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Kronach

Müllgebühren bleiben 2018 konstant

Erst ab 2019 könnten höhere Beträge auf die Bürger zukommen. Dann werden die Rücklagen aufgebraucht sein.



Müllgebühren bleiben 2018 konstant  

Kronach - Es wird im nächsten Jahr keine Erhöhung der Müllgebühren im Landkreis Kronach geben. Das sagte Abteilungsleiterin Susanne Knauer-Marx am Mittwoch in der Sitzung des Abfallwirtschaftsausschusses. Dort wurde der Haushalt 2018 beraten. Im Jahr 2019 allerdings wird sich der Ausschuss nach ihren Worten mit einer neuen Kalkulation der Gebühren befassen müssen. Um eine etwaige Erhöhung möglichst moderat zu halten, will man beim Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken bereits jetzt auf eine realistische Festsetzung der Umlage für die Verbrennung von Haus- und Sperrmüll hinwirken.

Null problemo mehr beim Problemmüll

Das neue Konzept für die Problemmüllsammlungen stellte Thomas Mattes vor. Die Neukonzeption fand die Zustimmung des Zweckverbandes und soll ab 2019 greifen. Sammelzeiten werden demnach an Sammelstationen zur Sommerzeit am Dienstag von 16 bis 18 Uhr und zur Winterzeit von 15 bis 17 Uhr und am Samstag zwischen 9 und 12 Uhr (Februar bis November) sein. Das ergibt 42 Sammeltage (bisher 26) und 86 Sammelstunden (70). Neben den tatsächlichen Problemabfällen aus Haushaltungen werden auch Abfälle angenommen, die seitens der Bevölkerung als Problemabfälle angesehen werden - zum Beispiel Dispersionsfarbe, eingetrocknete Farb- und Lackreste oder Medikamente. Problemabfälle, für die ein Rücknahmesystem (Batterien, Altöle) über den Handel eingerichtet ist, werden ebenfalls angenommen. Sammlungen werden ausschließlich in Gemeinden, Märkten und Städten angeboten. Deshalb entfallen ab 2019 die Problemmüllsammlungen in den Orten Neuses, Fischbach und Friesen.


Das Jahr 2017 könne noch mit einer Rücklage von rund 898 000 Euro abgeschlossen werden. Angesichts einer vor vier Jahren durchgeführten Senkung der Müllgebühren um 18 Prozent wird das Polster Ende 2018 aufgebracht sein. Zusätzlich zur damaligen Gebührensenkung wurden 650 000 Euro in neue Mülltonnen investiert, die auch noch gepflegt werden müssen.

"Insgesamt fiel im Jahr 2017 ein Gebührenbedarf von 4,1 Millionen Euro an, dem Entsorgungsgebühren in Höhe von 3,4 Millionen Euro gegenüberstanden", so Knauer-Marx. Es mussten 671 300 Euro aus der Rücklage entnommen werden.

Auch der Bericht von Werner Badum über die Umsetzung von Baumaßnahmen an Wertstoffhöfen wurde positiv aufgenommen. Ulrich Doert vom geowissenschaftlichen Büro Hofmann & Heimbucher in Kulmbach gab einen Sachstandsbericht über die Ergebnisse von Untersuchungen bei stillgelegten Bauschuttdeponien. Es handelte sich um langfristige Boden- und Wasseruntersuchungen der ehemaligen Deponien Förtschendorf, Tettau-Kiesel, Tettau-Schauberg, Nordhalben und Steinbach am Wald. Die erfreuliche Nachricht: Es sind keine Gefährdungen durch Bodenbelastungen festgestellt worden. Es besteht aber Handlungsbedarf zur weiteren Nachsorge, die Jahre dauern kann. Es ergeben sich mehrere Maßnahmen, unter anderen die Errichtung neuer Grundwassermessstellen, deren Kosten bei rund 145 000 Euro liegen.

Dem Antrag des Diakonischen Werkes auf Zuschuss von 9000 Euro für den Gebrauchtwarenmarkt wurde zugestimmt.

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Karl-Heinz Hofmann
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2017
20:24 Uhr

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Karl-Heinz Hofmann

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2017
20:24 Uhr



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