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Kronach

Landrat verkündet Radweg-Durchbruch

Wenn es nach der Bürgermeisterin gegangen wäre, könnte man entlang der KC 3 schon radeln. Nun aber scheinen alle Probleme gelöst zu sein. Rollen heuer noch die Bagger?



Radeln entlang der Kreisstraße KC 3 ist bisher noch nicht möglich. Aber im Laufe des Jahres könnte sich das ändern. Foto: Christian Charisius / dpa   » zu den Bildern

Wilhelmsthal - Freudige Überraschung zu Beginn der Wilhelmsthaler Bürgerversammlung in der Kronachtalhalle in Steinberg: Der Radweg entlang der KC 3 wird jetzt wahrscheinlich tatsächlich realisiert. Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD): "Ich bin happy, so weit waren wir noch nie!"

Drei Baustellen im Gemeindegebiet

Das Gemeinschaftshaus in Effelter soll ab September 2019 abgerissen werden. Der Rohbau wird für den Zeitraum von Oktober 2019 bis Mai 2020 angepeilt, der Ausbau bis November 2020. Für anvisierte 900 000 Euro (davon 90 Prozent förderfähig) sollen im einfachen bis mittleren Standard ein barrierefreier Saal mit Platz für etwa 60 bis 80 Personen, zusammenhängende Vereinsräume, große, ebenerdige Türen, verschiebbare Wände, Abstellmöglichkeiten, eine Garage sowie ein Lagerplatz und Außenanlagen entstehen.

Für die Sanierung des alten Schulgebäudes in Steinberg liegt noch kein genehmigter Bauantrag vor. Sobald dies der Fall ist, soll die Ausschreibung erfolgen. Geplanter Baubeginn wäre dann August/September 2019. Gelänge es, geeignete Firmen zu finden, will man das Dach noch in diesem Jahr erneuern. Kostenpunkt: etwa eine Million Euro (90 Prozent förderfähig). Große Veränderungen der Räumlichkeiten an sich soll es nicht geben, der Eingangsbereich soll bleiben, ein Klassenzimmer soll zum Mehrgenerationencafé umgestaltet werden, im anderen will sich der heimatgeschichtliche Arbeitskreis niederlassen. Neu wird ein direkter Ausgang zum Hof sein. Im ersten Stock sind der Musikverein und die Jugend untergebracht. Toiletten werden überall generalsaniert. Zusätzlich entstehen wird ein Balkon in Stahlbauweise, der im unteren Bereich einer Verschattung dienen soll. Das Dachgeschoss soll bis auf vier abschließbare Abstellboxen ungenutzt bleiben. Außen werden Parkplätze gepflastert.

Beim Gemeinschaftshaus in Hesselbach gilt folgender Zeitplan: Abriss des alten Gebäudes im Winter 2019. Baumeisterarbeiten ab Frühjahr 2020, Fertigstellung Ende 2020. 1,125 Millionen Euro (90 Prozent förderfähig) sollen investiert werden, um unter anderem einen Saal für Vereine, einen Ausschank, zwei Vereinszimmer, einen Abstellraum, neu gestaltete Außen- und Terrassenflächen sowie eine kleine Grünanlage mit Pavillon, Brunnen und Sitzmöglichkeiten zu schaffen.


Die Enttäuschung, dass dieser Radweg nicht schon beim Neubau der Kreisstraße angelegt worden war, ist der Bürgermeisterin nicht mehr anzumerken. "Ich schaue nach vorne. Was war, ist vorbei." Und nach vorne bedeutete nicht nur der Termin Ende Juni, an dem laut Gunter Dressel, dem zuständigen Sachbearbeiter des Landratsamts, die Pläne bei der Regierung eingereicht werden sollen. Es bedeutet aber auch, mit den Bürgern einen Blick auf die Planung zu werfen.

Idyllisch soll er werden, mit Highlights und sich gut in die Natur einfügen. Gunter Dressel kam fast ins Schwärmen, als er den Verlauf beschrieb. Beginnen werde er demnach an der Abzweigung zur Staatsstraße Richtung Gifting, werde teilweise direkt an der Staatsstraße, teilweise aber oben am Waldrand entlang führen. Teile am Waldrand sollen dann als Wirtschaftsweg ausgebaut werden. "Eine Teilstrecke geht als Steg an der Kremnitz entlang." Enden werde er vorerst bei der Kläranlage in Gifting. Als geplanten Fertigstellungstermin nannte Dressel Ende 2020. Die Kosten wurden erst einmal auf 1,5 Millionen Euro beziffert. Abwarten müsse man noch das Ergebnis einiger Bodengutachten.

Landrat Klaus Löffler durfte die frohe Nachricht verkünden: "Beim Radweg an der KC 3 ist uns der Durchbruch gelungen. Wir haben alle an den Tisch geholt und alle unterstützen dieses Projekt. Wenn alles gut geht, dann ist in diesem Jahr noch Baubeginn." Seine Freude darüber schickte er wie ein Stoßgebet in den Himmel: "Wir danken vor allem den zuständigen Behörden und den Grundstückseigentümern für die außerordentlich gute Zusammenarbeit."

Aber er war nicht nur froh, beim Radweg wieder einen großen Schritt weiter zu sein. Löffler lobte vor allem die wirtschaftliche Stärke, die soziale Ausgewogenheit, die kulturelle Vielfalt mit einem starken Bildungsangebot und das starke Ehrenamt in der Region. "Wir haben die Zukunftsgestaltung im Blickwinkel. Und das ist möglich, weil viele Menschen mehr tun, als sie eigentlich müssten. Das ist ein starkes Fundament."

Gute Nachrichten kamen auch aus Richtung der Architekturbüros "Koenig + Kühnel" und Kersten Schöttner. Für das Gemeinschaftshaus in Effelter berichtete Planerin Christine Bardin über den Stand des Projekts. Da bekanntermaßen die Kosten für eine Sanierung des alten Gebäudes viel zu hoch gewesen wären, habe man sich zu einem Neubau entschlossen. Nicht zuletzt auch, weil Dank der Förderoffensive Nordostbayern eine 90-prozentige Förderung möglich gewesen sei. Für den Neubau des Gemeinschaftshauses in Hesselbach übernahm Kersten Schöttner vom gleichnamigen Architekturbüro die Vorstellung (siehe Infokasten) . Eingangs legte er die Gründe für den Ersatzneubau dar: "Schlechte Bausubstanz, viele Flächen schlecht nutzbar." In Steinberg werde man das alte Schulgebäude erhalten, da es sich hier um ein Bauwerk mit Denkmalcharakter und einer erhaltenswerten Bausubstanz handele.

Am Ende der Präsentation übernahm noch einmal die Bürgermeisterin das Mikrofon. Sie lobte die Förderoffensive Nordostbayern als so etwas wie einen göttlichen Segen. Dennoch müsse man sich sputen, denn Ende 2020 werde dieser warme Regen erst einmal wieder abgestellt. Und mit Stolz in der Stimme: "Von sieben Projekten, die wir eingereicht hatten, bekamen wir sechs bewilligt." Aber auch "kleine Dinge" habe man in Angriff genommen. Kleine Dinge, die aber oft eine große Portion Entscheidungsfreudigkeit und diplomatische Abstimmung erfordert hätten. "Entscheidungen mit Augenmaß" nannte sie es.

Am Ende gab Bürgermeisterin Susanne Grebner den Anwesenden noch einmal die Möglichkeit, Fragen oder Anliegen zu stellen. So schwirrte auch das Thema Digitalisierung, Netzabdeckung und schwarze Löcher durch den Saal. Hier konnte sie allerdings schon etwas vorsichtigen Optimismus verbreiten: "Vorhandene Mobilfunk-Masten werden ausgebaut. Die Telekom übernimmt den Mast in Effelter und O2 kümmert sich um den im Birkenweg. Ob diese Ausbaumaßnahmen alle Funklöcher schließen können, wissen wir erst, wenn alles fertig ist." Nicht ganz glücklich war man auch über den Zustand des Steinberger Leichenhauses und die neue Straßenausbausatzung. Dies betreffe vor allem die Anwohner der "Grieser Straße", die nun mit ihren Bescheiden quasi in der Luft hingen.

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Maria Löffler
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Veröffentlicht am:
05. 06. 2019
16:50 Uhr

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Maria Löffler

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05. 06. 2019
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