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Kronach

Turnen macht schlau

Der ATSV feiert seinen 70. Geburtstag mit einem ganz besonderen Programm. Können, aber vor allem viel Humor stehen im Mittelpunkt.



So bleibt man jung: Mit einer Show über die einzelnen Angebote unterhielten die Mitglieder des ATSV Kronach die Besucher des Galaabends zum 70-jährigen Bestehen. Fotos: Maria Löffler   » zu den Bildern

Kronach - Er wirkt jung, dynamisch, zeitgemäß und die Mitglieder können auch mal über sich selbst lachen. Der Kronacher ATSV (Allgemeiner Turn- und Sportverein) feierte im Schützenhaus seinen 70. Geburtstag und das tat er nicht leise und in aller Stille, sondern schwungvoll, mit viel Humor und einem glamourösen Programm.

Ehrungen

Für 25 Jahre: Anneliese Bauer, Linda Böhnlein, Karolin Büttner, Virgina Ebert, Katrin Esser, Anita Gatzenberg, Franziska Geisthardt, Florian Kalb, Andrea Kalb, Jürgen Kalb, Christine Neuber, Fabian Pohl, Volker Prehn, Maximilian Schiller, Daniel Seuling, Kristina Seuling, Monika Seulung, Eva Söhnlein, Renald Steger, Franz-Josef Strohmer, Monika Strohmer, Hans-Cornelius Völk, Katharina Völk, Matthias Völk, Michael Völk, Roswitha Völk, Marcus Walker und Ilona Weber.

Für 30 Jahre: Friedrich Baier, Andreas Bauer, Ingeborg Dicker, Christian Esser, Peter Esser, Bernd Gehring, Heinrich Gehring, Patricia Geuther, Eva Graf, Erika Graf, Melanie Höfner, Helene Hüttner, Ulrich Kaiser, Karl-Heinz Kostka, Roland Kramp, Hans Neuberg, Florian Pohl, Karlh-Heinz Pohl, Stephanie Pohl, Manfred Raum, Christoph Schiller, Irene Schiller, Martin Schiller, Wolfgang Schiller, Hans-Dieter Schütz, Sonja Witterauf, Jürgen Wittmann.

Für 35 Jahre: Katrin Endres, Ingrid Gehring, Christa Grieshammer, Sabrina Stöckert, Andrea Trebes-Pohl und Manuela Wachter.

Für 40 Jahre: Renate Barnickel, Jochen Deuber, Sonja Deuber, Stefanie Schmidt und Heinz Schmidt.

Für 45 Jahre: Ina Esser, Karl H. Fick, Wolfgang Wartensleben, Friedrich Woletz und Silke Woletz-Bauer.

Für 50 Jahre: Gisela Baier, Frank Graf, Brigitte Kramp, Martha Metze, Ingrid Schütz, Franz Seuling und Lieselotte Woletz.

Für 55 Jahre: Maria Frisch und Manfred Weiser.

Für 60 Jahre: Siglinde Gehring.


Und weil es langweilig ist nur zu erzählen, was man so macht, dachten sich die Verantwortlichen: "Wir zeigen es einfach." Was dabei heraus kam, war ein Schnuppertraining mit Hindernissen. Peter Esser schlüpfte in die Rolle des "Newbies" (Neulings) und probierte lustig mal alle Sparten durch. Moderatorin Dana Hecker-Kirchbach schickte ihn vorsichtshalber erst mal zum Kleinkinderturnen. "Wir fangen langsam an", beruhigte sie den aufgeregten Schnupperer. Der durfte anschließend auch mal bei der Garde vorbeischauen, übte sich in Fitness für Jedermann, turnte mit eher mäßigem Erfolg und fand sich am Ende bei den Rock’n‘Rollern wieder. "Wenn man das jährlich macht, ist das wirklich beeindruckend", war sein Resümee, als er so langsam wieder Luft bekam. "Für dich sind unsere vierwöchigen Vorstandssitzungen mit einem Bierchen, einem Schnitzel und in sitzender Position doch wohl eher geeignet." Zu diesem Schluss jedenfalls kam die Moderatorin, die am Ende tatsächlich das Mitleid erfasste.

Frisch geduscht und umgezogen, übernahm Peter Esser als "Moderator mit Spagatproblemen" das Mikrofon. Spagatprobleme deshalb, weil er einmal "aus Versehen" in einen Spagat gerutscht sei und das ihn zeitlebens traumatisiert habe. Er füllte die kurzen Pausen mit Anekdoten und sprach über den ATSV als einen Verein, der nicht nur für den Sport stehe, sondern vor allem auch für ein herzliches Miteinander.

Und dieses Miteinander zeigte zum Beispiel die Jugendgarde mit einem getanzten "Happy Birthday" oder die Leistungsturnerinnen mit ihrer Kürübung am Boden. "Congratulations" kamen auch von der Junioren- und der Prinzengarde. Viel in der Luft waren die "Flying Girls", aber auch die Rock’n‘Roller blieben nicht nur am Boden. Musikalische Unterhaltung gab es natürlich auch. Die kam einmal vom Mitgliederorchester, zum anderen von den Fire-thunderbolts (Feuedunnekeiler) und DJ Sven B am Ende des offiziellen Teils.

1949, diese Jahreszahl bedeutete unter anderem den Aufbruch in eine neue Zeit und sendete positive Signale. Aber in diesem Jahr wurde auch Deutschland geteilt. Für den ATSV allerdings begann vor allem eine Erfolgsgeschichte im Sport.

Festredner Karl H. Fick (BLSV) beschrieb den Verein als eine Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen und in ein anderes Umfeld zu kommen. "Vereine sind weiche Standortfaktoren." Hier kämen Menschen aus unterschiedlichen Milieus zusammen. Er nannte in diesem Zusammenhang auch die, die "immer nur im Hintergrund agieren, aber nicht weniger wichtig sind." Und er lobte die Trainerinnen und Trainer als "Seele eines Vereins".

Auch 2. Bürgermeisterin Angela Hofmann sprach von einem "Traditionsverein und Sympathieträger" in dem "Verbundenheit und Heimatliebe" gelebt werde. Außerdem stellte sie fest: "Turnen macht schlau."

Vorsitzender Wolfgang Schiller machte am Ende des Abends keine großen Worte: "Ich bin froh, dass ich in diesem Verein gelandet bin."

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Weitere Bilder unter www.np-coburg.de

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Maria Löffler
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Veröffentlicht am:
13. 10. 2019
20:42 Uhr

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Maria Löffler

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13. 10. 2019
20:42 Uhr



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