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Kronach

Kronachs Zugpferd präsentiert sich in Topform

Herbe Verluste im ersten, satte Zuwächse im zweiten Halbjahr: Mit dem Ende der Bauarbeiten auf der Festung kommt es zur Kehrtwende. Doch noch ist nicht alles Gold, was glänzt.



Die Festung Rosenberg, das Herzstück der Lucas-Cranach Stadt, ist auf dem Weg zum Leuchtturmprojekt zu werden. Dank vieler Investitionen und einem immer besser greifenden Nutzungskonzept befindet sich die Festung auf dem Weg zum Besuchermagnet, aber auch zu einem Veranstaltungszentrum der Kreisstadt. Foto: Hajo Dietz  

Kronach - Der Ausschuss für Tourismus-, Stadtmarketing- und Soziales der Stadt Kronach hat in der Sitzung am Montag den Wirtschaftsplan für das Jahr 2020 verabschiedet. Die Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebes der Lucas- Cranach Stadt, Kerstin Löw, erläuterte das umfangreiche Zahlenwerk und nahm auch Kritik und Anregungen aus dem Gremium entgegen. Zunächst wandte sie sich nochmals dem laufenden Jahr zu, das von vielen Baumaßnahmen im ersten Halbjahr geprägt war, weshalb Löw von einer Zweiteilung über das Jahr 2019 sprach. Mit dem Ende der Sanierung der Festungsstraße, der Eröffnung des Jufa-Hotels sowie der Fertigstellung des Zeughauses mit großem Veranstaltungssaal ging die Sonne über der Festung Rosenberg und für den Tourismusbetrieb wieder auf. Die Saal- und Hoteleröffnung führten zu einem starken Belebungseffekt auf der Festung Rosenberg, der sich auch in den Einnahmen der zweiten Jahreshälfte 2019 widerspiegelt. So schöpft die Tourismuschefin Hoffnung, dass die herben Verluste durch die Baumaßnahmen im ersten Halbjahr 2019 in der zweiten Jahreshälfte mehr als ausgeglichen werden können.

"Der Turnaround ist eingeleitet und gibt Hoffnung für die Zukunft", freute sich Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) der, wie die Leiterin und die Mehrheit der Räte das im Jahr 2009 beschlossene Festungsnutzungskonzept durch verschiedene Nutzungserweiterungen greifen sieht. Auch wenn diese eine Reihe von Mehrbedarf an Arbeitsaufwand, Logistik und Infrastruktur mit sich brachten. Um diesen Bedarfen zu begegnen, wird seit einigen Jahren auch ein Personalentwicklungskonzept für die Festung Rosenberg fortgeschrieben, was eine Stellenmehrung, aber auch gleichzeitig eine Höherqualifizierung der Mitarbeiter zur Folge hat. Im Haushaltsjahr 2020 führt die Umsetzung des Personalentwicklungskonzeptes voraussichtlich letztmalig zu einer weiteren Kostensteigerung, die sich auch in einer nochmaligen Mehrung des Jahresverlustes um rund 52 000 Euro niederschlagen wird. Für 2020 wird insgesamt mit einem Jahresverlust von 930 000 Euro gerechnet.

Dieser Verlust rief erneut Klaus Simon (SPD) zur Wortmeldung auf. Er prognostiziert schon seit einiger Zeit, dass man in nächster Zeit die Millionengrenze mit dem Jahresverlust überschreite. Jens Schick (FW) sah Möglichkeiten, die Stellschrauben bei den Vermietungen nachzuziehen. Die Einnahmeansätze seien ihm zu vorsichtig, weshalb mit Zustimmung des Gremiums eine Einnahmeerhöhung um 8000 auf 20 000 Euro vorgenommen wurde. Jonas Geissler sah die Beteiligung an den Kosten für das Internet mit 50 Prozent zu hoch. Das müsse auf maximal ein Drittel geändert werden, auch dadurch lasse sich der Verlust mindern.

Der Erfolgsplan für das Jahr 2020 wurde mit Erlösen von rund 670 000 Euro und Aufwendungen von rund 1,590 Millionen Euro, was einem Defizit von circa 930 000 Euro entspricht, bei Gegenstimme von Klaus Simon angenommen. Die Mehrheit der Räte sah die Arbeit des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebes auf einem guten Weg.

Marina Schmitt (SPD) sah gute Zukunftsperspektiven durch die Zusammenarbeit mit dem Frankenwald Tourismuscenter und verspricht sich mehr Bekanntheit auch durch den Wandermarathon, der im Mai erstmalig vom TVB ausgerichtet wird. Martina Zwosta (FL) schlug vor, die Rosenberg Festspiele intensiver für Schulen anzubieten.

Winfried Lebok (CSU) will den Zeughaussaal auf der Festung stärker Firmen anbieten. Er bietet seinen Worten nach Technik, Raum und Ausstattung für Konferenzen und Seminare. Markus Oesterlein (CSU) zeigte sich guten Mutes. Aufgrund der Entwicklungen werde das Defizit nicht die Million Euro erreichen. Auch er sieht im Nutzungskonzept einen entscheidenden Faktor, noch besser zu werden.

Autor

Karl-Heinz Hofmann
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
18:18 Uhr

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Karl-Heinz Hofmann

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Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
18:18 Uhr



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