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Kronach

Steinwiesen ehrt seine Ehrenamtlichen

Die besonders engagierten Bürger der Marktgemeinde erhalten Ehrennadeln in Gold, Bronze und Silber. Auch die besten Schüler werden ausgezeichnet.



Die "Goldkinder": Sie erhielten die goldene Ehrennadel des Marktes Steinwiesen. Hier zusammen mit den Ehrengästen, Landrat Klaus Löffler (links) und Bürgermeister Gerhard Wunder (rechts). Fotos: Susanne Deuerling   » zu den Bildern

Steinwiesen - Es ist seit Jahren Tradition, im Markt Steinwiesen, verdiente Vereinsvorstände, Musiker und Sänger für ihr ehrenamtliches Engagement zu ehren. Und deshalb konnte Bürgermeister Gerhard Wunder auch eine große Anzahl an Männern und Frauen begrüßen, die sich um ihren Verein und ihre Heimat verdient gemacht haben.

Früher sei es eine Ehre gewesen, ein Amt im Verein oder Verband anzunehmen, aber heutzutage sei das nicht mehr so selbstverständlich. Zwar sei die gesellschaftliche Anerkennung ein wichtiger Faktor für die Bereitschaft, ein Ehrenamt anzunehmen, doch fehle diese oft in der Gesellschaft und den Medien. Wunder betonte, dass alle zu Ehrenden die Leuchttürme und Botschafter der Gemeinde seien. Sie setzten sich in besonderer Weise ein und investierten viel Zeit, Nerven und auch privates Geld. "Sie tun so viel und werden doch von anderen nur belächelt", bedauerte der Bürgermeister. Doch ein Ehrenamt sei nicht nur Arbeit, sondern es mache laut einer Studie auch glücklich und schütze vor Einsamkeit im Alter.

Diese Ehrungen sollten auch andere dazu animieren, sich einzubringen. Gerade weil es so aussehe, als ob in Zukunft weniger Vereine und Ehrenamtliche zur Verfügung stehen, sei das wichtig. Nur wenn man selbst von einer Sache überzeugt sei, benötige man keine materiellen Dinge, sondern werde alles tun, um seine Ziele zu verwirklichen. Und dann könne auch die Heimat weiterhin lebens- und liebenswert bleiben.

Auch die Schüler und Schülerinnen der Großgemeinde, die mit ihrem Schulabschluss und besonderen Leistungen unter den Besten des Landkreises waren, konnte Bürgermeister Gerhard Wunder beim Empfang begrüßen, überreichte jedem ein kleines Geschenk und wünschte für die Zukunft alles Gute.

Eine besondere Ehrung wurde der zwölfjährigen Amelie Angles zuteil. Das Mädchen hat den ersten Preis beim Regionalwettbewerb 2019 der Städte Coburg/Kronach/Lichtenfels in der Solowertung Viola und den ersten Preis beim Landeswettbewerb 2019 für das instrumentale und vokale Musizieren der Jugend in der Wertung Viola in der Altersgruppe zwei gewonnen. Knapp 850 junge Musiker im Alter zwischen zehn und 20 Jahren aus ganz Bayern haben im April beim Landeswettbewerb "Jugend musiziert" in Hof teilgenommen. Dort trugen sie Musikstücke aus unterschiedlichen Epochen und an den unterschiedlichsten Instrumenten vor. Mit 25 Punkten, der bestmöglichen Bewertung, und einem ersten Preis konnte Amelie mit der Bratsche ein hervorragendes Ergebnis erzielen und die fachkundige Jury überzeugen. Sie spielte Stücke von Antonio Vivaldi, Rebecca Clarke und Bertold Hummel. Bereits beim Regionalwettbewerb der Landkreise Coburg, Kronach, Lichtenfels Anfang Februar konnte Amelie die Jury begeistern und erhielt auch hier die Höchstpunktzahl. Für Amelies Altersklasse endete der Wettbewerb mit dem Landeswettbewerb, für die nächste Stufe, für den Bundeswettbewerb, ist sie zu jung

Der Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), Thomas Kolb, selbst ein Steinwiesener Musiker, war natürlich besonders auf die Musikanten der Großgemeinde stolz. In fünf Musikkapellen spielen über 200 Männer und Frauen, davon ist die Hälfte jünger als 27 Jahre. Er sei selbst fast 50 Jahre im Ehrenamt tätig und weiß, dass dies gar nicht hoch genug zu schätzen ist. Kolb dankte auch allen anderen Geehrten für ihr ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde.

Auch der stellvertretende Vorsitzende der Sängergruppe Frankenwald, Friedrich Fricke, überbrachte die Glückwünsche und war stolz auf "seine" Sängerinnen und Sänger, die mit ihren Liedern Freude bringen und damit unverzichtbar für die Gemeinschaft sind.

Wie hoch in der Großgemeinde Steinwiesen und im gesamten Landkreis das Ehrenamt geschätzt wird, zeigte auch die Anwesenheit von Landrat Klaus Löffler. Er war beeindruckt von der Vielzahl an ehrenamtlich engagierten Bürgern aus allen Bereichen. Er betonte, dass man eigentlich alles im Leben kaufen könne, Ehrenamtler aber gewinnen müsse. Gemeinsam ließen sich die Herausforderungen lösen. Chancen müsse man nutzen, auch wenn Steine in den Weg gelegt werden. "Aber wenn wir die Steine gemeinsam zur Seite legen, um auch daraus noch etwas zu bauen, können wir den Weg optimistisch weitergehen", sagte der Landrat. Und er schloss mit dem Zitat des Schriftstellers Paul Mommertz: "Wer einen Stein ins Wasser wirft, der bewegt das Meer."

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Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
28. 07. 2019
18:18 Uhr

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Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
28. 07. 2019
18:18 Uhr



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