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Kronach

Jetzt werden Fördertöpfe angezapft

Der Gemeinderat Steinbach am Wald hat zwei Sanierungsgebiete festgelegt. Dabei hat man unter anderem eine Umgehungsstraße und das Bahnhofsareal im Auge.



Steinbach am Wald - Der Gemeinderat Steinbach am Wald hat in seiner Sitzung am Dienstagabend die förmliche Festlegung der Sanierungsgebiete "Steinbach-Ort/Schönau" und "Rennsteigstraße/Bahnhof" als Satzung beschlossen. Damit wurde die Grundlage für das Anzapfen von Fördertöpfen geschaffen.

Wahlleitung

Zum Wahlleiter für die Kommunalwahlen am 15. März 2020 in Steinbach am Wald wurde Thomas Kotschenreuther bestellt. Als seine Stellvertreterin fungiert Annerose Bittner.


Den Einleitungsbeschluss für die Vorbereitenden Untersuchungen hatte das Gremium bereits im Juni 2018 getroffen. Dabei handelt es sich um eine Bestandsaufnahme, um Sanierungsziele zu entwickeln und Projekte nach ihrer Priorität auszuarbeiten. Nach einer Infoveranstaltung, Eigentümerbefragung sowie behördlichen Abstimmungen billigte der Gemeinderat vor vier Monaten einen Entwurf der Vorbereitenden Untersuchungen. Mittlerweile erfolgte die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie Träger öffentlicher Belange sowie eine Infoveranstaltung für Bürger, in der diese nochmals Ideen und Anregungen einbringen konnten.

"Zwölf Behörden, Nachbargemeinden und sonstige Träger öffentlicher Belange haben Stellungnahmen abgegeben. Zudem liegen drei Stellungsnahmen von Bürgern vor", erklärte Claudia Roschlau vom Ingenieurbüro Baurconsult, die diese Anregungen ebenso erläuterte wie die bei der Infoveranstaltung eingebrachten Anliegen. Alle Hinweise und Einwände seien in die Vorbereitenden Untersuchungen eingearbeitet worden beziehungsweise würden bei der Umsetzung von Maßnahmen sowie der gemeindlichen Entwicklung berücksichtigt. Bürger hatten zum Beispiel einen barrierefreien Bahnhof vorgeschlagen, den Abbruch des Gebäudes Kronacher Straße 10, die Sanierung des Kriegerdenkmals, die Schaffung von Jugendräumen, ein Beachvolleyball-Feld am Freizeitzentrum und die Errichtung von Spielplätzen.

Das Gremium nahm von den Stellungnahmen und Vorschlägen Kenntnis und billigte die vorliegende Fassung der Vorbereitenden Untersuchungen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die gefassten Beschlüsse öffentlich zu machen. Zu dem Punkt hatte sich auch Zuhörer Nikolaus Wiegand zu Wort gemeldet, der seine beziehungsweise die von der Firma Rauschert eingebrachten Anliegen verdeutlichte. Er legte Wert darauf, dass die Umgehungsstraße nicht als "Zufahrt zu Wiegand Glas" bezeichnet wird.

Außerdem beschloss das Gremium die förmliche Festlegung der beiden großzügig bemessenen Sanierungsgebiete "Steinbach-Ort/Schönau" über eine Fläche von rund 18 Hektar sowie "Rennsteigstraße/Bahnhof" mit rund 27 Hektar als Satzung. Die Frist zur Durchführung der Sanierung wird auf 15 Jahre festgelegt. Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) dankte für die "Super-Zuarbeit" der Regierung und von Baurconsult. Auch die Bürger hätten sich mit vielen guten Gedanken eingebracht. "Wir haben jetzt eine gute Grundlage, auf die wir aufbauen können", betonte er. Die Projekte werde man nach einer Prioritätenliste angehen - hinsichtlich der Notwendigkeit sowie des finanziellen Aufwands.

Ganz oben stehen drei Maßnahmen: die Machbarkeitsstudie für eine Umgehungsstraße, die Umgestaltung des Bahnhofsareals sowie das kommunale Förderprogramm für private Haushalte. Dieses ist zunächst noch an das Sanierungsgebiet gebunden; später soll es auf die ganze Gemeinde ausgeweitet werden. Das Thema wird in einer der nächsten Sitzungen behandelt.

Bauamtsleiter Andreas Vetter gab einen Überblick über aktuelle Baumaßnahmen. Seit einigen Tagen läuft wieder der Verkehr auf der Staatsstraße 2209. Auch die Ortsverbindung Buchbach-Schauberg ist wieder befahrbar. Der offizielle Abschluss der Frankenwaldgruppe erfolgt am 17. Oktober. Derzeit werden die Hausanschlüsse gemacht. Die Dorfscheune Windheim wird zur Kerwa nicht ganz fertig, aber nutzbar, etwa als Unterstellmöglichkeit bei Regen. Auch die Toiletten sind zugänglich. Im Dorfhaus Kehlbach erfolgte die Abnahme von Heizung, Sanitäranlagen und Lüftung. In der Gemeindegasse wird die Asphaltierung wiederhergestellt. Die Badstraße bleibt für Restarbeiten noch offen, später wird sie ebenfalls asphaltiert. Bis zum Wintereinbruch folgen sukzessive die Gehsteige. Der zweite Bauabschnitt wird im Frühjahr 2020 angegangen. Die Maßnahmen der Frankenwaldgruppe in der Hasengasse werden sich bis Anfang Dezember hinziehen. Für den Generationenpark Windheim wurde mit dem Abschälen der Kunststoff-Schicht begonnen. Man hofft auf eine Fertigstellung in diesem Jahr. Fast abgeschlossen sind die Maßnahmen am Dorfteich Buchbach.

Josef Herrmann (FW) erkundigte sich nach der Behebung schadhafter Stellen an der Kreisstraße KC 18 in Hirschfeld in Richtung Blumenstraße. Dies werde heuer noch erledigt, sagte Vetter. Herrmann monierte auch, dass in der Nikolausstraße nach Abbruch der Gartenmauer Oberflächenwasser in das Grundstück und somit auf Privatfläche laufe. Laut Bürgermeister Löffler ist dort auch der Bordstein ramponiert, was man 2020 beheben wolle.

Das Gremium beschloss zudem die Aufforstung der gemeindlichen Waldfläche zwischen der Bebauung an der Brunnenstraße und dem Lärmschutzwall. Vorgesehen ist die Waldrandgestaltung im westlichen Bereich mit Vogelkirsche sowie im nördlichen Bereich mit Traubenkirsche. Den Kernbereich sollen Buchen und Roteichen bilden. Insgesamt werden 1400 Bäume gepflanzt. Dafür gibt es Fördermittel. Mit der Aufforstung folgt man einem Vorschlag der Forstverwaltung. Man rechnet mit Kosten von 7631,50 Euro sowie Einnahmen von mindestens 3425,50 Euro.

Autor

Heike Schülein
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
09. 10. 2019
16:18 Uhr

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Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
09. 10. 2019
16:18 Uhr



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