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Kronach

Pläne für Umbau finden Anklang

Die Gemeinde Steinwiesen müsste für eine Sanierung der Turnhalle tief in die Tasche greifen. Doch auch Fördergelder winken. Auf einen Entwurf hat man sich nun geeinigt.



Dringend sanierungsbedürftig ist die alte Turnhalle in Steinwiesen. Der Gemeinderat hat eine Sanierung für rund drei Millionen Euro im Auge. Foto: Deuerling  

Steinwiesen - Miriam Lebok vom Architektenbüro Lauer und Lebok hat am Dienstag im Gemeinderat Steinwiesen eine Machbarkeitsstudie zum Umbau der Turn- in eine Kulturhalle vorgestellt. Das Nutzungskonzept und die Anforderungen an die Veranstaltungsstätte wurden hier genau durchdacht, sagte sie. Die größte Anforderung sei der vorbeugende Brandschutz gewesen.

Aus der Sitzung

Polizeihauptkommissar Gerhard Anders ging in seinen Ausführungen zur Sicherheitswacht im Landkreis Kronach darauf ein, welchen Zweck dieses Ehrenamt in den einzelnen Orten hat. Bereits neun der 18 Kommunen im Landkreis sind der Sicherheitswacht beigetreten. So auch Steinwiesen.

Für den Raum Steinwiesen fallen für die Maßnahmen 2019 des Landschaftspflegeverbands Kosten in Höhe von 6.20 Euro an. Für den Markt Steinwiesen bedeutet dies einen Eigenteil plus Verwaltungskostenpauschale von 1250 Euro, den sie zuzahlen müssen. Der Beschluss zur Liste und den Kosten erfolgte einstimmig.

Einstimmig bestätigt wurden vom Marktgemeinderat die zwei neugewählten Kommandanten der Feuerwehr Neufang, Kommandant Dirk Göppner und sein Stellvertreter Nico Reißig.

Der Markt Steinwiesen hat 2018 Spenden im Gesamtwert von 7178,43 Euro erhalten, die meist projektbezogen waren. Der Gemeinderat nimmt diese Spenden zur Kenntnis und nimmt sie an.


Anschließend stellte die Architektin drei Umbau-Varianten vor. Eine reine Sanierung der vorhandenen Örtlichkeiten sei wenig sinnvoll, genauso wie die Variante mit einem neuen kleinen Foyer, bei der die vorhandenen Teile, die eigentlich im Schulbereich liegen, in der Studie integriert sind, was den Brandschutz erschwert. Favorisiert wurde deshalb die Variante 3, die mit einem großen Foyer punktete. Dort würden unter anderem neue Sanitäranlagen entstehen, eine Garderobe und Lagerräume.

Die Sanierung würde dann den Bereich bis zum Eingang und zur Verbindung zwischen Turnhalle und Schule umfassen. Miriam Lebok erklärte, dass bei dieser Variante zwar die Bauzeit etwas länger sein könnte, jedoch dadurch der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt werde. An Kosten würden dann etwa drei Millionen Euro im Raum stehen, die zurzeit mit 60 Prozent bezuschusst würden. Ein Abriss mit anschließendem Neubau sei an gleicher Stelle weder möglich noch rentabel: Rund 4,2 Millionen Euro würde diese Maßnahme kosten.

Für die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Michael Schmittdorsch (CSU) und Brigitte Geiger (SPD) war auch die Variante 3 die sinnvollste. Bruno Beierlorzer (CSU) argumentierte, dass diese Lösung auch für ihn die beste sei, man jedoch die bisherige Küche nicht außer Acht lassen solle. "Vor allen Dingen muss im neuen Toilettentrakt auf eine gute Belüftung, am besten durch Fenster, geachtet werden", bekräftigte Beierlorzer.

Auf die zu erwartende Kostensteigerung angesprochen, stellte Miriam Lebok 2,5 bis drei Prozent jährlich in den Raum. Bei der Abstimmung sprach sich das Gremium einstimmig für die Variante 3 aus, die nun Grundlage für die weiteren Verhandlungen sein wird.

Der Geschäftsführer der REW, Rainer Deuerling, gab den Abschluss 2018 bekannt. Das Jahr musste leider mit einem Minus von 757 Euro abgeschlossen werden. Allerdings hat das keine Nachschießpflicht der Gemeinde zufolge. Die Tendenz für 2019 ist aber positiv. Der Schuldenstand konnte weiter reduziert werden.

Die Sanierungsberatung für das Anwesen Nordhalbener Straße 33 wurde durchgeführt und der Marktgemeinderat stimmte der Maßnahme im Rahmen des kommunalen Förderprogramms zu und erklärte sich bereit, den kommunalen Eigenanteil der Förderung zu übernehmen. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) wies darauf hin, dass 2018/19 bereits sechs Projekte mit 35 000 Euro gefördert werden konnten. Der Eigenanteil der Gemeinde betrug 13 900 Euro. Er dankte in diesem Zuge Frank Jakob und der Stadt Wallenfels für die Abwicklung.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Schulverband Oberes Rodachtal zum Schuljahr 2020/21 aufzulösen. Die Sprengelbildung ist daher nun neu zu regeln. Hier gibt es die Möglichkeit, dem Schulverband Kronach II beizutreten oder einen Schulvertrag abzuschließen.

Bürgermeister Gerhard Wunder und der Gemeinderat sprachen sich dafür aus, die Initiative der kommunalen Spitzenverbände "1000 Schulen für unsere Welt - Bildung heißt Zukunft. Weltweit" zu unterstützen. Hier soll Kindern in Asien, Afrika oder Südamerika eine bessere Zukunft ermöglicht werden.

Robert Unglaub (SPD) regte an, nach dem Vorbild Ludwigsstadt den Jugendlichen der Feuerwehr und des Jugendrotkreuzes sowie der DLRG freien Eintritt ins Schwimmbad zu ermöglichen. Bürgermeister Wunder (CSU) sah hier Möglichkeiten, die Verwirklichung muss allerdings noch geprüft werden.

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Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
29. 05. 2019
15:02 Uhr

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Autor

Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
29. 05. 2019
15:02 Uhr



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