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Kronach

Naturschützer fordern 2 + 1-Ausbau

In Zusammenhang mit der Lerchenhoftrasse spricht der BN von "rechtswidriger Planung". Besser sei der Ausbau der Bestandstrasse.



Kronach - Der Bund Naturschutz (BN) sieht sich durch das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes in seiner Kritik an der Lerchenhoftrasse (B 303) und am vierspurigen Ausbau der B 173 bei Johannisthal weitgehend bestätigt. Die Planung sei rechtswidrig und dürfe nicht vollzogen werden.

"In allen Planungsschritten hat der BN die umweltfreundliche Alternative, den Ausbau der bestehenden Staatsstraße mit einem Kreisverkehr zur Verknüpfung an die B 173, eingebracht. Im Raumordnungsverfahren war das auch erfolgreich gewesen. Dann wurde vom Staatlichen Bauamt im Planfeststellungsverfahren jedoch wieder die Lerchenhoftrasse hervorgeholt. Unsere Klage vor dem VGH hat nun gezeigt, dass unsere Alternative nicht richtig geprüft wurde. Das ist ein toller Erfolg für die Bürgerinitiativen Johannisthal, Tüschnitz und Au, den BN und alle, die sich hier jahrelang engagiert haben", so Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BN.

Jetzt könne man umplanen, ohne ein völlig neues Verfahren beginnen zu müssen. "Wir warnen allerdings davor, mit der gescheiterten Lerchenhoftrasse weiterzuplanen und nur kosmetische Korrekturen vorzunehmen. Dies würde wieder scheitern. Die Umweltbelange wie geringerer Flächenverbrauch, Schutz landwirtschaftlich nutzbaren Bodens, Schutz des Landschaftsbildes, Schutz der Lebensräume von Weißstorch und Co. und der bessere Hochwasserschutz in der Rodachaue sprechen eindeutig für den Ausbau der Bestandstrasse", betont Martin Geilhufe. Gegebenenfalls nötiger Lärmschutz für Theisenort ließe sich mit einer Lärmschutzwand bewältigen.

Die Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Kronach, Elisabeth Hoffmann, fordert deshalb im weiteren Verfahren auch die deutlich flächensparenderen Varianten eines "2 + 1-Ausbaus" der Bestandstrasse und der B 173 mit einem Kreisverkehr nördlich von Johannisthal zu untersuchen. "Hier kann nun die Politik die Chance nützen und zeigen, dass es ihr mit ihren Plänen zu Flächensparen und Umweltschutz ernst ist, indem man von den Maximalvarianten mit enormen Eingriffen in Überschwemmungsgebiete der Rodach und hohem Natur- und Flächenverbrauch abrückt", so Hoffmann. In Zeiten von Waldsterben auch im Frankenwald und den Folgen der Klimaveränderungen müssten Konsequenzen gezogen werden, die den Straßenbau zu Gunsten klimafreundlicherer Verkehrsmittel in ein verträglicheres Maß setzten.

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Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
18:26 Uhr

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05. 11. 2019
18:26 Uhr



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