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Kritik an schlechter Parkmoral

Einige Straßen in Steinwiesen werden rücksichtslos zugeparkt. Auch die Feuerwehr hat damit zu kämpfen. Jetzt ist es Thema bei der Bürgerversammlung.



Steinwiesen - Digitales Gesundheitsdorf, Kommunalmarketing und viele Anfragen standen bei der Bürgerversammlung in Steinwiesen am Montag im Mittelpunkt.

Digitales Gesundheitsdorf

Andreas Hamper vom Fraunhofer Institut stellte das Digitale Gesundheitsdorf vor. Gerade in Zeiten des Ärztemangels sei es sinnvoll, Untersuchungen wie Blutdruckmessung, Gewichts- oder Schlafüberwachung von zu Hause aus durchzuführen. Im eigenen Haus befindet sich der Computer, der mit einer Kommunikations- und Vernetzungsplattform verbunden ist und so die Daten an den Hausarzt, Ehrenamtliche und den Pflegedienst weiterleitet, je nachdem wer gebraucht wird. Im nächsten Jahr sollen auch Haushalte in Steinwiesen in das Projekt eingebunden werden. Alle Bürger können Teil des Projektes werden. Dazu wird es unter anderem eine schriftliche Umfrage geben. Wer jetzt schon Interesse hat, kann sich bei Martina Simon vom Fraunhofer Institut melden, Telefon 0911/580619589, E- Mail martina.simon@scs.fraunhofer.de

 

Heinz Heckelt sprach die katastrophale Parksituation an, etwa in der Bahnhofstraße an der Kreuzung Ankerstraße (altes Gasthaus Post). Es würden keine Verkehrsregeln beachtet, kein Mindestabstand eingehalten und alles werde zugeparkt, obwohl in der Bahnhofstraße Parkplätze vorhanden seien. Hier könne nur ein Appell an die Bürger helfen, sagte der Bürgermeister.

 

In diesem Zusammenhang zeigte Christian Kremer von der Feuerwehr Steinwiesen auf, dass man mit den Feuerwehrfahrzeugen oftmals am Mühlberg Probleme habe durchzukommen. Das gelte auch für etliche zugeparkte Straßen im Tal und sogar neben dem Feuerwehrhaus . Er bat darum, einen entsprechenden Appell an die Bevölkerung im Mitteilungsblatt zu veröffentlichen.

Reinhard Beierkuhnlein fragte wegen der enormen Wildschäden nach, die sich oben in der Rögnitz finden. Er fragte nach, wie es mit Ausgleichszahlungen aussieht und wer diese zahlt. Bürgermeister Gerhard Wunder erklärte, dass hier die Jagdpächter verantwortlich seien. Wenn es ihr Budget überschreite, hafte die Jagdgenossenschaft. Die Gemeinde sei nicht haftbar zu machen. Laut Jagdexperte Klaus Küfner ist das Schwarzwild eine Katastrophe und fast nicht in den Griff zu bekommen.

Barbara Tkocz reklamierte, dass an der Rodach am Beierswehr viele Lichter die ganze Nacht brennen würden. Das sei ein Problem im Hinblick auf Lichtverschmutzung, außerdem führe das zu einer Blendung ihres Anwesens. Wunder entgegnete, dass die Lichter zur Sicherung des Flusses dienten. Die Helligkeit werde um 22 Uhr um 50 Prozent reduziert. Eine Abdeckung zur Hausseite werde man prüfen. Außerdem monierte Tkocz, dass zu wenige Bänke an Spazierwegen stünden. Das sei gerade für ältere Menschen ein Problem. Auch dies will der Bürgermeister prüfen lassen. Ein immer wiederkehrendes Anliegen von Barbara Tkocz ist ein Fußgängerüberweg im Bereich Fritzla oder "Grüner Baum". Das Überqueren sei ein Spießrutenlauf, man solle dies berücksichtigen, wenn das Gerberhaus bewohnt sei. Das sei bereits etliche Male von der Polizei und dem Landratsamt geprüft und nicht für notwendig befunden worden, sagte Wunder. Dennoch sagte er eine weitere Prüfung zu, obwohl bereits klar sei, dass nichts dabei herauskommen werde. Zum Schluss regte Tkocz einen eingezäunten Hundeplatz an. Dafür sei die Gemeinde nicht zuständig, dies muss von einer Privatperson verwirklicht werden, erklärte der Bürgermeister.

Winfried Beierlorzer fragte nach, was aus dem Projekt Mehrgenerationenspielplatz geworden sei, der in der Dr.-Josef-Müller-Str. entstehen sollte. Es seien Spenden geflossen, und nun höre man nichts mehr. Das Projekt und die Spenden gebe es, aber in der Gemeinde sei nichts eingereicht worden. Wenn das Vorhaben nicht realisiert werde, müssten die Spender gefragt werden, was mit dem Geld geschehen soll.

Lothar Höhn prangerte die Verschmutzungen an den Rändern der Lukas-Cranach-Straße und Dr.-Josef-Müller-Straße an. Diese seien verdreckt und verwachsen. Die Eisenbahnfreunde mähten zwar den Bahndamm und den Abhang und die Gemeinde die unteren Grundstücke, aber für die Ränder ist keiner zuständig. Wunder meinte, dass sich die Gemeinde darum kümmern werde. Außerdem sprach Höhn die Heizung in der alten Turnhalle an. Besonders am Samstag trainierten dort viele Gruppen. In der Halle sei es jedoch sehr kalt, weil am Wochenende nicht geheizt werde. Wunder entgegnete, dass eigentlich alles geregelt sei, man müsse nur den Hausmeister informieren. Auch die Belegung müsse abgesprochen werden. Für die Vereine gebe es einen Vertrag, alle anderen entrichteten einen kleinen Beitrag.

Helmut Michel fragte nach, wie teuer der Radweg vom Hotel bis in den Ort sei und warum dieser überhaupt sein müsse. Man könne doch gut die Kohling fahren und dann weiter bis zum Ortsausgang. Dann müsse für die Kohling eine Absturzsicherung angebracht werden, die genauso teuer sei, sagte Wunder. Auf der Bahntrasse sei die Fahrt gefahrlos, außerdem soll später ein Wasserspielplatz das Ganze vervollständigen. Von den Gesamtkosten für den Radweg von 320 000 Euro werde die Hälfte für die Brücken investiert. Susanne Michel lobte die Bademeister und Verantwortlichen des Freibades, in diesem Jahr hat alles gestimmt, die Wassertemperatur und die Betreuung seien einfach gut gewesen.

Vor den Anfragen hatte der Bürgermeister über die Gemeindepolitik informiert. In der Förderoffensive Nordostbayern würden zahlreiche Projekte in allen Ortsteilen in Angriff genommen. Auch für die alte Turnhalle wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Nun ist ein Wettbewerb ausgeschrieben. Bis Ende 2022 soll die Halle in neuem Glanz erstrahlen. In Angriff genommen wird auch der Platz Pfarrer-Bayer-Straße 1 mit Umfeld und der Kreuzung zur Blumenstraße. Das Freibad, gemeindliche Mietwohnungen und das neue Fahrzeug der Feuerwehr Steinwiesen seien ebenfalls Themen.

Autor

Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
19. 11. 2019
17:04 Uhr

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Autor

Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
19. 11. 2019
17:04 Uhr



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