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Kronach

Neues Leben fürs "Alte Schloss"

Nach dem Verkauf des historischen Gebäudes an eine Privatinvestorin gibt es nun konkrete Pläne für dessen Nutzung. So kann die Marktgemeinde die Remise zum Museum umbauen.



Das "Alte Schloss" in Küps wird wieder hergerichtet. Eine Professorin will es behutsam sanieren.   Foto: Archiv » zu den Bildern

Küps - Dr. Anna Helene Feulner ist im Raum München aufgewachsen und inzwischen Professorin in Berlin. Der Landkreis Kronach liegt also in der Mitte ihrer beiden Lebenswelten. Wohl auch deshalb suchte sie hier ein Flößerhaus. Doch dann verliebte sie sich in das "Alte Schloss" in Küps, das bereits seit Längerem zum Verkauf stand. Jetzt will sie diesem zu altem Glanz verhelfen.

Einstimmig billigten dann auch die Küpser Räte den gemeinsamen Bauantrag von Anna Helene Feulner und der Marktgemeinde. Oliver Reiß vom Ingenieurbüro Müller Stettfeld hatte im Vorfeld die Planungen präsentiert.

Laut Bürgermeister Bernd Rebhan wird die neue Eigentümerin das Haupthaus sanieren, das weiterhin Wohnräume beherbergen soll. Die historischen Funktionen, die auf Grund einer Studie nachvollzogen werden konnten, sollen dabei wiederhergestellt werden. Die Marktgemeinde übernimmt die Sanierung der 1721 erbauten Remise. Dabei handelt es sich um ehemalige Pferdeställe mit Gästezimmern darüber; die Wärme der Pferde "beheizte" damals die darüber liegenden Räume.

Die Remise war zuletzt Praxis und Wohnung. Künftig soll sie aber eine öffentliche Nutzung erhalten. Der Markt will darin ein kleines Museum mit einem Ausstellungsraum im Erdgeschoss. Geplant ist der Einbau eines kleinen Aufzugs sowie eine neue Treppe und der Einbau neuer Sanitäranlagen. Bereits erfolgte neuzeitliche Einbauten, wie sie etwa im Obergeschoss zu finden sind, sollen hingegen entfernt werden. Auch eine spät eingebaute Außenwand zwischen historischen Säulen wird zurückgebaut. Stattdessen wird eine Glasfassade eingebaut, die geöffnet werden kann. Somit sollen die ursprünglichen Umrisse wieder entstehen, da sie für eine Nutzung als Museum geradezu ideal seien, schwärmte Rebhan. "Wir kitzeln bei der Remise das Schöne und Alte heraus, sodass der Ursprungscharakter besser zur Geltung kommt!"

Was man allerdings brauche, sei ein Behindertenparkplatz. Bürgermeister Bernd Rebhan erklärte, es gebe hier verschiedene Ideen für weitere Parkmöglichkeiten, die allerdings noch nicht spruchreif seien.

Die Eigentümerin des Gebäudes sei bereits mehrfach zu Besprechungen nach Küps gekommen, freute sich der Rathauschef über die gute Zusammenarbeit.

Ralf Pohl fragte nach einem Depot für die Exponate, die nicht gezeigt werden. Zudem wollte er wissen, wie lange die Nutzung abgesichert sei und welche Verpflichtung auf die Marktgemeinde zukämen. "Es liegt noch kein museales Konzept vor. Und da soll da jetzt schon so viel gemacht werden?", hakte er nach.

"Wir arbeiten an beiden Schritten", erklärte der Bürgermeister. Die Förderoffensive Nordostbayern ende Ende nächsten Jahres, weshalb nun gehandelt werden müsse. Vorgesehen seien 30 Jahre Nutzungsvereinbarung. Es gebe zudem einen Abstellraum, für größere Mengen müsse man eine andere Lösung finden. "Allein aus Tüschnitz gibt es 18 000 Fundstücke, die können hier nicht alle untergebracht werden", sagte er.

 

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Rainer Glissnik
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Veröffentlicht am:
18. 09. 2019
13:00 Uhr

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Rainer Glissnik

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Veröffentlicht am:
18. 09. 2019
13:00 Uhr



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