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Kronach

Lauf auf Abstand

Der Run of Hope findet heuer trotz der Pandemie statt. Ein Event im LGS- Gelände gibt es aber nicht. Trotzdem soll die Aktion die Gemeinschaft der Teilnehmer stärken.



Der Vorstand des Vereins "Gemeinsam gegen Krebs" wird vom 3. Vorsitzenden Günter Landgrafe (links) auf die Laufstrecke geschickt. Fotos: Karl-Heinz Hofmann   » zu den Bildern

Kronach - Der 18. Run of Hope (Lauf der Hoffnung) des Vereins "Gemeinsam gegen Krebs" findet dieses Jahr wegen Corona als virtueller Lauf statt. Jeder Teilnehmer bestimmt für sich, wann er auf welcher Strecke läuft. Hocherfreut zeigt sich das Organisationsteam um der innovativen Veranstaltung um Martina Stauch (Vorsitzende), Wolfgang Beiergrößlein (2. Vorsitzender) und Günter Landgrafe (3. Vorsitzender) über mehr als 500 Anmeldungen für den virtuellen Lauf, der vom 6. bis zum 20. September stattfindet.

Für alle Läufe gelten die Corona- Hygienebedingungen. Um an die große Benefizveranstaltung zu erinnern, die bisher schon 17 Mal mit großem Rahmenprogramm stattfand, trafen sich das Organisationsteam des Vereins, die Sportgruppen und die Schirmherren am LGS-Gelände zu einer Bilanzbesprechung. "Hoffentlich bleibt dies der einzige virtuelle Lauf in der Vereinsgeschichte", sagte 3. Vorsitzender Günter Landgrafe. Bei der Besprechung wurden selbstverständlich alle Hygiene-Regeln eingehalten. "Es waren schweißtreibende und nervenaufreibende Wochen", sagte Martina Stauch und sprach ihrem ehrenamtlich engagierten Team aus der Seele. Anfangs, als Corona aufkam und die ersten Lockdown- Einschränkungen verkündet wurden, war man fast verzweifelt, denn es habe so ausgesehen, als sei die Benefizveranstaltung nicht durchführbar. Zumindest nicht mit dem gewohnten Rahmenprogramm. Also musste eine neue Idee her. Unter hilfreicher Beratung des Ehrenvorsitzenden der Turnerschaft Kronach, und Vereinsmitglied von "Gemeinsam gegen Krebs", Uli Zeuß, konnte eine ganz neue Variante eines virtuellen Laufes ausgearbeitet und mit viel technischem Wissen sowie viel organisatorischer Logistik umgesetzt werden. Und nun findet der erste virtuelle "Run of Hope" im Landkreis Kronach statt.

Heute blickt man auf über 500 Teilnehmer, die allesamt am großen Gewinnspiel mit attraktiven Preisen teilnehmen. Die Startnummer ist zugleich Los- und Glücksnummer. Die Verlosung findet öffentlich am Freitag, 2. Oktober, unter Aufsicht des Vorstandsmitglieds und Stadtrats, Heinz Hausmann, in der Onkologischen Schwerpunktpraxis von Martina Stauch in Kronach, statt. Das Treffen am Samstag am LGS-Gelände mit Ehrengästen und einigen Sportlern unter Einhaltung der Corona Hygienebedingungen wurde auch zum Anlass genommen, um öffentlich den vielen Spendern und Sponsoren zu danken, die auch in diesem Jahr die außergewöhnliche Aktion unter dem Motto "Für ein gemeinsames Miteinander" mit vielen Geld- und Sachspenden sowie anderer Hilfe unterstützen.

3. Bürgermeister der Stadt Kronach, Bernd Liebhardt, entbot die Grüße von Bürgermeisterin Angela Hofmann und 2. Bürgermeister Michael Zwingmann. Er zeigte sich sehr dankbar darüber, dass der Run of Hope nicht abgesagt wurde. Das Motto "Für ein gemeinsames Miteinander", ergänzte er auf "ein gemeinsames verantwortungsvolles Miteinander". Das zeige, dass die hoch engagierte und motivierte Mannschaft des Vereins verantwortungsbewusst mit der neuen virtuellen Lauf-Variante ein Signal der Zuversicht setze. Der Verein habe sich der Verantwortung und Aufgabe gestellt, dass in Zeiten der Corona-Pandemie gewisse Dinge einfach nicht funktionieren, habe aber zugleich die Hoffnung vermittelt, dass es auch andere, neue Wege gibt. Der 2. Vorsitzende und ehemalige Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein freute sich, dass der Verein den Zusammenhalt auch während dieser schwierigen Zeit nicht verloren hat.

Martina Stauch erinnerte an die vergangenen großen Benefizveranstaltungen mit all ihren großen Rahmenprogrammen mit Blasmusik, Gesang, Sport und Tanz, Pop und Rock auf der Seebühne und rundherum die Gesundheitsmeile. Es war ein buntes Treiben von Mittag bis Mitternacht mit Feuerwerk und Lasershow rund um die Seebühne. Sie blickte ins Gründungsjahr 2003, als der "Run of Hope" von den Botschaftern für das Leben aus der Taufe gehoben wurde: "Keiner wusste wie dieses Ereignis angenommen würde und es waren zunächst wenige, die sich dafür begeistern ließen. Die Idee war gemeinsam etwas gegen die tückische Erkrankung Krebs zu tun. Wir sind der Krankheit nicht einfach ausgeliefert, sondern wir können was dagegen tun. Aber im Laufe der Jahre setzte sich der Gedanke der Gemeinsamkeit und des Zusammenhaltes der Generationen, gesunder wie kranker Menschen, durch und der ‚Lauf der Hoffnung‘ wurde immer mehr zu einem Erfolg. Und auch aus der neuen Variante, dem virtuellen Lauf, wurde ein Erfolg, was man jetzt schon resümieren kann."

Wichtig seien für die Erkrankten auch soziale Kontakte. Über 500 Anmeldungen sind ein Riesenerfolg und es kamen Sponsoren und Spender in nie geglaubter Anzahl und Förderbereitschaft auf den Verein zu. Und sie dankte im Namen des Vereins auch den Helfern im Hintergrund und den Läufern, die auch in schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie nicht den Mut verloren haben und weiter zueinander stehen unter dem Motto, das vor Bekanntwerden des Corona-Virus kreiert wurde: "Für ein gemeinsames Miteinander". Die Vereinsgründerin freute sich außerordentlich, dass man in dieser schwierigen Zeit die Ziele nicht aus den Augen verliere: "Unsere Aufgabe bleibt die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, insbesondere die Verbesserung der ambulanten Betreuung von krebskranken Menschen", sagte Martina Stauch und damit bat sie zum Start, den jeder dieses Mal individuell absolviert, um den Abstand zu gewährleisten.

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Karl-Heinz Hofmann
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Veröffentlicht am:
13. 09. 2020
16:14 Uhr

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Karl-Heinz Hofmann

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Veröffentlicht am:
13. 09. 2020
16:14 Uhr



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