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Kronach

Steinbach will Kitas modernisieren

Im Gemeinderat wird heftig über die Zukunft der drei Einrichtungen debattiert. Jetzt will man an allen festhalten - und sie auch erweitern.



Der Kindergarten St. Elisabeth Buchbach bleibt erhalten und wird modernisiert. Foto: Heike Schülein  

Steinbach am Wald - Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung am Dienstag ist die Zukunft der drei Kindergärten in Steinbach am Wald gestanden. Das Gremium beschloss, an allen drei Einrichtungen festzuhalten, diese zu modernisieren und zu erweitern.

"Wir wollen unsere drei Kitas in die Zukunft führen", betonte Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) zu Beginn der teils emotional geführten Diskussion. Dem Beschluss gingen Vorarbeiten und Gespräche mit den betroffenen Stellen - Kitas, Jugendamt, Kirchenverwaltung und Pfarrern - voraus. Mit der Anerkennung des Bedarfsplans schafft man die Grundlage für die Antragstellung der jeweiligen Kirchenverwaltung beim Erzbistum, der Gemeinde und Regierung. Der Bedarfsplan ergibt sich aus den Zahlen der Kitas sowie einer Elternbefragung im vergangenen Jahr. "Die Kunst ist es, Bedarf und Möglichkeiten zusammenzuführen", sagte Löffler. Die Vorstellungen von Regierung, Jugendamt, Erzbistum, Kirchenverwaltung und Gemeinde auf einen Nenner zu bringen, sei eine Herkulesaufgabe.

"Die Zustände insbesondere in Buchbach und Steinbach sind katastrophal", meinte Peter Grüdl (SPD). Es drohe der Entzug der Betriebserlaubnis. Seit einigen Jahren liefen die Einrichtungen nur noch mit Sondergenehmigung. Sorgen bereite ihm der gedrittelte Unterhalt durch Gemeinde, Erzbistum sowie Fördergelder. Vom Drittel des Erzbistums müsse bislang die örtliche Kirchenverwaltung 30 Prozent selbst aufbringen. Bei einer Investitionssumme für die Kita Steinbach von 1,8 Millionen Euro, davon 600 000 Euro vom Erzbistum, wären dies 200 000 Euro. Er zweifle daran, ob dieses System so weiter funktionieren könne. Als Gemeinde in ein Gebäude zu investieren, dessen Grund einem nicht gehöre, sei ein Widerspruch. Man sollte daher auch Alternativen in der Trägerschaft - sprich Wohlfahrtsverbände - nicht außer Acht lassen, forderte Grüdl.

"Die Finanzierung ist erst einmal nebensächlich", entgegnete Löffler. Vordringlich sei es, die Planungen für alle drei Einrichtungen voranzutreiben. Mit der Kirche habe man seit Jahrzehnten einen starken Partner. Dies wolle man beibehalten. Der Grund dürfe von der Kirche nach Stiftungsrecht gar nicht veräußert werden - es sei denn im Austausch mit einem wertgleichen Grundstück. Zahlreiche Wortmeldungen bestätigten den Bürgermeister. Manfred Fehn (CSU) gab zu bedenken, dass das Kindergarten-Wesen kommunale Pflichtaufgabe sei und die Kirchenstiftung dazu in all den Jahren nicht unwesentlich beigetragen habe.

Eine "mittlere Katastrophe" sei vor allem die Einrichtung in Buchbach, wofür 3. Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD) Container als Sofortmaßnahme forderte. Neben Containern steht laut Löffler die Ertüchtigung des alten Kindergartens als weitere Alternative im Raum. Sobald Prüfungsergebnisse vorliegen, solle die Kirchenverwaltung entscheiden.

Einstimmig beschlossen wurde der Erhalt der drei Einrichtungen sowie eine jeweils bedarfsgerechte Modernisierung und Erweiterung. Der Bedarfsplan hinsichtlich fehlender Betreuungsplätze wurde anerkannt. Als Sofortmaßnahme soll in Buchbach eine räumliche Entspannung erfolgen. Zur fortlaufenden Bedarfs-Ermittlung will man regelmäßige Elternbefragungen durchführen. Nächste Schritte sind ein Gespräch mit dem Erzbistum am heutigen Donnerstag sowie zeitnah bei der Regierung. Überlegt wird, die Kosten auf drei Haushaltsjahre zu verteilen.

Im Zuge des Umbaus und der Sanierung der ehemaligen Schule in Hirschfeld wird das Dachgeschoss zur Schaffung zweier Wohnungen ausgebaut. Nahezu abgeschlossen sind die Maßnahmen für das Dorfhaus Kehlbach, die Dorfscheune Windheim und den Generationenpark Windheim. Um den Friedhof in Hirschfeld wird ein Wildzaun errichtet, um Rehe und Wildschweine von den Gräbern fernzuhalten.

Der Bürgermeister berichtete von Problemen mit freilaufenden Hunden. Dagegen werde man Maßnahmen in die Wege leiten. Im Frühjahr will man eine Hundehaltungsverordnung angehen. Das Buswartehäuschen in Buchbach wird umgehend aufgestellt.

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Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
04. 12. 2019
18:02 Uhr

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Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
04. 12. 2019
18:02 Uhr



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