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Kronach

Seit Jahrzehnten ein Vorbild für die Kameraden

Martin Schmidt ist neues Ehrenmitglied der Reitscher Wehr. Stolz ist man dort auch auf ein neues Fahrzeug, das eine Spezialausrüstung aufweist.



Martin Schmidt (Mitte) wurde zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Reitsch ernannt. Mit im Bild (von links): Kreisbrandmeister Klaus Dressel, Bürgermeister Rainer Detsch, Vorsitzender Berthold Schmidt und Kommandant Matthias Kaim. Foto: Feuerwehr Reitsch  

Reitsch - Die Feuerwehr Reitsch sieht sich für die kommenden Aufgaben gut gerüstet. So hat man sich vor allem in Sachen Waldbrandbekämpfung auf den neusten Stand gebracht. Wie Kommandant Matthias Kaim berichtete, habe man zunähst die Waldbrandausbildungsveranstaltungen auf Gemeindeebene besucht, die äußerst interessant gewesen wären. Dabei wurde unter anderem deutlich, welche neuen Einsatzmittel bzw. Ausbildungen man brauche. Das neue Fahrzeug enthalte nun auch alle Ausrüstungsmittel für eine schnellere Bekämpfung künftiger Waldbrände.

Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Reitsch hatte zuvor Vorsitzender Berthold Schmidt an ein arbeitsreiches Jahr erinnert. Man habe zahlreiche örtliche und überörtliche Veranstaltungen besucht. Kaim fügte hinzu, dass die aktive Wehr 15 Übungen absolviert habe. Vier Einsätze habe es gegeben, darunter sei auch eine Tierrettung gewesen. Etwas umfangreicher berichtete Matthias Kaim von der Beschaffung des neuen Fahrzeuges, für die einige Sitzungen und Fahrten zum Lieferanten nötig waren. Hier dankte er seinen Mitstreitern und in besonderer Weise dem Kameraden Daniel Wachter von der Stützpunktfeuerwehr in Stockheim, der durch sein hervorragendes Wissen und Wirken erheblichen Anteil am erfolgreichen Abschluss des Projektes hatte. Matthias Kaim zeigte sich auch noch beeindruckt von der großen Anteilnahme der Reitscher Bevölkerung beim Empfang des neuen Fahrzeuges.

Ein zweiter Punkt, den er hervorhob, war die Neugestaltung des Feuerwehrhauses, das nun innen nach seiner Ansicht nicht mehr wiederzuerkennen sei. In 120 Arbeitseinsätzen mit 1200 Arbeitsstunden wurde das Feuerwehrhaus vom Dach bis zum Keller saniert und renoviert. Hier bedankte er sich auch in besondere Weise bei Werner Förtsch, der hier federführend tätig gewesen sei und sehr viele Arbeitsstunden geleistet habe.

Der Kommandant ging im Anschluss auf die anstehenden Übungen ein, die heuer aufgrund des neuen Fahrzeuges etwas intensiver ausfallen würden. "Denn was bringt neues Material, wenn niemand damit umzugehen weiß?", so der Kommandant. Auch die Fahrzeugweihe stehe an, wobei hier der genaue Termin noch offiziell bekannt gegeben wird. In seiner Funktion als Jugendwart ging er anschließend auf viele besuchte Wettbewerbe und Wettkämpfe wie zum Beispiel den Kreisleistungsmarsch, der Deutschen Jugendleistungsspange und der Bayrischen Jugendleistungsprüfung ein und bedankte sich bei den Jugendlichen für ihren Einsatz.

Melanie Müller berichtete als Betreuerin der Kinderfeuerwehr "Reitscher Löschbande" über den Jahresverlauf. Man habe diverse Übungen zu verschiedensten Themen absolviert und habe auch am Kinderfeuerwehrtag in Rothenkirchen teilgenommen. Zudem gab es einige Ausflüge, den Kinderfasching und ein Zeltlager für die Kleinen.

Bürgermeister Rainer Detsch und Kreisbrandmeister Klaus Dressel nannte die beiden Jahre 2018 und 2019 wegweisend für die Feuerwehr Reitsch. Durch die Neuanschaffung des Tragkraftspritzenfahrzeuges ergäben sich neue Ansatzpunkte für die Arbeit. Die Erweiterung des Geländes durch den Erwerb und den Abriss des Nachbarhauses neben dem Feuerwehrgerätehaus schaffe nun den notwendigen Platz für den geplanten Fahrzeughallen-Neubau, dessen Detail-Planung in den kommenden Wochen beginnen soll.

Detsch lobte die hervorragende Arbeit der örtlichen Wehr und auch die hervorragende Umsetzung der Renovierungsarbeiten im Feuerwehrhaus. Er sei ein Befürworter der aktuell vorhandenen Struktur mit den bestehenden Ortsteilwehren und Gegner von Zentralisierungsgedanken. Er sei zudem stolz auf den Feuerwehrnachwuchs und freue sich darüber, dass in der Reitscher Wehr auch Frauen ihren Dienst verrichten, sagte der Bürgermeister.

Kreisbrandmeister Klaus Dressel stellte fest, dass die Einsätze gar nicht spektakulär sein müssten. Es gehe vielmehr darum, dass im Notfall auch jemand da ist, der helfen könne.

Dressel warb zudem für die auf Landkreisebene angebotenen Lehrgangsmöglichkeiten und bat darum, diese auch umfangreich wahrzunehmen. Dressel informierte noch über ein paar kommende Neuerungen im Digitalfunkbereich und dankte allen für ihr Mittun.

Vorsitzender Berthold Schmidt hatte dann noch eine ganz besondere Aufgabe: Laut Beschluss des Vorstandes durfte er den langjährigen Gruppenführer und Kassierer der Wehr, Martin Schmidt, zum neuen Ehrenmitglied ernennen. Schmidt trat 1975 in die Wehr ein und war zwölf Jahre als Gruppenführer und 24 Jahre als Kassierer für die Freiwillige Feuerwehr Reitsch tätig.

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Veröffentlicht am:
16. 01. 2019
17:12 Uhr

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17:12 Uhr



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