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Kronach

Lauensteins Gesicht verändert sich

Vielen anstehende Projekte werden bei der Bürgerversammlung angesprochen. Dazu gehören auch der Bau einer Parkscheue und einheitliche Schilder.



Die neue Parkscheune auf dem ehemaligen Gelände der Burg-Bräu soll im Herbst 2020 bezugsfertig sein. Das Bild zeigt (von links) Geschäftsleiter Frank Ziener, Planer Julian Schmidt, Bürgermeister Timo Ehrhardt, Planerin Iris Bracke, Abteilungsdirektorin Marion Resch-Heckel, Planer Jürgen Kolb und Statiker Friedrich Wilhelm Zoller am Bauplatz beim "Tag der Städtebauförderung" 2019. Foto: Heike Schülein  

Lauenstein - Am Mittwochabend fand eine Bürgerversammlung im "Goldenen Löwe" statt. Das Erscheinungsbild wird sich in den kommenden Jahren weiter maßgeblich verändern. "Wir möchten den Ortseingang repräsentativer machen", versprach Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) hinsichtlich der sich auf den Bereich von der B 85 bis zur Buswendeschleife erstreckenden Rahmenplanung. Auch der Abriss der Burg-Bräu-Brache soll den Ort noch attraktiver machen. Der Rückbau wurde mit Entsorgung des Bauschutts 2019 abgeschlossen. Das Planungsbüro Station c23 aus Leipzig hat für die Neugestaltung einen Entwurf unter Einbeziehung der Anlieger erarbeitet. Man prüft zudem, die Zufahrt nach Lauenstein auf das Areal zu verlegen. Mit der Neugestaltung ist 2021 zu rechnen. Von den rund 850 000 Euro Gesamtkosten muss die Stadt rund 170 000 Euro tragen.

Keine Mitsprache beim Burghotel

Seit 2008 überlegt der Freistaat Bayern, wie man das Burghotel wieder nutzen könne. Nach erfolgloser Pächtersuche will er nun sechs Ferienwohnungen in dem Objekt errichten. Im Orlamündersaal plant man zudem einen Raum für Veranstaltungen. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von um die 8 Millionen Euro ist für 2025 vorgesehen. Die Kosten für den Planungswettbewerb betrugen 180 000 Euro, davon seitens der Stadt 15 000 Euro. "Da die Verantwortung beim Freistaat liegt, können wir uns nicht mehr in die Diskussion einbringen", erläuterte Bürgermeister Timo Ehrhardt und räumte ein, dass dies nicht das erhoffte Ergebnis sei. Gleichzeitig war er aber dem Freistaat dankbar.

 

Da auf dem Areal Garagen standen und Stellplätze genutzt wurden, besteht ein Bedarf von 20 Stellplätzen im unteren Dorf. Hierfür entsteht im Bereich der leer stehenden Anwesen Orlamünder Straße 22 und ehemals "Fassl" eine Parkscheune. Diese umfasst nach Fertigstellung voraussichtlich im Herbst 2020 dann 14 Pkw- und acht Wohnmobil-Stellplätze, die bereits alle vergeben sind. Von den 1,3 Millionen Euro Kosten (inklusive Rückbau) beträgt der Eigenanteil der Stadt rund 300 000 Euro.

 

Zum "Wohlfühlcharakter" soll auch ein neues einheitliches Beschilderungskonzept beitragen. Hierzu fand bereits Ende Oktober ein Info-Abend statt. Ein weiteres Großprojekt ist die angedachte Nachnutzung "Alte Schule" mit Umfeld. Für die im Stadteigentum befindlichen Gebäude am Anger hat Stadtplaner Franz Ullrich ein Nachnutzungskonzept erarbeitet. "Ziel ist die Schaffung einer Art Bürgergemeinschaftshaus mit Nutzungsmöglichkeiten für Vereine", so der Bürgermeister. In den nicht benötigten Gebäudeteilen könnten Wohnungen entstehen. Das Projekt wird mit 90 Prozent Zuschuss unterstützt.

Weitere Maßnahmen der letzten Jahre waren unter anderem die Sanierung von Stützmauern sowie der Erwerb von Leerständen, deren Abbruch und Nachnutzung. Das Staatliche Bauamt erneuerte die B 85-Bahnbrücke bei Lauenstein. Auf Drängen der Stadt wurde außerdem eine Behelfsumfahrung durch die Lauensteiner Mühlwiesen ausgebaut. Der Weg dient auch der Erschließung der Kneippanlage und als Radweg.

"Es wurde viel investiert", freute sich Ehrhardt. Das Gesamtvolumen aller seit 2008 getätigten Investitionen betrage 42,2 Millionen Euro, davon 12,7 Millionen Euro Eigenmittel. Er dankte dem Freistaat für die hohen Fördermöglichkeiten und die gewährten Stabilisierungshilfen. Am 29. November könne man in Nürnberg erneut einen Förderbescheid über 2,4 Millionen Euro entgegennehmen. Damit lägen die Schulden Ende 2019 unter 4,5 Millionen Euro.

Auch Pfarrer Johann Beck dankte für die Investitionen und den Einsatz in Richtung München. Bevor seine Zeit in Lauenstein 2020 ablaufe, brannten ihm noch einige Themen unter den Nägeln - insbesondere das alte Pfarrhaus. Nachdem die Kirche keine drei Gebäude unterhalten könne, müsse dieses veräußert werden. Sonst laufe man Gefahr, dass es verfalle. Weiter regte er an, um das Pfarrersgrab auf dem Friedhof eine Fläche für anonyme Urnenbestattungen anzulegen. Hinsichtlich der Nachbesetzung eines Arztes für Ludwigsstadt verwies er auf Dr. Franke, die jedoch in Saalfeld praktiziere. Man führe bereits gute Gespräche, weitere Abstimmungen seien aber nötig.

Michael Welsch fragte, inwieweit die Vereine beim angedachten Bürgerhaus mit in die Planungen einbezogen würden. "Wir bauen das für Lauenstein. Natürlich werden die Vereine mit einbezogen", antwortete Ehrhardt. Man müsse bis Ende 2019 Entscheidungen treffen, da der Förderantrag über 1,6 Millionen Euro bis Mitte 2020 gestellt werden müsse, sonst gingen die Mittel verloren. Der Musikverein solle eine eigene Ebene erhalten, eine Ebene solle gemeinsam genutzt werden.

Siegfried Scheidig bat, in das neue Beschilderungskonzept die Außenbereiche mit einzubeziehen - beispielsweise die Mountainbike-Strecken. Derzeit hapere es gewaltig, auch bedingt durch Holzeinschläge. Dies wolle man nach dem innerörtlichen Beschilderungskonzept angehen. Rainer Seifert prangerte die nächtliche Holzabfuhr um 3.30 Uhr an und regte das Aufstellen eines "Nachtruhe"-Schildes etwa von 23 Uhr bis 5 Uhr an. Zudem beklagten er und Scheidig starke Verschmutzungen der Fahrbahn. Der Bürgermeister pflichtete dem bei. Man versuche, zu Lösungen zu kommen.

Markus Dietz bat den Bürgermeister, noch einmal mit den Gebäude-Eigentümern im Bereich der Engstelle wegen der Pflege ihrer Anwesen zu reden. Die Leute kümmerten sich nicht, kämen nur ein, zwei Mal im Jahr und der entfernte Bewuchs liege nun schon seit Juli dort. Die Verantwortung liege hier bei den Eigentümern, betonte der Bürgermeister. Man solle jedoch noch vor dem Straßenbau eine Lösung finden, da es danach eigentlich zu spät sei.

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Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
18:08 Uhr

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Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
18:08 Uhr



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