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Kronach

Trio kommt glimpflich davon

Drei Männer sind in einen Supermarkt in Teuschnitz eingebrochen. Der Schaden ist deutlich höher als die Beute.



Trio kommt glimpflich davon  

Kronach - Weil sie Anfang September des vergangenen Jahres in einen Supermarkt in Teuschnitz eingedrungen waren, mussten sich am Donnerstagnachmittag drei rumänische Staatsangehörige im Alter von 26, 38 und 42 Jahren vor dem Amtsgericht Kronach verantworten. Der Vorsitzende Richter Christoph Lehmann verurteilte die Männer am Ende wegen schweren gemeinschaftlichen Diebstahls und Sachbeschädigung zu Bewährungsstrafen in Höhe von sieben bis elf Monaten.

Staatsanwalt Matthias Jakob schilderte den Tathergang in der Anklageschrift folgendermaßen: Am 2. September versuchten die drei Männer im Zeitraum von 24 bis 2.30 Uhr, über ein Fenster in das Geschäft einzudringen. Nachdem dieses Unterfangen gescheitert war, flexten sie ein Metalldach auf und drangen in das Gebäude ein. Aus einem unverschlossenen Safe entnahmen sie sodann Bargeld. Der Entwendungsschaden fiel mit 25 Euro vergleichsweise gering aus; den angerichteten Sachschaden hingegen bezifferte der später als Zeuge geladene Markteigentümer auf zirka 2000 Euro.

Die drei Angeklagten ließen über ihre Anwälte Nikolaus Klein Freiherr von Wiesenberg, Helmut Geiger und Kerstin Rieger Erklärungen verlesen, in denen sie ihre Tatbeteiligung einräumten und bedauerten. Demzufolge führten die beiden jüngeren Beklagten den Einbruch durch, während der 42-Jährige vor dem Markt Schmiere stand. Nur kurze Zeit nach dem Einbruch kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Stadtsteinach das Fahrzeug des Trios routinemäßig, wobei schweres, mutmaßliches Einbruchswerkzeug das Misstrauen der Gesetzeshüter erregte (die NP berichtete damals). Weitere Ermittlungen erhärteten den Tatverdacht. Seitdem saßen die drei bis zu Prozessbeginn in U-Haft. Keinen Zweifel mehr an der Täterschaft ließ eine DNS-Analyse aufkommen, die zumindest die beiden älteren Beschuldigten mit dem Tatort unmittelbar in Verbindung brachte. Ein Navigationsprogramm auf dem Handy des 42-Jährigen enthielt nach Aussage des leitenden Ermittlungsbeamten sogar noch die Adressdaten des Supermarktes. Und eine Funkzellenauswertung ergab, dass sich das Mobiltelefon zur Tatzeit auch in Tatortnähe befand.

Staatsanwalt Jakob forderte für den bis dahin unbescholtenen 42-Jährigen eine Bewährungsstrafe von sieben Monaten sowie für den 38-Jährigen und 26-Jährigen - auch aufgrund einschlägiger Vorstrafen sowie der professionellen Vorgehensweise - Bewährungsstrafen von acht beziehungsweise elf Monaten. Die Verteidiger plädierten auf Bewährungsstrafen von sechs, sieben und acht Monaten. Entschuldigende Worte ließen alle drei Angeklagten zum Ende verlauten: "Die Schwierigkeiten, die wir gemacht haben, tun uns leid." Richter Christoph Lehmann folgte in seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft, warnte das Trio aber: "Bei neuen Straftaten kann die Bewährungsaussetzung widerrufen werden."

Autor

Jürgen Malcher
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Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
16:52 Uhr

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08. 02. 2019
16:52 Uhr



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