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Kronach

Klöppelmuseum im Aufwind

Lange Zeit war die Nordhalbener Einrichtung ein Sorgenkind. Doch nun sind die Besucherzahlen binnen weniger Jahre von 200 auf 1450 angestiegen.



Klöppeln scheint wieder "in" zu sein. Das macht sich nun auch im Museum bemerkbar. Zudem rührte man für die Einrichtung auch fleißig die Werbetrommel. Foto: Marcus Führer / dpa  

Nordhalben - Klöppelmuseum, Breitbandausbau und Biodiversität sind die beherrschenden Themen der jüngsten Gemeinderatsitzung in Nordhalben gewesen. Zunächst legte die Leiterin des Klöppelmuseums, Beate Agten, dem Gremium Zahlen und Fakten der Einrichtung vor. Nachdem es zuletzt im Gemeinderat Kritik an den schlechten Nutzerzahlen gab, konnte Agten nun Positives vermelden: Demnach seien die Eintrittszahlen in den vergangenen zwei Jahren kontinuierlich gestiegen. Auch die Kursteilnehmerzahlen hätten sich von 200 im Jahr 2017 auf 1450 im Jahr 2019 gesteigert. Dadurch, dass man seit 2019 einen Raum weniger zur Verfügung habe - dieser wird von der Volkshochschule genutzt - spare man 700 Euro Miete ein. Der Unterricht zweimal die Woche für die Kinder, am Donnerstag für die offene Ganztagesschule und am Freitag allgemeiner Klöppelunterricht, werde immer noch gut angenommen und soll auf jeden Fall weitergeführt werden.

Stolz auf Kammersieg

Das Gremium und Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) zeigten sich stolz, mit Milena Scherbel eine oberfränkische Kammersiegerin im Friseurhandwerk in der Gemeinde zu haben (die NP berichtete). Der Bürgermeister gratulierte und überreichte ihr ein Geschenk.


Durch die Kooperation mit "Handwerk und Kultur" sowie dem Oberen Rodachtal habe man auch sehr gute Zahlen verzeichnen können; zum Beispiel hätten von "Handwerk und Kultur" im Jahr 2019 bisher 198 Gruppen, über das Oberer Rodachtal 29 und direkt beim Klöppelmuseum 351 Gruppen, Besuche gebucht.

Auch bei Ausstellungen sei man optimistisch, so Beate Agten. In diesem Jahr seien bisher drei Ausstellungen gelaufen und hätten auch Fachpublikum nach Nordhalben gebracht. Auch auf dem Werbesektor habe sich einiges getan. Bei der Frankenpost in Hof habe man fünf Workshops durchgeführt, man sei bei der Gartenmesse in den Saaleauen und beim Regio-Reisemarkt in Ludwigsstadt präsent gewesen. Zudem habe man das historische Stadtspektakel bereichert, ebenso wie den Nordhalbener Kunstsommer und die Schieferwochen sowie das Theaterstück "Der blutige Klöppelschlips" und die Arnika-Akademie-Veranstaltung "Körper, Geist und Seele". In den sozialen Medien sei man auf der Homepage und mit einem Newsletter auf Instagram und Facebook aktiv. "Hier haben wir viele Reaktionen und einige Bilder gingen schon rund um die Welt", sagte Beate Agten stolz.

Horst Wolf (FW) und Michael Wunder (CSU) dankten der Leiterin für die Arbeit und die positive Entwicklung. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) fragte nach der Zusammenarbeit mit Bad Steben, dem Oberen Rodachtal und Thüringen. Agten meinte, dass die gemeinsame Umsetzung mit der Ausrichtung des Oberen Rodachtals schwierig sei. In Bad Steben sei man aber eingebunden bei der Erstellung eines Textilweges und auch die Zusammenarbeit mit Thüringen solle zeitnah in Angriff genommen werden.

Der für das Biodiversitäts-Projekt zuständige Ansprechpartner Michael Büttner stellte im Anschluss den Antrag, ein Konto für den Eingang der Fördermittel und Spenden der Bevölkerung einzurichten. Damit soll der Haushalt der Gemeinde entlastet und vor allen Dingen eine kurzfristige Handlungsfähigkeit gewährleistet werden. Die Verwaltung des Kontos liegt in den Händen der Gemeindeverwaltung. Es wurde einstimmig beschlossen, ein Konto einzurichten und für Michael Büttner und Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) eine Verfügungsberechtigung bis 500 Euro anzusetzen.

Geschäftsleiter Joachim Ranzenberger gab schließlich noch einen Sachstandsbericht über den Breitbandausbau im Außenbereich des Gemeindegebietes von Nordhalben. Insgesamt 28 Anwesen seien davon betroffen; davon seien 20 bereit, sich anschließen zu lassen. Nach einer Markterkundung habe sich jedoch herausgestellt, dass kein Anbieter ein Gesamtgebot abgeben würde. Daraufhin habe man das Projekt in zwei Lose aufgeteilt. Für das Los zwei (Richtung Ködelberg mit Stengelshof et cetera) gab die Firma Thüga ein Angebot ab. Für beide Lose ging noch ein Angebot einer bisher unbekannten Firma ein. Michael Wunder (CSU) meinte, dass man wenigstens wieder ein Teilgebiet erschließen könne; vielleicht gehe es ja dann noch weiter.

Bernd Daum (FW) sagte, man solle auch die Alternativen im Auge behalten.

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Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
17:18 Uhr

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Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
17:18 Uhr



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