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Kronach

Vereinte Nationen zeichnen Stadtoase aus

Für ihr Projektpaket "Die Welt ist groß, die Welt ist klein" erhält die Einrichtung den UN-Umweltpreis. Die Freude darüber ist bei den Kronachern riesig.



Die Stadtoase konnte mit ihrem Projektpaket die Fachjury überzeugen. Nun wurde offiziell der UN-Umweltpreis übergeben. Über die hohe Auszeichnung freuen sich (von links) Landrat Klaus Löffler, Vorsitzende Elisabeth Hoffmann, 2. Bürgermeisterin Angela Hofmann, Susanne Meier und die Referentin Umweltbildung, Ulli Sacher-Ley. Foto: Heike Schülein  

Kronach - Die Vereinten Nationen haben die Umweltbildungseinrichtung Stadtoase als "Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt" mit dem Umweltpreis ausgezeichnet. Die Stadtoase hatte sich 2018 mit seinen Umweltbildungs-Aktivitäten unter dem Titel "Die Welt ist groß, die Welt ist klein" dafür beworben. Mit diesem Beitrag überzeugte sie dann auch die Fachjury. Nun darf sie für zwei Jahre den besonderen Titel tragen. Die offizielle Auszeichnung erfolgte am Montag in der Bund Naturschutz (BN) Geschäftsstelle Kronach. Zur Feierstunde hatten sich viele Kooperationspartner, insbesondere Vertreter der Schulen, Politiker und Unterstützer der Umweltbildungseinrichtung eingefunden.

"Bei jedem Wetter werden Hecken, Wiesen, Bäche und Flüsse oder Wald mit allen dort zu entdeckenden Pflanzen und Tieren erforscht und mit Becherlupe, Kescher oder Binokular betrachtet, Besonderheiten und Zusammenhänge wie Wasserkreislauf oder Bodenbeschaffenheit erklärt", würdigte die Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Kronach, Elisabeth Hoffmann, das Engagement von Stadtoasen-Projektleiterin Susanne Meier, anfangs unterstützt von Barbara Förster.

Die Umweltbildungseinrichtung war 2003 - im Anschluss an die ein Jahr vorher in Kronach stattgefundene LGS - ins Leben gerufen worden. Mittlerweile beteiligen sich alljährlich circa 2500 Teilnehmer ab dem Kindergarten- bis ins Jugendalter an circa 120 Veranstaltungen.

Heutzutage hätten - so Hoffmann - die Kinder viele Möglichkeiten, übers Internet und Fernsehen Infos über unsere Umwelt zu erhalten. Dennoch sei die von Meier und ihren Unterstützern aus der Kreisgruppe geleistete Arbeit enorm wichtig. "Man kann nur schätzen und schützen, was man kennt - und mit Kopf, Hand und Herz begreift", zeigte sie sich sicher. Meier sei Herz und Hirn des Projektes und verdiene besondere Anerkennung. Dennoch brauche es ein "Netzwerk": Partner wie die Schulen oder Kindergärten, die sie einladen und ihre Arbeit so mittragen, ebenso wie die Volkshochschule, den Landkreis und die Stadt, den Bauhof, das Wasserwirtschaftsamt oder auch private Förderer - sowie nicht zuletzt die fachliche Unterstützung der Umweltbildungsabteilung des BN als auch des Vorstandes sowie von Mitgliedern der Kreisgruppe. Ihnen allen dankte sie.

"Die Auszeichnung wird nicht in die Lande gestreut", betonte Ulli Sacher-Ley die damit verbundene Wertschätzung. Der Referentin Umweltbildung/BNE oblag es, der Stadtoase - namens der Verbandsspitze - die Trophäe "Vielfalt-Baum" mit der offiziellen Urkunde, einem Schild und einem Banner zu überreichen. In ihrer Laudatio stellte sie das vorbildliche Engagement der Stadtoase heraus. Diese leiste einen wertvollen Beitrag zur Umweltbildung, wofür in den Schulen bisweilen aufgrund des straffen Zeitplans kaum Zeit bleibe.

Die Glückwünsche der Stadt und des Landkreises Kronach übermittelten 2. Bürgermeisterin Angela Hofmann sowie Landrat Klaus Löffler. Beide freuten sich über den schönen Anlass der Zusammenkunft und die verdiente Auszeichnung. Hofmann hob die Impulse des BN für Politik und Wirtschaft hervor, wobei sie auf die Initiativen in Kronach als gentechnikfreie Kommune sowie als faire Stadt verwies. Großer Erfolgsfaktor der Stadtoase sei die ständige Weiterentwicklung spannender und kreativer Angebote. "Es ist ein Glücksfall, die Stadtoase in Kronach zu haben", würdigte sie.

Dem konnte sich der Landrat nur anschließen, der das Angebot als außergewöhnlich wertvoll herausstellte: "Ohne die Stadtoase wären wir im Landkreis um vieles ärmer." Meier verstehe es, Kinder zu begeistern und "anzuzünden".

"Ich mache nur meine Arbeit", meinte Meier bescheiden, die allen Freunden der Stadtoase für die vielfach erhaltene Unterstützung dankte. Sie alle trügen zu deren Erfolg bei. Ihr besonderer Dank galt der Stadt für das Zurverfügungstellen des Platzes am Kaulanger für den Stadtoasen-Bauwagen. Wichtige Kooperationspartner seien die Schulen, wobei sie alleine für die Lucas-Cranach-Schule an 45 Tagen im Jahr tätig sei.

Große Freude bereite ihr auch die anspruchsvolle Arbeit mit Jugendlichen bis zur achten Klasse und in der BN-Kindergruppe mit Elisabeth Hoffman. Im kostenlos vom Eigentümer überlassenen BN-Garten baue man Gemüse an, lasse aber auch Brennnesseln und Disteln stehen, informierte Susanne Meier.

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Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
21. 05. 2019
18:06 Uhr

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Autor

Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
21. 05. 2019
18:06 Uhr



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