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Kronach

Mit Atemschutz und Drehleiter im Einsatz

Bei einer spektakulären Übung am Kronacher Schulzentrum zeigt die Feuerwehr ihr Können. Auch das Engagement der jüngsten Mitglieder ist dabei gefragt.



Rettung aus dem ersten Stock: Einige Schüler konnten bei der Schauübung der Kronacher Feuerwehr das Gebäude schon unter Aufsicht verlassen.   Foto: Maria Löffler

Kronach - Starke Rauchentwicklung in einer Garage, eine Explosion im Dachstuhl, Personen, die sich noch im Gebäude befinden - ein Horrorszenario also, das die Kronacher Feuerwehr bei ihrer Schauübung am Schulzentrum im Nachgang der Feuerwehr-Aktionswoche Gott sei Dank nur simulierte. Vor zahlreichen Zuschauern bewies sie ihre Kompetenz in Sachen Brandschutz, Gefahrenabwehr und Personenrettung.

Die Kronacher Wehr war mit einer beachtlichen Mannschaft ausgerückt und sie hatte auch ihre Jüngsten schon dabei. Zum ersten Mal durften die Jungen und Mädchen der Kinderfeuerwehr an einer Übung teilnehmen und sie nahmen ihre Sache sehr ernst. Sie waren es ja schließlich, die in die Rolle der Schüler schlüpften, die man aus dem Fachklassentrakt des Schulzentrums in Sicherheit bringen musste.

Doch bevor das alles geschehen konnte, wurde erst einmal alarmiert. Gemeldet wurde eine starke Rauchentwicklung aus der Garage, in der der Bücherbus untergebracht ist. Er hatte scheinbar Feuer gefangen, und das war auch der Grund für die Explosion im Dachstuhl. Brisant wurde die Lage deshalb, weil sich noch Personen im Gebäude befanden. Und so kam unter anderem die Drehleiter zum Einsatz.

14.10.2019 - Schauübung der Kronacher Feuerwehr - Foto: Maria Löffler

Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr
Schauübung der Kronacher Feuerwehr

Parallel geschahen viele Dinge auf einmal. Der Brand in der Garage wurde mit einem Schaumteppich unter Kontrolle gebracht. Das Feuer wurde gelöscht, die Personen wurden aus dem Gebäude gerettet und sofort in einem aufblasbaren Zelt versorgt. Sichergestellt wurde auch, dass keine Brandnester zurückgeblieben waren. Erst als wirklich keine "Gefahr" mehr bestand, kam der Befehl von Einsatzleiter Christian Grebner: "Wasser abdrehen, die Übung ist beendet."

Hautnah erlebten die Zuschauer auch die Ausrüstung, die Atemschutzgeräteträger und die Fahrzeuge. Angerückt war die Wehr unter anderem mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug und dem Tanklöschfahrzeug. Kommandant Christian Büttner: "Natürlich sind wir nicht mit allen Fahrzeugen hier. Eine Notmannschaft bleibt immer in Bereitschaft."

"Wir sind an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden für die Bevölkerung da", ergänzte Vorsitzender Stefan Wicklein. Er kommentierte einen Teil des Geschehens und sah in den zahlreichen Zuschauern, vor allem den jungen, potenziellen Nachwuchs für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Kommandant Christian Büttner sorgte für Transparenz im Geschehen und erklärte alles Schritt für Schritt. Übungen wie diese trügen dazu bei, das Wirken der Feuerwehr öffentlich darzustellen und das Ansehen in der Bevölkerung zu festigen, sagte er.

Er habe einen "Riesen-Respekt" vor der Kronacher Wehr, sagte Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger, der auch von den vielen Zuschauern beeindruckt war. Sein Resümee: "Wir für Euch und Ihr für uns." Und auch der Kronacher Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein fand lobende Worte: "Für mich ist keine Schuld größer und dringender als denjenigen Dank zu sagen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich und freiwillig für ihre Mitmenschen und unsere Gesellschaft eindrucksvoll engagieren." Er sprach über Können, Herzblut und Verlässlichkeit, aber auch über das Handwerkszeug, das Stadt und Landkreis zur Verfügung stellten. Der Dank der Verantwortlichen galt am Ende unter anderem natürlich allen Mitwirkenden, aber auch dem Sachaufwandsträger der Bücherei, dem Landkreis, und Hausmeister Timo Vogler.

—————

Mehr Bilder unter www.np-coburg.de

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Maria Löffler
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Veröffentlicht am:
14. 10. 2019
15:54 Uhr

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Maria Löffler

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Veröffentlicht am:
14. 10. 2019
15:54 Uhr



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