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Kronach

Kommt die "Mercedes-Lösung"?

In Nordhalben überlegt man, was man nach Abriss leer stehender Häuser mit den neuen Freiflächen macht. Im Gespräch sind zwei "Mini-Parks".



So könnte die neue Freifläche an der Neuen Gasse 46 in Nordhalben gestaltet werden. Die Architektinnen Manuela Wich und Heike Sell schlagen dafür unter anderem Sitzgruppen, Hochbeete und einen Wasserlauf vor. Foto: Planungsgemeinschaft Wich und Sell   Foto: Planungsgemeinschaft Wich und Sell

Heinersberg - Städtebausanierung, Freiflächenplanung und Bürgerbus - das sind die Hauptthemen der Nordhalbener Gemeinderäte gewesen, die diesmal in der alten Schule in Heinersberg getagt haben. Die beiden Flächen Neue Gasse 46 - hier ist das Anwesen bereits zurückgebaut - und Roseninsel 30, das in naher Zukunft weggerissen wird, sollen neu gestaltet werden.

Neue Festplatte für den Kassenautomaten

Der Kassenautomat im Naturerlebnisbad Nordhalben ist defekt. Die Festplatte ist kaputt und muss ausgetauscht werden, was Kosten in Höhe von 1000 Euro bedeutet. Dabei gibt es keine Garantien, wie lange sie hält. Zweiter Bürgermeister Ludwig Pötzinger (FW) meinte, man solle prüfen, welche Möglichkeiten es sonst noch gibt und nichts überstürzen. Für Rudolf Ruf (CSU) war es eine angemessene Lösung. Man solle parallel dazu nach anderen Anlagen schauen. Dieser Meinung war auch Bernd Daum (FW), der von einer Mindestlebenszeit von sieben Jahren ausging. Mit zwei Gegenstimmen beschloss man die Beschaffung der Festplatte. Außerdem will man nach Alternativen suchen.

 

Die Planungsgemeinschaft Manuela Wich und Heike Sell stellten nun bei der Gemeinderatssitzung ihren Planungsentwurf für die beiden Freiflächen vor. In die Planung wurden die Wünsche der Anwohner ebenso aufgenommen wie der Nutzen, die Pflege der Flächen und die Verwertbarkeit der abgerissenen Materialien. So überlegt man für das Gelände der Roseninsel 30 Folgendes: Im Bereich des ehemaligen Hauses soll eine Spielwiese entstehen, Pergolen dienen als Abgrenzung, Lichtspots beleuchten Mauern und den Zugang. Eine Versickerungsmulde soll in der ehemaligen Zufahrt entstehen. Die Begrenzungsmauern werden aus Natursteinen gefertigt, Pflanzflächen für Anwohner entstehen und Sitzgelegenheiten begrenzen die Rasenfläche. Für die Neue Gasse 46 gibt es ebenfalls detaillierte Planungen. Der Bereich wird in drei Ebenen aufgeteilt, bedingt durch die abschüssige Lage. Im oberen Bereich sind Parkplätze vorgesehen, die zweite Ebene ist durch Natursteine abgegrenzt und kann von den Bürgern genutzt werden. Hier könnten Hochbeete, Gemeinschaftsflächen und ähnliches entstehen. Im unteren Bereich schließlich kann der Wasserzufluss aus dem bestehenden Stollen für ein Wasserbecken und einen kleinen Wasserlauf genutzt werden. In Richtung der Straße, angrenzend an das Wasserbecken, stehen Sitzwellen, Sitzgruppen entstehen unter Bäumen. Dokumentationstafeln könnten zeigen, wie sich der Bereich im Laufe der Zeit verändert hat. Die Kosten schätzt man auf 161 000 Euro für die Neue Gasse 46 und 126 000 Euro für die Roseninsel 30. Durch die Nordostbayerninitiative könne man eine 90-prozentige Förderung erhalten. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) meinte, dass dies eine sehr anspruchsvolle "Mercedes" Lösung sei. Man werde sie selbstverständlich anpassen und sinnvoll ändern.

 

In diesem Jahr will man noch mit der Sanierung der Mauern in der Neuen Gasse angefangen, als Basis für die Arbeiten im nächsten Jahr. Außerdem sollen die Ausschreibungen erfolgen, wenn man sich auf eine vertretbare Lösung festgelegt hat. Den Räten Ralf Ellinger (FW), Hans Blinzler (CSU) und Rudolf Ruf (CSU) ist wichtig, dass viel mit Naturmaterialien wie Holz und Stein gearbeitet wird. Außerdem hätten die beiden Architektinnen auch an den Winter gedacht und Flächen für Schneelagerung vorgesehen, lobten sie. Pöhnlein (FW) erklärte, dass man in Zukunft nicht alle frei werdenden Flächen so aufwendig gestalten könne. Es gebe auch kleine Lösungen, die diese Gebiete aufwerteten.

Bernd Daum (FW) lobte die Vorstellung. Man sei auf die Bedürfnisse und Wünsche der Einwohner eingegangen. Diese zwei Mini-Parks werteten die umliegenden Anwesen auf und sollten auf jeden Fall ein sozialer Treffpunkt werden. Auch Horst Wolf, gen. Schmidt (FW) sprach sich für die Entwürfe aus. Man könne dadurch die Lebensqualität der Anwohner heben.

Einstimmig beschloss das Gremium, aufbauend auf diese Planungsvorschlägen weiterzumachen.

Autor

Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
13. 06. 2018
16:44 Uhr

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Susanne Deuerling

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13. 06. 2018
16:44 Uhr



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