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Kronach

Ja zu einem rundum neuen Geuser

Der Wallenfelser Ortsteil kommt in den Genuss einer Dorferneuerung. Dabei setzt man auf ein bewährtes Erfolgsrezept. Hoffnung setzt man zudem auf ein neues Projekt.



In Geuser will man mit einer 90-prozentigen Bezuschussung das Ortsbild neu gestalten. Foto: Michael Wunder  

Wallenfels - Im Wallenfelser Ortsteil Geuser soll das Dorferneuerungsverfahren eingeleitet werden. Dort will man den öffentlichen Raum mit einer hohen Bezuschussung neu gestalten. Dies beschloss der Wallenfelser Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig. Zunächst war nur vorgesehen, die Zufahrt zum Weiler zu sanieren, jetzt kann mit einer 90-prozentigen Förderung wesentlich mehr gemacht werden.

Aus dem Stadtrat

Der Freistaat Bayern legt ein Programm für Schwimmbäder auf. Im Moment stehen nur Rahmenbedingungen fest. In einen Zeitraum von sechs Jahren will man 120 Millionen Euro in die bayerischen Schwimmbäder investieren. Der Sanierungsbedarf aller Bäder beträgt jedoch 480 Millionen Euro. Gefördert werden Schwimmbecken, Umkleiden und Technik. In Wallenfels gebe es bereits eine Machbarkeitsstudie, welche Kosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro vorsieht.

Der Bürgermeister informierte darüber, dass die Besichtigung der Feuerwehr Wolfersgrün am 27. Juli stattfindet.

Der Maßnahmenkatalog des Landschaftspflegeverbandes sieht als einziges Projekt das Fledermausquartier Wolfersgrün vor. Die Maßnahme ist bereits abgestimmt und wird in diesem Jahr durchgezogen.


Bürgermeister Jens Korn (CSU) stellte anhand von Bildern die entsprechenden Umgestaltungsmöglichkeiten vor. Gute Erfahrungen habe man mit dem Amt für ländliche Entwicklung bereits in Neuengrün und Wolfersgrün gemacht. Bei der Dorferneuerung in Wolfersgrün gibt es zwei öffentliche Projekte. Neben der bereits beschlossenen Ertüchtigung der alten Schule zum Gemeinschaftsraum soll als zweite Maßnahme das Kirchenumfeld angegangen werden. Die Förderung für die vereinfachte Dorferneuerung ist bereits eingeleitet. Die direkten Anwohner kommen in den Genuss einer Förderung für Privatmaßnahmen. Dies sei jedoch nur für die Anlieger möglich und vom Amt explizit so festgelegt worden.

Rainer Kober und Margarita Volk-Lovrinovic vom Regionalmarketingverein "Kronach Creativ" stellten das für Wallenfels geplante Regionalmanagement vor. Mit den vor drei Jahren begonnen Projekt in drei Ortschaften befinde man sich bereits in der Realisierungsphase. Jetzt hätte man die Förderzusage für weitere drei Ortschaften. In Wallenfels wurde mit ISEK und den vorbereiteten Untersuchungen zum Stadtumbau sowie der Erstellung eines Tourismusleitbilds eine sehr intensiv Problemanalyse betrieben, sagte der Bürgermeister. Man könne deshalb die Entwicklungsziele ableiten und erwarte einen gewissen Mehrwert von diesem Prozess.

Rainer Kober möchte die Dinge methodisch voranbringen, um den demografischen Wandel entgegenzuwirken. "Die andere Möglichkeit wäre zuzuschauen, wie alles so weiter geht. Ich denke, es ist aber wichtiger zu überlegen, was man besser machen kann", sagte der Vorsitzende von "Kronach Creativ". Unter der Mitwirkung der Bürgerschaft ist in den vergangenen Jahren auch einiges passiert. Noch vor fünf Jahren waren die Fördersätze nicht so wie heute. Die Bürger müssen wissen, wohin die Gemeinde will, um sich auch entsprechend einbringen zu können. Wallenfels nehme eine gewisse Vorreiterrolle ein und habe eine klare Zielorientierung. Das Kommunalmarketing werde diese klare Orientierung weiter intensivieren.

Projektleiterin Margarita Volk-Lovrinovic meinte, man könne sich auf die Wertung konzentrierten und komme mit einer kurzen Bestandsaufnahme hin. Die Stärken werde man mit 15 gezielten Interviews kennen lernen. Bei zwei Klausurtagungen werde es auch nur drei Handlungsfelder geben. Die örtlichen "Macher" wie Vereinsvorstände und der Stadtrat würden eingebunden.

Rainer Kober meinte, dass sich bisher bei allen drei Gemeinden herausgestellt hat, dass die Schaffung von attraktivem Wohnraum das Wichtigste ist. In Steinwiesen sei man die Wohnungsgeschichte mit dem Umbau des Gerber-Hauses zur Wohnanlage für Senioren angegangen. Man müsse den Menschen auch Zuversicht schenken, damit sie in ihre Immobilien investieren. Um weiter zu kommen, habe man in den anderen Gemeinden ehrenamtliche Immobilienlotsen installiert. In Wallenfels könnte der Slogan heißen: "Tradition bewahren, Zukunft gestalten". Bürgermeister Jens Korn meinte, dass es durch die hohe Förderung finanziell nicht teuer ist, aber wiederum viel Zeit von den Stadträten und der Bürgerschaft investiert werden muss.

Seitens der Stadt Wallenfels sprach man sich für die Auflösung des Schulverbandes Oberes Rodachtal aus. Jens Korn erinnerte an die "schwierige Geburt" bei der Gründung vor Jahren, wo es viel Ärger gab. Nachdem die Mittelschüler nunmehr alle in Kronach unterrichtet werden, besteht die Schulverbandsversammlung im Moment nur als "Hülle" und organisiert lediglich den Schülerverkehr. Ab 2020 übernimmt der Landkreis die komplette Schülerbeförderung, der Stadtrat sprach sich deshalb einstimmig für die Auflösung zum Schuljahr 2020/2021 aus. Dann muss man auch entscheiden, welches Verhältnis die Stadt Wallenfels mit Kronach eingeht. Derzeit wird es über einen Schulvertrag als Gastschulverhältnis geregelt. Die Kosten von 300 Euro pro Schüler und Jahr waren überschaubar, werden sich aber in naher Zukunft auf 1400 Euro erhöhen. Für den derzeitigen Schulverband Oberes Rodachtal werden dann anstelle der 50 000 Euro 185 000 Euro fällig.

Über die derzeitigen Projekte informierte die Verwaltung mit Bürgermeister und Geschäftsleiter Frank Jakob. Demnach sei man dabei, das Fremdwasser im Kanalsystem zu reduzieren. Mittlerweile wurden die Abschnitte festgelegt, besonders der Marktplatz muss noch vor der Stadtsanierung inspiziert werden. In der kommenden Woche wird mit dem Abbruch des Hauses Schützenstraße 7 begonnen. Planer Kersten Schöttner sagte, dass alles Material getrennt werden muss. Die heimische Abbruchfirma Reuther rechnet mit einer halbseitig Straßensperrung von fünf bis sechs Wochen. Das Problem sei der drückende Hang im hinteren Bereich des Grundstücks. Vieles ist auch am Friedhof in der Schnaid zu machen, dort gebe es unter anderen am Leichenhaus und bei der Einfriedung Sanierungsbedarf.

Autor

Michael Wunder
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Veröffentlicht am:
19. 06. 2019
15:44 Uhr

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Michael Wunder

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19. 06. 2019
15:44 Uhr



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