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Kronach

Verletzungspech lässt Titelträume platzen

Die Beachsoccer-Spieler des FC Friedersdorf landen bei der Meisterschaft in Warnemünde auf Platz vier. Für das Team kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.



Der 1. FC 0815 Friedersdorf war mit seinem begeisterten Anhang in Warnemünde. Fotos: Rainer Glissnik   » zu den Bildern

Warnemünde/Friedersdorf - "Leider hat es erneut nur zu Platz vier gereicht." Co-Trainer Stefan Scheiblich vom 1. FC 0815 Friedersdorf zeigte sich nach Ende des Turniers zwar etwas enttäuscht über das Abschneiden seines Teams. Doch schnell überwog dann doch die Freude darüber, dass man in Warnemünde überhaupt erneut die Frankenfahne hochhalten durfte.

Vom Stammtischverein zum südbayerischen Meister

Die Friedersdorfer feiern dieses Jahr ihr 15. Vereinsjubiläum. Am 15. August 2004 hatten damals 15 Fußballbegeisterte den damaligen Stammtischverein in Friedersdorf gegründet. In den Folgejahren unternahm man viele Ausflüge, nahm an vielen Stammtischturnieren und Hallenturnieren teil. Als man 2008 den Beachsoccer-Sport entdeckte und mit Hans-Michael Schneider und Thomas Böhnlein das erfolgreiche Trainerduo gewinnen konnte, begann die Erfolgsgeschichte des Vereins im Beachsoccer. Mehreren Turniersiegen in Bayern folgten schließlich mehrere bayerische Meisterschaften. Die erfolgreichste Zeit erlebte die Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren: So konnte man nun 2018 und 2019 die süddeutsche Beachsoccer-Meisterschaft gewinnen und sowohl 2018 als auch 2019 den vierten Platz bei der deutschen Beachsoccer-Meisterschaft in Warnemünde erreichen.

Der aktuelle Kader zählt 20 Spieler und drei Coaches. Neben der Beachsoccer-Saison im Sommer hält die Mannschaft immer am ersten Samstag im Monat seinen Stammtisch beim Hauptsponsor "Rebhans Business- und Wellnesshotel" in Neukenroth ab und unternimmt regelmäßig Ausflüge.


Der Deutsche Fußball-Bund hatte dort die vier besten Teams der "German Beachsoccer League" und die vier besten deutschen Beachsoccer-Freizeitmannschaften an den Strand eingeladen. Bei den Ligaspielern gewannen zum dritten Mal in Folge die "Rostocker Robben", bei den Freizeitmannschaften das völlig überlegene "Beach Soccer Team Chemnitz".

Der DFB schuf mit der Einführung der Deutschen Beachsoccer-Liga ein weiteres Angebot im Amateurfußball-Programm. Beachsoccer erfreut sich einer stetig wachsenden Beliebtheit und soll auch in den Strukturen des DFB und seiner Landesverbände einen festen Platz bekommen.

Am Samstag spielte Friedersdorf im Halbfinale gegen FC Trivela aus dem Rheinland. Die junge Mainzer Truppe - im Schnitt rund zehn Jahre jünger als die Friedersdorfer - präsentierte sich in Topform. Sie spielen zwar noch nicht lange Beachsoccer, dominierten aber dennoch den Regionalentscheid West deutlich und haben mehrere höherklassige Rasenfußballer in ihren Reihen - unter anderem auch einige Jugend-Nationalspieler. Entsprechend fit, schnell und kampfstark präsentierten sich die Rheinländer auch.

Die ersatzgeschwächte Friedersdorfer Mannschaft, die auf zwei Toptorjäger und drei Routiniers verzichten musste, geriet so schnell mit einigen Toren in Rückstand. Beispielsweise fehlten verletzungsbedingt Andy Böhnlein und Adrian Lieb. Sicherlich war der Rückstand auch der Tatsache geschuldet, dass vier Spieler im Kader der Frankenwäldler zum ersten Mal Beachsoccer spielten und sich zunächst an das hohe Tempo gewöhnen mussten. Doch mit guten Paraden der reaktivierten Torhüter Tobias Engelhardt und Markus Horn sowie einigen schönen Toren kämpfte man sich gegen Ende des ersten Drittels zurück. Im ausgeglichenen zweiten Drittel konnten vor allem Danny Martin und Stefan Böhnlein der Abwehr Stabilität verleihen und mit einigen schnellen Kontern hielt man Anschluss. Im letzten Drittel setzten sich die Spielstärke und die bessere Ausdauer der jungen Rheinländer dann doch durch und die Mainzer lösten mit dem 10:5-Endstand das Final-Ticket gegen das "Beach Soccer Team Chemnitz".

Die Friedersdorfer spielten dann am Sonntag gegen den Sieger des Regionalentscheids Nord um Platz drei: den TSV Vineta Audorf aus Schleswig-Holstein. Hierbei musste man gegen eine sehr erfahrene Truppe antreten, die in der großen Beachsoccer-Tour 2019 in Schleswig-Holstein überragte. Für die Frankenwäldler kam es nun ganz dick: Die Friedersdorfer mussten im Vergleich zum Samstag verletzungsbedingt auch noch auf Johannes Schmidt und Philip Scherbel sowie Kevin Wagner verzichten. Trotz des kleinen Kaders konnten die Oberfranken in den ersten beiden Dritteln gut mithalten und mussten sich erst im letzten Drittel nach dem Gegentreffer zum 6:9 geschlagen geben. Am Ende stand eine 6:12-Niederlage für die Friedersdorfer.

"Mit unserer ersatzgeschwächten Mannschaft haben wir alles gegeben und können stolz auf unsere erfolgreiche Saison 2019 sein", erklärte Spielführer Stefan Böhnlein. "Wir kamen in Warnemünde bei den drei sehr starken Gegnern verdient auf Platz vier und werden nächstes Jahr hoffentlich mit voller Kapelle wieder angreifen!"

Deutscher Meister wurde übrigens das "Beach Soccer Team Chemnitz", das im Finale den FC Trivela mit 10:2 besiegte. Die Chemnitzer spielten bereits jahrelang Beachsoccer-Bundesliga und haben sich vor einigen Jahren entschieden, nun lediglich im Amateurbereich aktiv zu sein.

Die Friedersdorfer beendeten als amtierender süddeutscher Beachsoccer-Meister 2019 und viertbeste deutsche Mannschaft ihre erfolgreiche Saison 2019. Durch die vielen gewonnenen Kontakte planen die Friedersdorfer demnächst auch das ein oder andere Turnier im Winter und im Ausland. Dankbar ist das Team den Unterstützern "Rebhans Business- und Wellnesshotel" in Neukenroth, EMP Polstermöbel GmbH, Bäckerei Nickol in Neukenroth und der Sparkasse Kulmbach-Kronach.

Autor

Rainer Glissnik
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Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
16:36 Uhr

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Rainer Glissnik

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Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
16:36 Uhr



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