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Kronach

Personal als höchstes Gut

Der BRK-Kreisverband Kronach tut viel für seine Mitarbeiter. Das belegt die nun erfolgreich absolvierte Zertifizierung als "Gesundes Unternehmen" in Silber.



AOK-Direktor Christian Grebner (links) überreichte dem BRK-Kreisverband das Zertifikat "Gesundes Unternehmen". Das Bild zeigt ihn mit (weiter von links) Roland Beierwaltes, Martin Schmidt, Katja Fiedler, Timo Heumann und Dunja Wunder (Assistenz der BRK-Geschäftsleitung). Foto: Heike Schülein  

Kronach - Dem BRK-Kreisverband Kronach ist die Gesundheit seiner Mitarbeiter sehr wichtig. Das hat der soziale Dienstleister jetzt auch schwarz auf weiß, erreichte er doch Silber im Zertifizierungsverfahren auf Basis des AOK-Qualitätsstandards "Gesundes Unternehmen". Mit der Zertifizierung soll ein systematischer und kontinuierlicher Verbesserungsprozess in der Gesundheitsförderung von Betrieben (BGM) angestoßen werden. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte nun der Coburger AOK-Direktor Christian Grebner die Auszeichnung an BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes.

Dieser betonte, dass die Mitarbeiter die wertvollste Ressource des Unternehmens überhaupt darstellten. Durch die Zertifizierung habe man sich auch selbst einen Überblick verschaffen können, wie viele Zusatzleistungen im Bereich Gesundheits- und Familienmanagement man seinen rund 500 hauptberuflichen Mitarbeitern tatsächlich biete.

Die Nachhaltigkeit ist, so Christian Grebner, erklärtes Ziel der Zertifizierung. Eine Zertifizierung kann je nach Engagement als Bronze-, Silber- oder Gold-Standard erfolgen. Anhand der festgestellten Stärken und Verbesserungspotenziale könnten diese zielgerichtet an der Weiterentwicklung arbeiten. Das Zertifikat ist zwei Jahre gültig. Die Möglichkeit einer Re-Zertifizierung besteht. Der Auftrag erfolgt in der Regel bei der Erstzertifzierung im Bronze-Status, wobei der BRK-Kreisverband gleich erfolgreich Silber anvisierte. Die Prüfung umfasst unter anderem Gesundheitsangebote, Mitarbeiterbefragungen und das Berichtswesen beispielsweise zum Gesundheitsstand. Wichtige Punkte sind hierbei auch - so Timo Heumann, Pflegedienstleitung des BRK-Seniorenhauses Kronach - die Entwicklung neuer Dienstplanmodelle für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch ein Wertschätzungssystem wurde eingeführt, beispielsweise für Mitarbeiter, die für erkrankte Kollegen einspringen. "Unsere Mitarbeiter bringen eine große Leistung, die wir auch wertschätzen", verdeutlichte Beierwaltes. Weitere Bestandteile im Bereich Arbeitsschutz/Prävention sind Mitarbeiter-Befragungen beziehungsweise Gefährdungsanalysen sowie Konfliktmanagement und der Einsatz von Konfliktlotsen. Besondere Angebote sind unter anderem ein eigener Kindergarten und eine eigene Kinderkrippe, die Möglichkeit einer privaten Krankenversicherung ohne Gesundheitsprüfung, Mitarbeitervorteilsportale, Gutscheine für das Werben neuer Mitarbeiter, E-Bike-Leasing oder Entspannungsangebote.

Für das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) zeichnen Rettungsdienstleiter und stellvertretender Kreisgeschäftsführer Martin Schmidt sowie Katja Fiedler seitens der Personalabteilung verantwortlich. Die Einladung zum BEM-Gespräch erfolgt, wenn der Mitarbeiter mindestens 42 Tage im Jahr arbeitsunfähig war. Diesem bietet man Unterstützung bei der Wiedereingliederung in den Betrieb sowie die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Ämtern, Fachdiensten, der Berufsgenossenschaft an. Die Teilnahme am BEM ist freiwillig.

Die Notwendigkeit all dieser Maßnahmen steht für Beierwaltes außer Frage, gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Pflege nicht mit dem besten Image behaftet sei. Ein wichtiger Benefit ist das bundesweit einmalige Familienbetreuungskonzept des BRK-Kreisverband Kronach "Lebensqualität für Generationen" (LQG). Hierbei hob er auch die hervorragende Unterstützung der AOK als Kooperationspartner hervor - ein Dank, den Grebner gerne zurückgab. In den letzten Jahren habe sich in seinem Zuständigkeitsbereich enorm viel in Sachen BGM getan. "Das Saatkorn ist auf fruchtbaren Boden gefallen", betonte er. In Kronach habe man seit den 1970er Jahren konstant den größten Krankenstand in ganz Bayern. "Fachkräfte- und Mitarbeitermangel, ein hoher Krankenstand und eine immer älter werdende Bevölkerung: Die Prävention, unsere Mitarbeiter gesund zu halten, ist ein langwieriger, aber notwendiger Weg", zeigte sich der Direktor sicher.

Er hofft, dass noch viele weitere Unternehmen folgten. Derzeit gibt es im Landkreis - inklusive BRK - sechs derart zertifizierte Unternehmen, darunter fünf Mal Silber und einmal Gold.

Autor

Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
18. 08. 2019
17:12 Uhr

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Autor

Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
18. 08. 2019
17:12 Uhr



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