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Kronach

Wallenfels freut sich über prall gefüllten Stadtsäckel

Die Gewerbesteuern der Stadt sprudeln. Mit dem Geld will man Schulden reduzieren aber sich auch etwas leisten.



Wird abgerissen: die ehemalige Bäckerei becker. Foto: Stadt Wallenfels  

Wallenfels - "Der Haushalt ist grundsolide und mit einem Volumen von über zehn Millionen Euro ein weiterer wichtiger Schritt in der Strategie dieses Stadtrates, die in drei Worten zusammengefasst lautet: Sanierung, Modernisierung und Konsolidierung", erklärte Bürgermeister Jens Korn in der jüngsten Sitzung des Wallenfelser Stadtrates. Gegenüber dem Vorjahr sei dies eine Steigerung von 22 Prozent. Der Verwaltungshaushalt beträgt 6,3 Millionen (plus 18 Prozent), der Vermögenshaushalt wächst um gut ein Drittel von 2,9 auf 3,87 Millionen Euro.

Start der Freibadsaison

Am 18. Mai beginnt die Freibadsaison in Wallenfels. Laut Bürgermeister Jens Korn befindet sich das Becken in sehr gutem Zustand. Die Filteranlage wurde für 5000 Euro erneuert. In Anbetracht der ursprünglich angedachten Neuanlage mit einem Kostenfaktor von 125 000 Euro "eine tolle Sache", wie Korn befindet. Mit einem Gastronom aus Schwarzenbach am Wald übernimmt ab diesem Jahr ein neuer Pächter den Kiosk.


"Besonders erfreulich ist die Entwicklung unserer Einnahmensituation", freute sich der Rathauschef. Bei Steuern und Zuweisungen kann ein Plus von 840 000 Euro eingeplant werden. So steigen die Schlüsselzuweisungen um über 400 000 Euro auf 1,3 Millionen Euro. Auch die Gewerbesteuer hat wieder deutlich angezogen. "Wir rechnen heuer nach einer konservativen Schätzung mit einer Million Euro, 350 000 Euro mehr als im Vorjahr. Dabei zeigt sich der Trend der Gewerbesteuer als stabil. Wallenfels sei Heimat für viele gute und vor allem auch leistungsfähige Unternehmen, betonte das Stadtoberhaupt. "Wir sind wirtschaftlich breit aufgestellt, das macht uns weniger anfällig für Krisen." Dieser Beitrag der Unternehmer sei ein Grund, auch einmal Danke zu sagen.

Diese äußerst positive Einnahmesituation gipfelt in einem in der Geschichte der Stadt Wallenfels wahrscheinlich einmaligen Betrag von 1,085 Millionen Euro Zuführung an den Vermögenshaushalt. Nach Abzug der ordentlichen Tilgung verbleibt eine freie Spitze von 777 000 Euro.

Mit diesem Geld möchte man dem Motto "sanieren und modernisieren" nachkommen. Für die Stadtsanierung und die Belebung des Marktplatzes sind 550 000 Euro eingeplant. Damit wird das Gebäude Marktplatz 4 - die ehemalige Drogerie Becker - umgestaltet werden. In diesem Jahr wird zudem der Erwerb der ehemaligen Schmidtbank haushaltsrelevant und das Gebäude Schützenstraße 7 - ehemalige Bäckerei Becker - abgerissen. Den Zuschlag erhielt die Firma Reuther aus Wallenfels. 450 000 Euro sind auch für die Sanierung der Turnhalle vorgesehen, der größte Teil im Rahmen des Förderprogramms KIP.

In den Ortsteilen schreitet die Dorferneuerung voran. Für die Sanierung des Alten Schulhauses Wolfersgrün sind 500 000 Euro eingeplant. Das Kirchenumfeld Neuengrün wird mit 200 000 Euro restfinanziert. Im vergangenen Jahr wurde die Anschaffung eines TSF für die Feuerwehr Neuengrün beschlossen. Für die Sanierung der Oststraße nach Geuser sind 300 000 Euro eingestellt.

"Im gleichen Maße wie wir sanieren und modernisieren, konsolidieren wir auch", machte Bürgermeister Jens Korn deutlich. "Unser Schuldenstand wird am Ende des Jahres zum ersten Mal seit 2002 unter sechs Millionen Euro liegen, nämlich bei 5,9 Millionen." Noch im Jahr 2012 verzeichnete man mit 7,6 Millionen Euro Schulden einen Höchststand.

Schuldenabbau bei gleichzeitig kräftigen Investitionen sei nur möglich aufgrund der positiven Entwicklung der Steuereinnahmen und der Unterstützung durch den Freistaat Bayern. Schlüsselzuweisungen und Stabilisierungshilfen von 458 000 Euro seien laut Bürgermeister eine enorme Förderquote. "Von den 3,1 Millionen Euro, die wir investieren, kommen 1,98 Millionen, also 63 Prozent, vom Freistaat Bayern." Einstimmig wurde der Haushalt für 2019 beschlossen ebenso wie die Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungsgesetzes.

Ausdrücklich bedankte sich Bürgermeister Jens Korn für den Geist, der im gesamten Stadtratsgremium herrsche. Jeder habe das Ganze im Auge. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung würden ihr Übriges tun.

Eine Machbarkeitsstudie zu einigen städtischen Projekten im Rahmen der Stadtsanierung zu verschiedenen Vorhaben wurde von Architekt Kersten Schöttner vorgestellt. Dabei ging es um die Sanierung und Umnutzung von drei Leerstandsgebäuden in Wallenfels. Verschiedene Möglichkeiten wurden präsentiert und diskutiert. Durch die Förderoffensive Nordostbayern und die Stadtsanierung eröffnen sich zuvor undenkbare Möglichkeiten. "Wenn es uns gelingen würde, in zwei der Gebäude Leben zu bringen würde dies Wallenfels sehr nach vorne bringen", formulierte Stadtrat Bernd Stöcker. Zum Wahlleiter für die Kommunalwahl 2020 wurde Frank Jakob benannt, zu seinem Stellvertreter wurde Thomas Fischer bestimmt.

Der Bauausschuss besichtigte das Priestergrab - seit langer Zeit in einem beklagenswerten Zustand. Es soll verbessert werden. Intensiv wurde über den Treppenaufgang gesprochen, der offen gelassen werden soll.

Autor

Rainer Glissnik
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
15:14 Uhr

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Rainer Glissnik

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Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
15:14 Uhr



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