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Kronach

Nordhalbener müssen Trinkwasser abkochen

Es sind Fäkalkeime darin nachgewiesen worden. Eine akute Gefahr für die Gesundheit besteht aber nicht.



Nordhalben - Wie das Kronacher Landratsamt am Freitagvormittag mitteilt, müssen die Menschen im Nordhalbener Gemeindegebiet bis auf Weiteres ihr Trinkwasser abkochen. Demnach wurden Escherichia-Coli-Bakterien und coliforme Keime darin nachgewiesen. Einzig der Gemeindeteil Heinersberg ist nicht betroffen.

Das Gesundheitsamt ordnet an, dass das Nordhalbener Leitungswasser bis auf Weiteres nur noch abgekocht getrunken oder zum Kochen verwendet werden darf. "Lassen Sie das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens zehn Minuten abkühlen", lautet die dringende Empfehlung der Behörde.

Auch für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und Reinigen offener Wunden solle man vorerst ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwenden. Für die Toilettenspülung und andere Zwecke könne das Wasser aber ohne Einschränkungen genutzt werden.

Das Landratsamt bittet darum, diese Information auch an Mitbewohner und Nachbarn weiterzugeben. Die Behörde will die Bevölkerung informieren, sobald das Trinkwasser wieder einwandfrei ist.

Wie Kronacher Amtsarzt Dr. Helmut Weiß auf Nachfrage der NP informiert, besteht aber kein Grund zur Panik. "Wir haben in der EU eine sehr strenge Trinkwasser-Verordnung", sagt er. Schon bei einem einzigen Escherichia-Coli-Keim in 100 Millilitern Trinkwasser müsse es abgekocht werden. Zum Vergleich: "Im Badewasser könnten 1000 Keime pro 100 Milliliter vorhanden sein und es würde noch als gute Qualität gelten." Die Gefahr in Nordhalben schätzt er daher als sehr gering ein. Allerdings solle man vor allen Dingen bei Kindern und abwehrgeschwächten Personen Vorsicht walten lassen. Das Problem sind laut Dr. Helmut Weiß auch gar nicht die Escherichia-Coli-Bakterien an sich. Denn die habe sowieso jedes Säugetier - und somit auch der Mensch - millionenfach im Darm. "Aber wenn man sie im Trinkwasser nachweisen kann, muss man davon ausgehen, dass Fäkalien in ganz kleinen Mengen hineingelangt sind. Und daran können sich natürlich Krankheitserreger befinden", führt er aus.

Wie der Nordhalbener Bürgermeister Michael Pöhnlein (Freie Wähler) auf NP -Nachfrage informiert, ist man aktuell noch etwas ratlos, wie die Bakterien ins Wasser gelangt sein könnten. "Unser Wassermeister hat alles geprüft", sagt er. Auch habe es in den vergangenen Tagen keine baulichen Veränderungen an den Wasserleitungen gegeben. Doch er verspricht: "Wir werden die Ursache suchen und dann hoffentlich auch bald finden."

Autor
Julia Knauer

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Veröffentlicht am:
08. 12. 2017
14:39 Uhr

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08. 12. 2017
14:39 Uhr



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