla" in Kronach. Edith Müller sowie ihre Söhne Peter Müller und Ulrich Müller, die das Unternehmen mittlerweile in dritter bzw. vierter Generation führen, bedankten sich bei den Jubilaren herzlich für ihre Treue und ihr großes Engagement mit einer Urkunde, einem Blumengruß sowie einem Geschenk.

"Es ist nicht selbstverständlich, dass in unserer schnelllebigen Zeit Mitarbeiter einem Unternehmen so lange die Treue halten", betonte Edith Müller. Leider sei es mittlerweile schwierig geworden, im Handwerk fachlich qualifiziertes Personal zu bekommen. Eine große Freude war es ihr daher, in diesem Jahr "Oberfrankens beste Verkäuferin" in den eigenen Reihen zu haben: Jenny Bittruf aus Kronach - Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei - wurde mit ihren herausragenden Prüfungsleistungen Kammersiegerin der Handwerkskammer für Oberfranken. Leider konnte sie an dem Abend wegen einer Familienfeier nicht anwesend sein. Aber es folgt noch eine zusätzliche Ehrung durch die Handwerkskammer.

Geehrt wurden an dem Abend für zehn Jahre Betriebszugehörigkeit Elke Saal und Heike Uhl, für 15 Jahre Tamara Herbst und Andreas Gremer sowie für 25 Jahre Michaela Barnickel und Petra Krampe. Bereits 30 Jahre halten Hildegard Burger und Johanna Stumpf sowie sogar 35 Jahre Klaus Eber dem Backhaus Müller die Treue.

"Was die Zukunft unserer handwerklichen Bäckerei betrifft, muss ich mir keine Sorgen machen", freute sich Edith Müller darüber, dass sich ihre Söhne Peter und Ulrich in ihrer Arbeit und in ihrem Wissen so gut ergänzen. Eine Geschäftsübernahme habe nichts zu tun mit Denkmalpflege. "Es ist eine tägliche Herausforderung von überdurchschnittlicher Leistung und Fleiß. Das sind die besten Zutaten und die Garantie für den Fortbestand unserer Bäckerei, denn Tradition ist nicht die Anbetung der Asche", verdeutlichte sie.

Dass man nunmehr wiederum treue Mitarbeitern ehren könne, komme - darin zeigten sich auch ihre Söhne sicher - nicht von ungefähr. Vielmehr sei dies das Ergebnis einer kontinuierlichen Ausbildung - auch in einer Zeit, in der dies nicht so einfach gewesen sei und andere Unternehmen davon abgesehen hätten.

Trotzdem habe man auch in diesen schwierigen Jahren an der stetigen Ausbildung von Nachwuchskräften festgehalten und interessante zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen - und zwar unabhängig vom Alter neuer Mitarbeiter. Elke Saal habe beispielsweise ihre Arbeit für das Backhaus erst mit Mitte 50 aufgenommen. Andererseits habe Klaus Eber noch beim Großvater von Peter und Ulrich Müller, Heinrich Müller, seine Lehre als Bäcker begonnen - und zwar im September 1984 und damit im gleichen Jahr, in dem Ulrich Müller im April auf die Welt kam. "Unser Ebba kennt seine Cheffen seit dem Laufgitter in der alten Betriebsküche!", fügte Ulrich Müller mit an.

Die hochqualifizierten, treuen und langjährigen Mitarbeiter sind dann auch der Grundstein für die - seit der Gründung im Jahre 1911 durch Johann Müller - mittlerweile fast 110-jährige Erfolgsgeschichte des Backhauses mit Filialen in den Landkreisen Kronach, Lichtenfels und Sonneberg.

Das Backhaus Müller verfügt heute über moderne Anlagen, Maschinen sowie Backöfen. "Dies nützt jedoch alles nichts, wenn man keine Mitarbeiter findet, die mit der Technik arbeiten können", betont Peter Müller. Trotz aller Technik werde man bei der Herstellung immer die menschliche Hand brauchen. Am wichtigsten bei alledem sei der Spaß und die Freude am Beruf - sei es als Bäcker/in oder Fachverkäufer/in in den Filialen.

Mit einem gemeinsamen Abendessen im geselligen Beisammensein klang die schöne kleine Feier aus.

Autor

Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
17:48 Uhr

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Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
17:48 Uhr



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