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Kronach

Klares Bekenntnis zum Standort

Der Klinik-Geschäftsführer sieht auch die Politik beim Thema Pflegenotstand am Zug. Die JU macht sich vor Ort ein Bild.



Die Frankenwaldklinik will ihr Pflegepersonal aufstocken.  

Kronach - Seit mehr als einem halben Jahr hat die Frankenwaldklinik mit Philipp Löwenstein einen neuen Geschäftsführer. Der Kreisvorstand der Jungen Union Kronach (JU) machte sich jetzt ein Bild vor Ort.

Nach einer Besichtigung der Notaufnahme und der Intensivstation traf man sich mit der Geschäftsleitung der Helios Frankenwaldklinik zum Gespräch. Wie JU-Kreisvorsitzender Markus Oesterlein mitteilte, habe er klargemacht, dass die Frankenwaldklinik ein wichtiger Bestandteil der Stadt Kronach sei und die Region eine Klinik benötige. Dies könne nur gelingen, wenn man motiviertes Personal habe. Löwenstein versicherte laut JU-Pressemitteilung, sein Ziel sei es, Personal zu halten und neues zu gewinnen. Gerade angesichts des Fachkräftemangels schaffe man dies nur mit guten Arbeits- und Lebensbedingungen. Dabei sieht er die Politik vor Ort in der Pflicht und lobte das Engagement des Klinikbeirats. Sein Ziel sei besonders ein Ausbau beim Pflegepersonal.

Löwenstein gab laut Oesterlein ein klares Bekenntnis zum Standort Kronach ab. So investiere man jährlich an die drei Millionen Euro in die Klinik. Auf die Frage von JU-Kreisgeschäftsführer Michael Müller, ob man nun einen Neubau oder eine Sanierung präferiere, kündigte Löwenstein ein Baustruktur-Gespräch an, das die Möglichkeiten klären soll.

Erfreut zeigte sich stellvertretende JU-Chefin Tina-Christin Rüger, dass sich die Notaufnahme nicht mehr abmelde und somit die Klinik für Notfälle immer gewappnet sei. "Im Notfall will man nicht ewig fahren, sondern schnell dahin, wo kompetent geholfen werden kann", so Rüger und lobte besonders das Engagement der in der Notaufnahme tätigen Mitarbeiter.

Für JU-Schatzmeisterin Susanne Heinlein war die Gynäkologie und Geburtshilfe wichtig. Als junge Mutter sei ihr dies ein Herzensanliegen. "Gerade als werdende Mutter benötigt man Planungssicherheit. Eine Schließung des Kreißsaals darf nie vorkommen", so Heinlein. Hier habe man laut Löwenstein organisatorische und personelle Voraussetzungen geschaffen. Mit dem neuen Chefarzt Dr. Gabriel Stoinescu und seinem Team biete die Frankenwaldklinik eine medizinische Kapazität auf dem Gebiet der Gynäkologie und Geburtshilfe an. Auch dass die frühere Chefärztin Dr. Annett Reinisch weiterhin zusätzlich zu ihrer neuen Tätigkeit in der Frankenwaldklinik arbeite, sei ein wichtiger Punkt. Die kontinuierliche Zertifizierung als "babyfreundliche Geburtsklinik" sei ein Qualitätsmerkmal und spreche für die hervorragende Arbeit, die in der Gynäkologie geleistet werde. Löwenstein machte deutlich, dass man die Gynäkologie und Geburtshilfe als wichtige Abteilung nicht missen möchte.

Laut Oesterlein hat sich an der Frankenwaldklinik vieles bereits zum Positiven verändert: "Klar ist aber, dass man mehr Pflegepersonal benötigt. Die Arbeitsbedingungen muss die Geschäftsführung optimieren, wir als politisch Aktive die Lebensbedingungen. Ich denke, hier sind wir beide auf einem guten Weg." Nur mit top motivierten Mitarbeitern könne man zufriedene Patienten haben. Dies müsse oberstes Ziel der Geschäftsleitung sein. ju

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Veröffentlicht am:
14. 07. 2019
16:00 Uhr

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14. 07. 2019
16:00 Uhr



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