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Klöppelkunst in 600 Stunden Handarbeit

In Nordhalben wird ein Kunstwerk enthüllt, an dem 14 Frauen drei Jahre lang beschäftigt waren. Insgesamt sind 2733 Exponate ausgestellt.



Beate Agten zeigt einen Teil der Spitzen-Ausstellung. Foto: Maria Löffler  

Nordhalben - "Die Idee war, dass wir unsere Spitzen nach außen tragen", erzählte Schul- und Museumsleiterin Beate Agten bei der Enthüllung eines ganz besonderen Kunstwerkes. In Nordhalben wurde in 600 Stunden Handarbeit eine Rose aus Alterfil-Garn, Kupferdraht und Kupferblech geschaffen, die jetzt die Roseninsel ziert. Mit Geduld und Liebe zum Klöppeln waren 14 Frauen damit beschäftigt, einen Gedanken Realität werden zu lassen. "Der Prozess hat drei Jahre gedauert, aber es hat sich gelohnt", ist Beate Agten überzeugt.

Zwischen 30 und 150 Paar Klöppel habe man dafür manchmal gleichzeitig gebraucht, um die Rose mit einem Durchmesser von zirka 80 Zentimetern zu erschaffen. Die Initiatorin beschreibt, wie mühevoll die Kleinarbeit stellenweise war: "Das Kupferblech wurde aufgebohrt und dann die Spitzen an das Kupferblech angenäht. Mit dem Alterfil-Garn haben wir dann die Blätter von innen nach außen eingenäht." Für den Rahmen der Rose sorgte Hobbyschmied Bernd Daum, der eine Zeichnung als Grundlage für seine Arbeit benutzte.

Wie klöppeln funktioniert und was daraus entstehen kann, erfuhren Interessierte im Museum. Die Klöppelkunst beschränkt sich nämlich längst nicht mehr nur auf Spitzendeckchen und Fenstervorhänge. Ganze 2733 Exponate in einer unwahrscheinlichen Vielfalt hängen in der Ausstellung "Alterfil - das ist Spitze - kreativ ohne Grenzen."

Selbst erfahrene Klöpplerinnen zeigten sich beeindruckt von den kunstvollen Motiven. Beate Agten: "Viele haben sich an der Ausstellung beteiligt. Die Jüngste war eine siebenjährige Nordhalbenerin, die Älteste war 93 Jahre." Längst sei man beim Klöppeln von zweidimensional auch auf dreidimensional gewechselt, erzählt sie weiter. Christbaumkugeln oder Ostereier eigneten sich beispielsweise perfekt dafür. "Klöppeln ist Heimat- und Traditionspflege. Es fördert die Feinmotorik. Es steht auch nicht das Produkt im Vordergrund, sondern das arbeiten an sich." Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Juni im Klöppelmuseum in Nordhalben zu besichtigen.

Autor

Maria Löffler
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Veröffentlicht am:
06. 05. 2018
16:38 Uhr

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Maria Löffler

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06. 05. 2018
16:38 Uhr



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