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Kronach

Nicht nur das Schloss soll wieder strahlen

Die Gemeinde Küps will weiter wachsen - aber darüber ihre Ortskerne nicht vernachlässigen. In den nächsten Jahren gibt es gleich mehrere Spatenstiche zu feiern.



Das Obere Schloss in Küps ist von Anne Helene Feulner gekauft worden. Sie will es sanieren. Die Marktgemeinde Küps wird einen Teil des Anwesens - die Remise - nutzen, um hier ein Museum einzurichten. Foto: Archiv   » zu den Bildern

Küps - Küps wächst. Das war nur eine von vielen positiven Nachrichten, die Bürgermeister Bernd Rebhan für die zahlreichen Besucher der Bürgerversammlung am Donnerstagabend parat hatte. Doch der Wachstumskurs berge auch Risiken. Natürlich sei es verführerisch, immer weitere Baugebiete an den Ortsrändern auszuweisen. Aber: "Wir müssen auf unsere Kernorte aufpassen", stellte Rebhan klar. Dort, wo innerorts Baulücken klafften oder Flächen noch frei seien, "sollen diese entwickelt werden". Soll heißen: Bauplätze will man schon weiterhin schaffen, aber nicht nur auf der "grünen Wiese".

Wer hier eine Idee habe oder etwas anbieten möchte, "kann sich gerne an die Marktgemeinde wenden", appellierte Bernd Rebhan - und nannte ein Beispiel. Vor zwei Jahren habe die evangelische Kirchengemeinde beim Lohäcker ein Grundstück angeboten. Oberhalb des Friedhofes Zettlitzweg/Melanger könne daher demnächst eine Fläche von 3000 Quadratmetern für neue Bebauung genutzt werden. Für die vier Bauparzellen gebe es schon jetzt fünf Bewerber. Die Nordostbayerninitiative habe der Marktgemeinde in diesem Zusammenhang viel geholfen. Etliche Anwesen konnten abgerissen werden.

Küps sei zudem in einem Programm namens "Tradition versus Moderne - Konzepte für eine attraktive Gemeinde" aktiv. Gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs "Zukunftsdesign" der Hochschule Coburg soll damit der Kernort gestärkt werden. Von März bis Juli 2020 würden Konzepte für eine attraktive ländliche Gemeinde entstehen. Vielleicht könnten dabei auch kleinere Wohnungen für Studenten entstehen. Dazu komme immer das Thema Gastronomie. "Insgesamt eine spannende Entwicklung", befand der Rathauschef.

Nachholbedarf hat Küps bei der Betreuung von Krippenkindern. Derzeit verfüge der Kernort über keine entsprechende Einrichtung. Ein bereits beschlossener Neubau werde dieses Manko jedoch beheben. Im nächsten Jahr soll gebaut werden, 25 Krippenplätze entstehen, außerdem 50 Kindergartenplätze - sechs mehr als bisher. Kostenpunkt: drei Millionen Euro. Das Geld sei jedoch sinnvoll investiert, habe man 2019 doch einen Anstieg der Geburtenzahlen zu verzeichnen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen der nächsten Jahre ist laut Bernd Rebhan der Ersatzneubau der Grundschule inklusive Neubau der Turnhalle. Seit einigen Wochen bestehe Baurecht. Nach den Faschingsferien soll mit den Abrissarbeiten begonnen werden. Die Einweihung sei dann zum Schuljahr 2022 vorgesehen.

Auch das Obere Schloss in Küps sei ein spannendes Projekt. Anne Helene Feulner habe das Haus Schemenau gekauft - und will es sanieren. Die Kosten liegen bei rund einer Million Euro, darauf werden 90 Prozent Zuschuss erhofft. "Ohne die staatlichen Mittel wäre dies nicht möglich", so Rebhan.

Auch der Landkreis hat einige Bauprojekte im Bereich der Marktgemeinde vor. Der Rathauschef wies auf die geplante Querungshilfe der Kreisstraße KC 22 Höhe Baugebiet Röthen (2020), die Sanierung der Kreisstraße 22 in Burkersdorf (2020), die Sanierung der Kreisstraße 13 in Au (2021), die Sanierung der Ortsdurchfahrt Küps und die Sanierung der Rodachbrücke (2023) hin.

"Der Spielplatz im Bereich Melm II ist sehr schön", lobte Christian Scherbel. Ein Problem sei aber die relativ schnelle Abnutzung durch die größeren Kinder - und Hinterlassenschaften von Erwachsenen. Er habe Angst, dass kleinere Kinder einmal in etwas Schlimmes hineingreifen. Er bat, dass die Polizei hier wieder öfters vorbeifahre: "Nach den vielen Mofa- und Rollertreffen sieht der Spielplatz immer schlimm aus."

Mit der Zahl der neuen Häuser wachse auch das Verkehrsaufkommen, erklärte Fred Schmidt. Er regte für den Lauschaweg eine Verkehrsberuhigung an. "Es ist viel schneller Verkehr da." Bürgermeister Bernd Rebhan konnte hier verkünden, dass noch vor Weihnachten ein Verkehrsschild "Zone 30" aufgestellt wird.

Autor

Rainer Glissnik
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
08. 11. 2019
17:44 Uhr

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Rainer Glissnik

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Veröffentlicht am:
08. 11. 2019
17:44 Uhr



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