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Kronach

Schnelles Internet - aber nicht für alle

Für die Firma Dr. Schneider in Tschirn wird ein Glasfaseranschluss verlegt. Anwohner können davon jedoch nicht profitieren.



Die Firma Dr. Schneider in Tschirn kann bald auf einen Glasfaseranschluss zurückgreifen. Die angrenzenden Bürger müssen auf eine Erschließung noch warten. Foto: Michael Wunder  

Tschirn - Die Gemeinde Tschirn kann im Moment nicht vom beauftragten Glasfaseranschluss der Firma Dr. Schneider profitieren. Das zeigte sich am Montag im Gemeinderat.

Gemeinderat in Kürze

Eingangs der Gemeinderatssitzung am Dienstag gedachte man des vor einigen Wochen verstorbenen Christian Roppelt. Er war über viele Jahre Mitglied des Gemeinderats in Tschirn und darüber hinaus auch Fraktionsvorsitzender.

In der Gemeinderatssitzung wurde der neue Geschäftsstellenleiter Sven Schuster vorgestellt. Er löst nach einer Übergangszeit den langjährigen Geschäftsführer Thomas Weber ab.

Aufgrund mehrerer Beschwerden über Schäden in der Teuschnitzer Straße hat sich der Bürgermeister an das Staatliche Bauamt gewandt. An der erst vor einem Jahr sanierten Straße sind mehrere Nachbesserungen notwendig.

 

Das Unternehmen hat bei der Telekom einen Glasfaseranschluss gekauft, was die Telekom der Gemeinde mitgeteilt hat. Man habe umgehend reagiert und prüfen lassen, ob bei der Maßnahme, bei der von der Nordhalbener Straße bis zum Betrieb aufgegraben wird, auch die anliegenden Privathäuser mit Glasfaser versorgt werden können, berichtete Bürgermeister Peter Klinger (CSU).

 

Daraufhin habe die Telekom mitgeteilt, dass aus wirtschaftlichen Gründen derzeit in diesem Gebiet kein FTTH-Ausbau (Glasfaser bis ins Haus) vorgesehen sei. Der Gemeinde wurde angeboten, ein Rohrsystem mitzuverlegen, wenn sie sich an den Kosten von mindestens 50 000 Euro beteilige. Klinger meinte, dass dies keine zufriedenstellende Lösung sei. Bald erwarte man ein Förderprogramm mit hohen Zuschüssen. Günter Böhnlein (CSU) wollte wissen, wo die Straße gequert wird und wem die vorhandenen Leerrohre gehören. Er konnte es nicht nachvollziehen, dass man das halbe Dorf auf einer Länge von 600 Metern aufgrabe und nicht gleich die entsprechenden Möglichkeiten für die Zukunft schaffe. Er bat den Bürgermeister, die Angelegenheit, die schon im Bau ist, nochmals an oberster politischer Stelle vorzubringen. Unverständnis zeigte auch Georg Barnickel (CSU), da schon lange verhandelt werde und sich bis jetzt nichts getan habe. Nach seinem Informationsstand werde sich auch in den nächsten fünf Jahren nichts in Sachen Glasfaser bis ins Haus tun, sagte er.

Die vom Landschaftspflegeverband vorgelegten Maßnahmen wurden einstimmig genehmigt. Dabei handelt es sich lediglich um Wiesenmahd und das Projekt Bärwurzwiesen. Der vorgesehene Eigenanteil der Gemeinde in Höhe von 2000 Euro werde dabei wahrscheinlich nicht erreicht. Die Gemeinde Tschirn stimmte der vom Landkreis Kronach vorgelegten Zweckvereinbarung über die interkommunale Zusammenarbeit bei Datenschutz und Informationssicherheit zu. Auf Wunsch der Gemeinden hatte sich der Landkreis bereit erklärt, die gesetzlichen Vorschriften zum Datenschutz und zur Informationssicherheit effizienter und effektiver zu gestalten, erklärte der neue Geschäftsführer Sven Schuster. Die Finanzierung der zwei Stellen erfolgt jeweils zur Hälfte durch Landkreis und Gemeinden, die sich entsprechend ihrer Einwohnerzahlen beteiligen.

Nach einer Stellungnahme der Rechtsaufsicht am Landratsamt Kronach wurde die örtliche Rechnungsprüfung 2017 nun genehmigt. Die AfT-Fraktion hatte dem Bürgermeister seinerzeit die Entlastung verwehrt. Begründet wurde dies damit, dass Informationen zu Mehrkosten bei der Drainage-Leitung bei der Alten Schule und beim Ankauf von Rohrmaterialien für den Bauhof nicht rechtzeitig erfolgt seien (die NP berichtete). Die Rechtsaufsicht sah im Vorgehen des Bürgermeisters kein rechtswidriges Verhalten und deshalb keinen gravierenden Grund, die Entlastung zu verweigern. Die Entlastung erfolgte deshalb mit 4:2 Stimmen.

Werner Welscher (AfT) verwies darauf, dass über die Verwendung des Gemeindewappens der Gemeinderat beschließen müsse. Künftig soll das für alle gelten. Nach einer Bürgeranfrage von Monika Schnappauf soll geprüft werden, ob man im Park einen normgerechten Sandkasten aufstellen kann.

Autor

Michael Wunder
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Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
16:36 Uhr

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Autor

Michael Wunder

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Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
16:36 Uhr



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