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Kronach

Truppe soll schlagkräftig bleiben

Die Führungskräfte der Kronacher Inspektion legen ihre Hoffnung auf die Kinderfeuerwehren. Das Dilemma bleibt: Die Einsätze werden mehr, die Aktiven dagegen weniger.



Im Rahmen der Kommandantentagung wurden Ehrungen vorgenommen (von links): 2. Bürgermeister Gerhard Eidelloth, Kreisbrandinspektor Hans-Ulrich Müller, Günter Böhnlein, Lisa Strasser, Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger, Geschäftsführer Uwe Peetz, Fabian Slovig, Kreisrat Bernd Liebhardt, Kreisjugendwart Dirk Raupach, Bürgermeister Rainer Detsch, Ehrenkreisbrandinspektor Bernd Steger und Landrat Klaus Löffler. Foto: Matthias Schuhbäck  

Steinberg - Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger hat im Rahmen der Kommandantentagung der Führungskräfte des Landkreises Kronach in Steinberg auf ein sehr bewegtes Jahr zurückgeblickt. Insgesamt 1480 Einsätze, über 100 mehr als im letzten Jahr, hatten die Wehren nach seinen Worten im vergangenen Jahr zu bestreiten. 407 Mal mussten die Wehren zu gemeldeten Bränden oder Brandmeldeanlagen ausrücken und 509 Mal galt es, mit den technischen Gerätschaften Hilfe zu leisten. Aber auch 368 Sicherheitswachen gehören zu den Aufgaben der Floriansjünger.

Kein Schreckgespenst

Der Geschäftsführer und Justiziar des Landesfeuerwehrverbandes, Uwe Peetz, gab einen Einblick in die neuen Regelungen des Datenschutzes, der auch vor den Feuerwehren nicht Halt macht. Aber, so Peetz, er ist nicht das Schreckgespenst, wie es oftmals dargestellt wird. Wer einen gesunden Menschenverstand walten lässt, der wird auch kaum Probleme haben. So ist es unter anderem ratsam, von neuen Mitgliedern in den Wehren bzw. den Vereinen entsprechende Einwilligungen zum Erheben, Verarbeiten oder Weitergeben zu erheben. Hier ist auch darauf zu achten, dass die Zweckerfüllung der Daten im Mittelpunkt steht. Nicht jeder im Verein muss über alle Daten verfügen. Bezüglich Lichtbildaufnahmen stellte Peetz klar heraus, dass sich hier nichts für die Vereine geändert hat. Die Datenschutzgrundverordnung greift hier nicht, sondern wie schon immer, das sogenannte Kunsturhebergesetz.


Personell konnten sich die Feuerwehren auf einem fast gleichbleibenden Niveau halten, sagte der Kreisbrandrat. In den 103 Feuerwehren des Landkreises sind 2876 Aktive, die ehrenamtlich ihren Dienst leisten. "Eine noch hohe Zahl", so Ranzenberger, aber dennoch dürfe man nicht verkennen, dass die Zahl der Aktiven in den letzten Jahren kontinuierlich abnehme. "Es muss die Aufgabe aller sein, hier entgegenzuwirken, denn die Erwartungen an die Wehren werden immer größer."

Neben den Aktiven über 18 Jahren werden, so der Kreisbrandrat, zurzeit 480 Jugendliche in den Jugendfeuerwehren ausgebildet. Hier gelte es wachsam zu sein, denn in den letzten sechs Jahren sei die Zahl der Jugendlichen um 25 Prozent zurückgegangen. "Deshalb ist es sehr wichtig", so Kreisbrandrat Ranzenberger, "dass Kinder und Jugendliche immer im Fokus der Nachwuchswerbung stehen müssen. Dabei darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass auch Seiteneinsteiger, die bereits über 18 Jahren sind, gerne aufgenommen werden."

Unter dem Gesichtspunkt der rückläufigen Mitgliederzahlen sei der Anstieg der Kinder in den Kinderfeuerwehren sehr erfreulich. Mittlerweile verbringen 337 Kinder ihre Freizeit bei der Feuerwehr. Neben der spielerischen Hinführung auf das Thema Feuerwehr steht hier auch die allgemeine Kinder- und Jugendarbeit im Vordergrund. Ausflüge oder Kinobesuche stellten hier immer wieder eine willkommene Abwechslung dar.

Allerdings gebe es auch rundweg positive Nachrichten: "Die Fertigstellung der Atemschutz- und Ausbildungszentrums im Landkreis ist geschafft", bilanzierte der Kreisbrandrat. Der Betrieb in der Atemschutzwerkstatt habe begonnen und zahlreiche Wehren hätten schon den ersten Durchgang in der Übungsanlage hinter sich. "Ein realistisches Üben und Trainieren stand bei den Planungen im Vordergrund", so Kreisbrandinspektor Ralf Weidenhammer. Damit sich auch die Bevölkerung ein Bild von der neuen Anlage machen könne, werde es gemeinsam mit der Feuerwehr Kronach am 26. Mai einen Tag der offenen Tür geben.

Landrat Klaus Löffler, stellte fest, dass der Rechenschaftsbericht des Kreisbrandrates eine beeindruckende Leistungsbilanz darstelle. "Neben der Aus- und Fortbildung nehmen die Führungskräfte der Wehren viel auf sich, um der Bevölkerung Schutz und Hilfe zu leisten." Die rund vier Millionen Euro für das Atemschutz- und Ausbildungszentrum seien sehr gut und vor allem zukunftsorientiert angelegt.

Der Leiter der Polizeiinspektion Kronach, Polizeioberrat Uwe Herrmann, der 2. Bürgermeister Wilhelmsthals, Gerhard Eidelloth, sowie der Leiter des Rettungsdienstes, Martin Schmidt, dankten den Wehren für ihr unermüdliches Wirken bzw. die stetige Unterstützung bei den vielfältigsten Aufgaben. Im Anschluss ehrte Kreisbrandrat Ranzenberger zusammen mit dem Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes, Uwe Peetz, den langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Kronach, Günter Böhnlein aus Tschirn, mit der Bayerischen Feuerwehr Ehrenmedaille. Böhnlein, der 15 Jahre lang stellvertretender Kommandant sowie zwölf Jahre lang Kommandant und Vorsitzender der Feuerwehr Tschirn war, bekleidet das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden im Verband nun bereits seit zwölf Jahren.

Aus den Händen von Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raupach erhielten anschließend die Jugendwartin der Feuerwehr Teuschnitz, Lisa Strasser, sowie der Jugendwart und stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Neundorf, Fabian Slovig, die Ehrennadel der Jugendfeuerwehren Oberfrankens. Beide sind in ihren Feuerwehren wie auch auf Kreisebene in der Jugendarbeit aktiv. msch

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Veröffentlicht am:
15. 04. 2019
19:22 Uhr

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15. 04. 2019
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