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Kronach

Ja zu neuem Gerätehaus in Wallenfels

Der Stadtrat segnet die Pläne ab. Noch heuer sollen auf dem Woller-Gelände Abrissbagger Platz für den Neubau machen. Und das, obwohl der städtische Haushalt merklich wackelt.



So soll es aussehen, das neue Gerätehaus für die Feuerwehr Wallenfels. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Bauarbeiten 2020 beginnen. Illustration: Architekturbüro Schöttner  

Wallenfels - Der Wallenfelser Stadtrat hat am Montagabend den Bauantrag für ein neues Feuerwehrgerätehaus auf den Weg gebracht. Entstehen soll es auf dem Woller-Gelände, das derzeit noch anderweitig bebaut ist. Die alten Gebäude werden jedoch noch heuer abgerissen, nächstes Jahr beginnt dann der Neubau.

Bufdi-Stelle kommt

Die Stadt Wallenfels hat einen Antrag auf Schaffung einer Stelle im Bundesfreiwilligendienst ("Bufdi") für die Wallenfelser Schule beschlossen. "Es wäre eine sinnvolle Sache, jemand im Bundesfreiwilligendienst an der Schule zu beschäftigen", stimmten Schulleiterin Angela Neder und Bürgermeister Jens Korn überein. Die Grundschule sei dankbar für jeden, der die Schule unterstützt. Jemand der Kinder mitbetreut, Lernschwachen hilft. Er wird mithelfen, aber keinen eigenen Unterricht halten. Gerade im Hort könnte er enorm hilfreich sein.

Billig wird das Vorhaben nicht. Für den Bau eines Feuerwehrhauses gibt es kaum Zuschüsse, im Rathaus rechnet man mit maximal 200 000 Euro. Das wird hinten und vorne nicht reichen. "Wir rechnen grob geschätzt mit mindestens zwei Millionen Euro", erklärte Bürgermeister Jens Korn (CSU). "Das ist Geld, das wir nicht auf der hohen Kante haben und das wir auch für anderes ausgeben könnten." Man sei es den Feuerwehrleuten allerdings schuldig, endlich zu liefern. "Wir versprechen dieses Haus schon unheimlich lange." Das jetzige Gebäude entspreche kaum mehr einer Norm.

 

"Jeder ist der Meinung, dass dieser in einem Planungsgremium erarbeitete Entwurf ein guter Baustein für einen Neubau ist", erläuterte Architekt Gottfried Jagusch-Petzold aus dem Büro Schöttner dem Ratsgremium. Das Grundstück in der Bahnhofsstraße sei zusammen mit der Regierung von Oberfranken begutachtet worden. Es werde allen Anforderungen gerecht. So müssten unter anderem 29 Stellplätze nachgewiesen werden. Auch die Zufahrt der ausrückenden Fahrzeuge müsse getrennt von der Anfahrt der Kräfte erfolgen können.

Keinen Beschluss gab es für den Haushalt der Flößerstadt. Das Zahlenwerk kann laut Bürgermeister erst in der nächsten Sitzung beschlossen werden. Aufgrund von veränderten Bedingungen zum Bezug von Stabilisierungshilfen, die den Wallenfelsern erst jetzt bekannt wurden, müssen heuer mindestens noch 40 000 Euro aus dem Investitionshaushalt gestrichen werden. Damit wäre die Kreditaufnahme geringer als die ordentliche Tilgung. "Wir wollen die Stabilisierungshilfen nicht gefährden", unterstrich Jens Korn. Dabei hatte zuvor schon der Rechnungsprüfungs- und Finanzausschusses den Haushalt um 250 000 Euro abgespeckt.

"Wir müssen kleinere Brötchen backen, so wird etwa im Bauhofumfeld gespart", erläuterte Geschäftsleiter Frank Jakob aus der Sitzung des Rechnungsprüfungs- und Finanzausschusses. Die Darlehensaufnahme konnte auf 354 000 Euro heruntergedrückt werden. "Wir müssen versuchen, noch einige Euro einzusparen. Das werden wir auch schaffen. Auf die Stabilisierungshilfen werden wir auch in Zukunft nicht verzichten können."

Der Förderantrag im Rahmen der Dorferneuerung Wolfersgrün für die Sanierung und den Umbau der alten Schule an das Amt für ländliche Entwicklung wurde einstimmig beschlossen. Die alte Schule wird demnach als Vereinsgebäude und für die Jugend genutzt, erläuterte Beate Monheim-Geiger vom Architekturbüro Schöttner. Der Raum für Veranstaltungen wird nach ihren Worten auf 90 Personen begrenzt. Der Anbau werde begrünt, dafür werde die bestehende Garage weggerissen. Kostenpunkt: 533 000 Euro.

Ausgangspunkt der Überlegungen sei gewesen, das Gebäude so zu ertüchtigen, dass es als Versammlungsstätte genutzt werden kann, erklärte Bürgermeister Jens Korn. Ausgegangen wurde einst von 50 000 Euro Kosten. "Da wäre nur ein zweiter Fluchtweg entstanden und das Treppenhaus ertüchtigt worden." Der Abteilungsleiter des Amts für ländliche Entwicklung, Wolfgang Kießling, habe jedoch eine bessere Lösung aufgezeigt, weil an diesem Gebäude noch viel mehr Handlungsbedarf bestehe. "Hebel" war, dass aus den 50 000 Euro nun 500 000 Euro gemacht werden konnten - bei einer 90-prozentigen Förderung. Korn: "Jetzt haben wir die Chance, an diesem Gebäude Aufgaben zu erledigen, die uns ohnehin vor die Füße gefallen wären."

"Mit der Mustersatzung wäre ich sehr zufrieden", freute sich anschließend der neue Jagdvorsteher von Neuengrün, Alexander Gold. Auf seinen Antrag hin soll die Hundesteuer für Jagdhunde sowie für Bewohner von Einöden auf die Hälfte ermäßigt werden. Dies wurde einstimmig beschlossen. Es gab großes Verständnis für diesen Antrag, weil das Halten eines Jagdhundes nicht mit dem Halten anderer Hunde zu vergleichen sei, erläuterte Bürgermeister Jens Korn.

Autor

Rainer Glissnik
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Veröffentlicht am:
16. 04. 2019
16:16 Uhr

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Rainer Glissnik

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16. 04. 2019
16:16 Uhr



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